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Evangelische Bildungslandschaften

Exemplarisches Konzept

grundtext

Evangelische Bildungsarbeit orientiert sich immer auch am Lebenslauf. Von daher ist es sinnvoll, die verschie- denen kirchlichen Angebote zu vernetzen und ihre Zusammenarbeit zu fördern.

Es wird deshalb gegenwärtig mithilfe von zwei Projektkirchenkreisen ein exemplarisches Konzept für „Evangelische Bildungslandschaften" erstellt. Dafür soll die Bildungsarbeit in den Kirchengemeinden, Regionen und im Kirchenkreis in den Blick genommen werden und dann exemplarisch regionale evangelische Bildungs-, Familien- und Nachbarschaftszentren aufgebaut werden, die die kirchlichen Einrichtungen und Angebote miteinander vernetzen sowie Verbindungen mit außerkirchlichen Bildungsträgern herstellen.

So sollen entlang der Biographie von Menschen nachhaltig evangelische Bildungsangebote eröffnet werden; dabei spielt der Bildungsraum eine entscheidende Rolle.

Solche evangelischen Bildungslandschaften beginnen bei der Kinderkrippe und der Familie, setzen sich fort über Kindertagesstätten, Schule, Ausbil- dung, Studium, Beruf, beziehen andere kirchliche Einrichtungen wie etwa Diakoniestationen und Familienbildungsstätten ein und umfassen selbst- verständlich auch die Erwachsenen- und Seniorenbildung.

Der Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen als ein sowohl ländlich wie städtisch profilierter Kirchenkreis wird das Konzept eines Evangelischen Hauses der Bildung, ausgehend von der Familienbildungsstätte, den mit ihr kooperierenden Kindertageseinrichtungen und der evangelischen Grundschule, erarbeiten. Kirchliche und außerkirchliche Partner sollen hier im Sinne einer vernetzten Bildungslandschaft zusammenarbeiten; wichtig ist dabei der Kontakt zum kommunalen "Runden Tisch Bildung" einerseits, aber auch zu kirchlichen und nicht kirchlichen Bildungsträgern, z.B. diakonischen Einrichtungen, weiterführenden Schulen, verbandlicher Jugendarbeit oder Ausbildungsbetrieben andererseits. Zentral ist die Vernetzung mit der Arbeit der Kirchengemeinden.

Das Konzept des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt zum "Aufbau einer evangelischen Bildungslandschaft in Hildesheim" legt einen interessanten Akzent darauf, vorhandene kirchliche Stellungnahmen zu Bildungsfragen auf ihre Bedeutung und Umsetzbarkeit in der konkreten Arbeit vor Ort zu prüfen.

In Hildesheim gibt es ein breites kirchliches wie außerkirchliches Bildungsangebot (musikalische Früherziehung, evangelische und kommunale Schulen, Weltkulturerbestätten, Kirchenpädagogik, Hochschule, Evangelische Jugend, diakonisches Lernen); dies wird durch Nutzung von Synergien nun vernetzt.

Dem biografischen Ansatz einer kirchlichen Bildungslandschaft soll in Hildesheim, konsequent ausgehend von kirchlichen Einrichtungen und ihrer Vernetzung mit außerkirchlichen Partnern, Rechnung getragen werden.