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Rückblick

Begründung eines Fachverbandes diakonischer Schulen im DW

vergangen

Für die diakonischen Schulen fühlte sich weder im DW der Landeskirche noch im LKA jemand direkt zuständig.

Das hat mehrere Gründe: Zum einen haben die Schulen in ihrer jeweiligen Fachlichkeit jeweils sehr spezielle Fragestellungen, die sich – auch im politischen Raum gegenüber dem Kultusministerium beispielsweise – nicht einfach zusammenfassen lassen. Zum anderen sind diakonische Schulen Unternehmensteile größerer diakonischer Träger.

Dementsprechend können Schulen und deren Verantwortliche nicht selbstständig handeln und eigenständig Zusammenschlüsse bilden. Schließlich hat die Landeskirche die Aufgabe der Nachwuchsgewinnung und –förderung für diakonische Arbeitsfelder traditionell den Einrichtungen selbst überlassen und sich primär um die Bereiche gekümmert, die in ihre unmittelbare Verantwortung fielen.

Nachdem sich die diakonischen Schulen mit ihren Fragestellungen und Anliegen auch in der „landeskirchlichen Konferenz evangelischer Schulen“, in Verantwortung der Abteilung 3 des LKA, nicht hinreichend wahrgenommen sahen, zugleich aber ihre Vertretung über den politisch sehr effektiv arbeitenden säkularen Fachverband freier Schulen zwar möglich, aber der Sache und Ausrichtung nach nicht „familiengerecht“ erlebten, gründeten sie 2009 den „Fachverband diakonischer Schulen in Niedersachsen“.

Dieser Fachverband wurde von den Diakonischen Werken in Niedersachsen anerkannt. Die Geschäftsführung wurde in Ermangelung einer anderen Fachlichkeit dem Justitiar des DW der hannoverschen Landeskirche übertragen, das bislang auch keinen Referenten für dieses Fachgebiet vorgehalten hatte.

Innerhalb des Fachverbandes haben sich Fachgruppen gebildet, in denen diakonische Schulen gleicher Ausrichtung zusammenarbeiten. Eine Abstimmung mit der „Konferenz evangelischer Schulen“ erfolgte bis 2013 nicht. Eine gewisse Doppelstruktur war nicht mehr zu verhindern. 

Begleitung von Gesetzesänderungen

Da diakonische Schulen öffentlich anerkannte Schulen sind, unterliegen sie unbeschadet der kirchlich- diakonischen Selbstständigkeit der staatlichen Schulaufsicht und vom Kultusministerium erlassenen Ordnungen. Dementsprechend konnte der Fachverband, zuweilen in Abstimmung mit der Konföderation, durch Positionierungen zu Gesetzesvorhaben Einfluss auf die Gestaltung der Schullandschaft nehmen.

So wurden im Förderschulbereich erste Anpassungen an die System-Umstellung zur inklusiven Schule begleitet.

Zugleich wurden über die Geschäftsführung des Fachverbands diakonischer Schulen in Niedersachsen insbesondere die Rechtsberatung der diakonischen Schulträger sichergestellt.

Datenerhebung und -auswertung zu den diakonischen Schulen

Da die Landschaft der diakonischen Schulen zwar außerordentlich vielfältig, bislang aber nicht geschrieben war, erstellte die Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit dem Fachverbandsvorstand eine Übersicht über die diakonischen Schulen, deren Aufgabenfeld und Kapazitäten. 

Fachtagung

Für die Schulleitungen wurde 2012 eine Fachtagung als wissenschaftlich gestütztes Fortbildungs- und Austauschinstrument geschaffen und in 2013 erstmalig erfolgreich durchgeführt. 

Kooperation Landeskirche / Konföderation und Fachverband

Die Kooperation des Fachverbands mit der Beauftragten der Konföderation für Schulen wurde 2013 verabredet. Seither nimmt die Beauftragte nach Möglichkeit an den Vorstandssitzungen des Fachverbandes teil.

Der wechselseitige Informationsfluss und die Aufgabenverteilung, insbesondere was die politische Vertretung gegenüber dem Kultusministerium angeht, wurden einvernehmlich verabredet.