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Ausblick

Netz von Schulen in landeskirchlicher und diakonischer Trägerschaft

zukunft

Unter den gegebenen Bedingungen konzentriert sich die hannoversche Landeskirche bei Schulgründungen oder –übernahmen1 weiterhin auf drei Schulformen für allgemeinbildende evangelische Schulen: Grundschulen sowie weiterführende Schulen, die möglichst alle Abschlüsse vergeben, d.h. Gymnasien und Gesamtschulen mit einer gymnasialen Oberstufe.

Im Jahr 2020 soll es ein Netz von Schulen in landeskirchlicher und diakonischer Trägerschaft im Bereich der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers geben, das sowohl allgemeinbildende Schulen als auch berufsbildende Schulen umfasst. Der Status aller allgemeinbildenden Schulen muss der von "anerkannten Ersatzschulen" sein.

Um ein solches Netz aufzubauen, bedarf es weiterer, vor allem allgemein-bildender Schulen in Trägerschaft der hannoverschen Landeskirche, dabei ist die Landeskirche für Kooperationen bzw. gemeinsam geführten Schulen mit diakonischen Trägern offen.

Es ist Ziel der Landeskirche in Verhandlungen mit dem Land zu erreichen, dass einzelne Förderschulen zu inklusiven (Grund)schulen erweitert werden können.

Ziel ist weiter zu versuchen, an den einzelnen Standorten zukünftig sowohl eine Grundschule wie eine weiterführende Schule zu führen.

Es liegen immer wieder Anfragen vor in strukturschwachen Regionen Schulen in kommunaler Trägerschaft durch die Landeskirche zu übernehmen. Die Landeskirche wird weiterhin keine Schulen, die aufgrund des allgemeinen Schülerrückganges keine Zukunft haben, übernehmen können. Sie muss deshalb von Fall zu Fall sehr genau prüfen und entscheiden, wie sie mit der jeweiligen Anfrage umgeht; selbstverständlich ist weiterhin das Benehmen mit dem kommunalen Schulträger.

Anzustrebende Zielvorstellung sind weiterhin zehn bis 15 Schulen in landeskirchlicher Trägerschaft. Diese Zahl würde bei einer angenommen Zahl von 45 Kirchenkreisen im Jahr 2020 bedeuten, dass in jedem dritten Kirchenkreis eine evangelische Schule geführt würde. Dabei sollte in jeder Stadt, in der sich eine Landessuperintendentur befindet, eine allgemein bildende evangelische Schule in landeskirchlicher Trägerschaft geführt werden. In diesen Städten würde damit für die Erziehungsberechtigten eine Wahlmöglichkeit zwischen kommunalen Schulen und evangelischen Schulen eröffnet.

1 Das Privileg der Übernahme von kommunalen Schulen in private Trägerschaft gesteht das Land (bisher) nur den Kirchen zu.