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Ausblick

Kirche in der Spätmoderne

zukunft

Kirche im Tourismus ist mit Blick auf die gravierenden Veränderungen in Gemeindekonzepten und der Ekklesiologie (Kirche in der Spätmoderne), insbesondere mit Blick auf die Erreichung der Kirche fern Stehender zu stärken und als wachsender Arbeitsbereich zu betrachten.

Schon jetzt und künftig stärker wird in der Urlauberarbeit abgebildet, wohin sich Kirche und Gemeinde entwickeln können: Punktuelle und leidenschaftliche Teilhabe an Gemeinde, Glaube und Kirche. Diese wird nicht zwingend nach Hause getragen und im Alltag Engagement in der jeweiligen Ortsgemeinde begründen. Menschen der Postmoderne nutzen Angebote, die nicht sofort Verbindlichkeiten mit sich bringen. Sie entscheiden selber und nehmen willkommen spirituelle Angebote für Wandernde, Pilgernde und Flaneure auf.

Kirche unterwegs

Eine umfassende Neukonzeptionierung entsprechend der geringen Personalausstattung (Haupt- und Ehrenamtliche) ist geboten und wird 2014 mit Wirkung auf 2015 entwickelt werden. Weiterhin sind intensiv Synergien in der Zusammenarbeit der Anbieter, insbesondere für die Aus- und Fortbildung zu suchen.
Die Gewinnung von Ehrenamtlichen ist deutlich zu überdenken und kreative Potentiale sind zu entwickeln.
Verstärkung durch Ausweitung der Stellenpotenziale ist zu prüfen, sonst wird eine qualifizierte Ausbildung und Begleitung Ehrenamtlicher künftig nicht gelingen.

Kur- und Urlauberseelsorge

Dieses Angebot braucht die Konsolidierung. Dazu ist eine Strategie zu entwickeln, wie mit dem Rückgang der potentiellen Stelleninhaber/-innen, nämlich insbes. Pastoren/-innen im aktiven Dienst, umgegangen werden kann. Zu prüfen ist, ob dieses Angebot als Fortbildungsangebot etabliert werden kann. Hierzu sind die Rahmenbedingungen und die Evaluation zu prüfen. Das mittlerweile webbasierte Antrags- und Berichtswesen ist zu überprüfen und weiter zu entwickeln.

Kriterien für die Wohnsituationen sind zu entwickeln und mit den Kirchengemeinden und den Kirchenkreisen anzuwenden. Hier kann auch die Doppik - sofern nutzbar - bezüglich der finanziellen Ausstattung für Kurpredigerwohnungen bzw. deren Anmietung hilfreich werden.

Offene Kirchen

Das Projekt wird fortgesetzt und muss auf allen Ebenen konsolidiert werden. Beratende Angebote sind für die Entwicklung von Gemeindeprofilen zu entwickeln. Eine auf breite Partizipation angelegte Tagung 2015 oder 2016 soll alle Akteure am Kirchenraum (Bauabteilung im Landeskirchenamt, Ämter für Bau- und Kunstpflege, Kunst-Kultur, Tourismus, Missionarische Dienste, Kirchenpädagogik, Umwelt, Kirchenvorstände, …) vernetzen und ins Gespräch bringen.

Radwegekirchen

Die Weiterentwicklung dieses jungen Projektes ist als Herausforderung bekannt. Weitere Radwegekirchen sind auf Anregung durch die Kirche oder den Tourismus zu gewinnen – konkret durch Beratung, Ansprache und Vernetzung. Es soll eine Broschüre in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern an den Radwegen (Tourismus, adfc, …) entwickelt werden.

Kirchenführerausbildung

Die Langzeitausbildung wird konstant gut nachgefragt und hat einen stabilen Referenten/-innen-Stamm. Mit dem Tourismus soll in den nächsten Jahren verstärkt geprüft werden, wie die Angebote der Ehrenamtlichen verlässlich einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden kann. Standards der Ausbildung sollen mit den Standards der Gästeführerausbildung abgeglichen werden und Kooperationen werden geprüft. Ziel ist es, in den nächsten sechs Jahren drei weitere Kurse mit bis zu 75 Personen durchzuführen.

Pilgern, Pilgerweg Loccum - Volkenroda: Netzwerk Pilgerwege in Niedersachsen

Nach erfolgreichem Start des Projektes und intensiver Aufnahme des Pilgerthemas durch das Haus kirchlicher Dienste (HkD), ist dringend die Schaffung einer Stelle zur theologischen Reflexion und Begleitung des Arbeitsbereichs geboten. Am Beispiel einiger Gemeinden, die das Pilgern oder ihre Lage an einem Pilgerweg zum wichtigen Bestandteil ihres Profils erklärt und von dort her sowohl die gemeindliche Dynamik, wie auch ehrenamtliches Engagement und die eigene Gemeindeentwicklung beschrieben haben, lohnt es, diesen Fokus ekklesiologischer Fragestellungen im Bezugsrahmen Pilgern – Anrainerschaft Pilgerweg und spätmodernem Christsein zu präzisieren und zu reflektieren. Hierfür ist ein Gesicht und damit verbunden eine Stelle dringend erforderlich. Nur so kann ein landeskirchlicher Wirkungsgrad genutzt und forciert werden.

Der Pilgerweg Loccum-Volkenroda ist – nach Auskunft des Deutschen Wandverbandes - eine „Premiummarke“ im Bereich der Wander- und Pilgerwege. Diesen Standard gilt es für Gemeinden und Pilgernde zu sichern.

Urlauberarbeit allgemein/ Kirche im Tourismus

Nach kräftiger Umstrukturierung der in seinen überkommenen, eher vereinsmäßigen Strukturen denkenden Arbeitskreise in Netzwerke, sind die Füllung und eine erfolgreiche Konsolidierung der Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Das Netzwerk „Kirche in der Stadt“ ist weiterhin zu profilieren.
Die Flächenpräsenz durch Referentinnen und Referenten ist mittlerweile auf ein Minimum reduziert. Jede weitere Kürzung würde das Verhältnis von Fahrtzeiten zu inhaltlicher Arbeit umkehren und den Dienst in den Regionen praktisch unmöglich machen!