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Wiedereintrittsstellen

Zahl der Kircheneintritte nimmt zu

grundtext

Die Zahl der Kircheneintritte hat in den vergangenen Jahren zugenommen. In der Statistik der EKD für das Jahr 2012 stehen 138.195 Austritten 51.927 Eintritte gegenüber. Auf die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers entfielen dabei 6.395 Aufnahmen. Darunter sind 5.192 Wiederaufnahmen von Ausgetretenen und Erwachsenentaufen.

Die Gliedkirchen der EKD haben zwischen 2000 und 2002 die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass der Kircheneintritt bzw. die Aufnahme oder Wiederaufnahme jenseits des Wohnortes möglich ist. Die Zuständigkeit für die Entscheidung zur Wieder/aufnahme wurde rechtlich auf alle Ordinierten der eigenen Landeskirche sowie der anderen Gliedkirchen der EKD als auch auf Wiedereintrittsstellen ausgeweitet, „die von den Kirchenkreisen mit Genehmigung des Landeskirchenamtes errichtet werden“.

Im Bereich der Landeskirche gibt es 14 Wiedereintrittsstellen: in Superintendenturen und Kirchenkreisämtern, aber auch in evangelischen Bildungszentren, in Anlaufpunkten für die Urlauberarbeit an der Küste, in Kirchenläden und einer großen Buchhandlung. Gute Erfahrungen wurden mit Projekt-Wiedereintrittsstellen gemacht. Sei es punktuell auf größeren Events wie dem Tag der Niedersachsen, großen Hochzeitsmessen oder Gewerbeschauen, neuerdings auch beim Bischof oder in einem Aktionszeitraum wie z.B. an Adventstagen im Einkaufzentrum Dodenhof (Posthausen) oder im Rahmen einer ökumenischen Aktion „Kirche im Geschäft“ in Osnabrück.

Wiedereintrittstellen bemühen sich um eine niedrigschwellige und unbürokratische Kontaktebene, um Menschen im Blick auf religiöses Interesse und latente (Wieder)Eintrittsbereitschaft anzusprechen. Sie leben von offener kirchlicher Präsenz, die zum Dialog einlädt und Andockpunkte für persönliche Gespräche bietet. In Hannover treten im Rahmen von „Kirche im Blick – Wiedereintrittsstelle“ etwas 250-300 Besucher jährlich wieder in die Kirche ein, das ist pro Öffnungstag mehr als ein Kircheneintritt.