kopf

Ausblick

Wichtiges Format

zukunft

Glaubenskurse werden auch in Zukunft ein wichtiges Format in der Schnittmenge von Verkündigungs- und Bildungsarbeit der Landeskirche sein. In beiden entsprechenden Grundstandards für die Arbeit in den Kirchenkreisen sind sie aufgenommen.

Um das Ziel des verlässlichen Grundangebots in der Region zu erreichen, gilt es, die Arbeit mit Glaubenskursen in sechs Richtungen weiter zu entwickeln. Zielvorstellungen sind:

AnsprechpartnerInnen in Kirchenkreisen und Sprengeln

Für die Beratungsarbeit und die Durchführung der Glaubenskurse werden verlässliche Ansprechpartner und –partnerinnen in Kirchenkreisen und Sprengeln gefunden, die aufgrund von Stellenanteilen und solidarischen Entlastungen im Kollegenkreis Zeitanteile für Glaubenskurse in anderen Regionen und Gemeinden investieren können.
Darüber hinaus steigt der Anteil der Ehrenamtlichen, die sich über Kursleiterfortbildungen qualifizieren und gemeinsam mit Hauptamtlichen oder auch allein Kurse durchführen.

Regionale Projekte

Große regionale Projekte auf Kirchenkreis- oder städtischer Ebene verbinden die Vielfalt der Kurse mit dem einheitlichen Werbegesicht der Kampagne. Das zentrale Thema der Kirche - der Glaube - wird wirksam in die Öffentlichkeit kommuniziert und dabei die im Handbuch „Erwachsen glauben“ dokumentierten milieuspezifischen Kenntnisse für die Konzeption berücksichtigt.

Weitere Kurse und Module

Die bestehenden Kursformate werden durch weitere Kurse und Module ergänzt, die auch bildungsfernere Schichten, spirituell Suchende und andere Zielgruppen wie z.B. Kita-Eltern ansprechen. In Zukunft werden geistliche Übungswege wie „Exerzitien im Alltag“ eine größere Rolle spielen, weil sich eine wachsende Zahl von religiös Suchenden für erfahrungsorientierte Zugänge interessiert. Die Verbindung von Taufkurs- und Glaubenskursarbeit wird intensiviert.

Begleitung und Unterstützung

Die Auswirkungen von Glaubenskursen auf die Gemeindeentwicklung werden intensiver begleitet und unterstützt. Entsprechende Module werden in die Fortbildungen für Kursleiterinnen und -leiter aufgenommen. Erkenntnisse der Konversionsforschung helfen bei der Konzeption der Kurse und ihrer Nacharbeit. Nicht Integration in bestehende Gruppen und Kreise, sondern Offenheit für neue soziale Formen wird zum Motiv für die Weiterarbeit. Der Übergang vom Kurs in andere Strukturen wie z.B. Hauskreise, Kleingruppen oder Foren wird sensibel begleitet. Entsprechende Arbeitshilfen stehen zur Verfügung.

Andere Orte und Kooperationspartner

Experimente mit anderen Orten und Kooperationspartnern für Glaubenskurse nehmen zu und erhöhen den dialogischen Charakter der Kurse. Familienbildungsstätte oder Kneipe, Museum oder Feuerwehrhaus werden zu Orten, an denen Leben und Glauben öffentlich und überraschend ins Gespräch gebracht werden.

Interreligiöse Kurse

Aufgrund des wachsenden Interesses gewinnen die bestehenden Kurse zum interreligiösen und insbesondere christlich-muslimischen Dialog an Bedeutung und werden in die Fortbildungsmaßnahmen aufgenommen.

Reformationsjubiläum 2017

Das Reformationsjubiläum 2017 kann ein Höhepunkt für die Arbeit mit Glaubenskursen werden, die die Grundanliegen der Reformation neu für die Gegenwart erschließen.
Dabei kommt der Bibel als Muttersprache des Glaubens eine herausragende Bedeutung zu. Glaubenskurse können die schwindende traditionelle Bibelfrömmigkeit zwar nicht ersetzen, aber biblische Grundkenntnisse vermitteln und die Bibel als „Lebensworte“ nahe bringen.

Das religiöse Bildungs- und Gemeindeentwicklungspotenzial von Glaubenskursen ist noch nicht ausgeschöpft. Wenn das Interesse an der Durchführung auf dem jetzigen hohen Niveau aufrecht erhalten werden kann und landeskirchliche Unterstützungsstrukturen weiterhin die kirchlichen Handlungsebenen von Sprengel bis Ortsgemeinde und nichtparochialen Handlungsfeldern miteinander ins Spiel bringen, werden sich noch viele Menschen über die unterschiedlichen Kurse im Glauben bilden können.