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Rückblick

Beratung, Vernetzung und Verbesserung von Kommunikation

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Der Themenbereich Kirche und Sport wird im Haus kirchlicher Dienste (HkD) wahrgenommen. Als Ansprechpartner nimmt Pastor Henning Busse Fragen entgegen und steht für Beratungen zur Verfügung.

Darüber hinaus wird durch eigene Angebote die kirchliche Arbeit im Sport weiter entwickelt. Vernetzung und Verbesserung der Kommunikation ist ein wesentliches Anliegen, um an gemeinsamen Themen besser arbeiten zu können.

Mitgestaltung von Sportereignissen

Kirchliche Sportarbeit ist bislang ein sehr kleiner und wenig strukturierter Arbeitsbereich. Außer der Zuständigkeit eines kirchlichen Mitarbeiters, ohne dass damit ein ausgewiesener Stellenanteil verbunden wäre, gab es in der Vergangenheit kaum verlässliche Arbeitsformen und nur wenig inhaltliche Profilierungen. Der Fokus lag auf der punktuellen Mitgestaltung von Sportereignissen. So gehört seit Jahren die Präsenz der Kirche beim Hannover-Marathon zum guten Standard. Mit einem Stand auf der Läufer-Messe wird der Kontakt zu den Sporttreibenden gesucht. Den Zuschauern und Aktiven wird signalisiert, dass „Kirche laufend dabei“ ist, für Sportlerinnen und Sportler ansprechbar sein möchte und sich auch für diesen Lebensbereich interessiert.

Zu diesen und ähnlichen Gelegenheiten wird aus den Reihen der Kirche eine Mannschaft zusammengestellt, die an sportlichen Wettbewerben teilnimmt. Behördenlauf, Team-Challenge oder auch die „Popen open“ auf dem Kirchentag sind Beispiele. Auch innerhalb der Kirche wird damit gezeigt, dass sportliches Interesse nicht außerhalb eines christlichen Engagements stehen muss, sondern beide Bereiche sich durchaus verbinden lassen. Örtliche und regionale Veranstaltungen wie Sportkirchentage, Public-Screening-Angebote oder ein Gottesdienst zum Vereinsjubiläum sind weitere Anregungen, wie zwischen Sport und Kirche Verbindungen geschaffen werden können. Materialien und Gestaltungshilfen werden für solche Zwecke zur Verfügung gestellt.

Präsenz bei Großveranstaltungen

Großveranstaltungen im Sport werden nach Möglichkeit begleitet. Eine besondere Herausforderung stellte die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 dar. Zwischen evangelischer und katholischer Kirche wurde schnell verabredet, dass hier eine gemeinsame Präsenz möglich gemacht werden sollte. Ausstellung, Gottesdienst, Podiumsveranstaltungen und Konzerte stellten eigene Beiträge dar, in denen am Spielort Wolfsburg auf die Verbindungen zwischen Sport und der Welt des Religiösen hingewiesen wurde. Ganz wesentlich war aber auch, für die Zuschauer erkennbar zu sein. Es sollte deutlich werden, dass auch die Kirche dieses Sportfest mitfeiert und für die Menschen, die sich dafür begeistern, ansprechbar ist. „Kirche ist nah bei den Menschen“ war die Botschaft, die humorvoll und fröhlich zum Ausdruck kam.

Im Jahr 2012 konnte bei der „Langen Nacht der Kirchen“ in Hannover der Sport mit einer zentralen Veranstaltung in Erscheinung treten. Zum Thema „Integration und Inklusion durch Kirche und Sport“ wurden in der Marktkirche durch ein hochrangig besetztes Podium, Musik, Zirkus und Sportevents die Möglichkeiten für integratives und inkludierendes Wirken intensiv erörtert und beispielhaft dargestellt. Behindertensportler spielten Rollstuhlbasketball vor der Kirche und im hinteren Teil des Kirchenschiffs wurde ein integratives Tischtennismatch ausgetragen.

Fortbildung

Fortbildungsangebote zum Thema Kirche und Sport werden zunehmend nachgefragt. Insbesondere im Pastoralkolleg der Landeskirche und der Fortbildung in den ersten Amtsjahren sind Sportangebote regelmäßig vertreten. Der Bereich von Integration und Inklusion und die Fragestellung, wie hier Sport und Kirche zusammenwirken können, wurde intensiv bearbeitet. Auch die Fitnessbewegung und das Thema Gesundheit fordern zu intensiver Beschäftigung heraus. Besonders junge Pastor(innen)en, Diakon(inn)en und Sozialarbeiter(inn)en sind aufgeschlossen für diesen Bereich und fragen nach Möglichkeiten, wie Sport in die kirchliche Arbeit integriert werden kann.

Fußball-KonfiCup 2011

Erstmalig konnte im Jahr 2011 ein Fußball-KonfiCup auf landeskirchlicher Ebene ausgetragen werden. Etwa 50 Mannschaften waren daran beteiligt. Konfirmandinnen und Konfirmanden spielen im KonfiCup miteinander Fußball. Fair und respektvoll, mit Spaß am Sport und Freude an der Begegnung. Sie bringen ihre sportlichen Fähigkeiten ein und erleben eine spannende Aktion. Nicht allein die Leistung zählt, sondern „Fair Play“ und Gemeinschaft stehen im Mittelpunkt. In vielen Kirchengemeinden und Kirchenkreisen haben Konfirmandenturniere eine gute Tradition. Der Fußball-KonfiCup der Landeskirche schließt sich daran an und führt die Idee weiter auf die Ebene der Sprengel und der Landeskirche bis hin zum deutschlandweiten EKD-Finale. 2011 stellte die Landeskirche in der bundesweiten Endrunde die Siegermannschaft aus der Kirchengemeinde Estebrügge.

Im KonfiCup können körperliche Fähigkeiten und Freude am Sport zur Geltung kommen. Jugendliche üben ein gerechtes Miteinander zwischen Mädchen und Jungen ein. Es wird ein Zeichen für Integration, Inklusion, Solidarität und Toleranz gesetzt. Im Fußball-KonfiCup steht die Kirche für einen Glauben, der sich in Lebensfreude und Gemeinschaft zeigt. Die Aktion schafft eine Verbindung zwischen Konfirmanden- und Jugendarbeit. Die Kirche wird durch dieses Engagement als weltoffen wahrgenommen und erreicht eine breite Öffentlichkeit. Es geschieht ein Beitrag zu einer qualifizierten Partnerschaft zwischen Kirche und Sport.
Jugendliche können sich auf spielerische Weise mit ihrer Kirche identifizieren und gewinnen eine gesamtkirchliche Perspektive. Sie werden zu Botschaftern der Kirche und treten für christliche Werte ein. Darüber hinaus haben im Fußball-KonfiCup auch die Konfirmandeneltern eine niedrigschwellige Möglichkeit zur Beteiligung.

Projektgruppe Kirche und Sport

Eine Projektgruppe unterstützt die Sportarbeit im HkD und hilft bei der Umsetzung der verschiedenen Vorhaben. Hier versammeln sich kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen in ihrem Wirkungsbereich an einer Entwicklung der Beziehungen zwischen Kirche und Sport gelegen ist. Zugleich arbeiten sie daran, den Stellenwert des Sports in der Landeskirche zu erhöhen und die Bedeutung dieses Arbeitsbereichs sichtbar zu machen. Mit großem persönlichem Einsatz entwickeln sie praktische Ideen und arbeiten an den konzeptionellen Fragen. Der seit 2010 aktive Kreis hat wesentlich dazu beigetragen, dass dem Sport im Raum der Kirche eine zunehmende Bedeutung beigemessen wird.