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Seelsorgeausbildung für Ehrenamtliche

Ausbildung für eine verantwortungsvolle Tätigkeit

grundtext

Die Ausbildung von Ehrenamtlichen in der Seelsorge gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Lebens- und Erfahrungskompetenz von ehrenamtlich mitarbeitenden Frauen und Männern in seelsorglichen Umfeldern ist ein wertvoller Anknüpfungspunkt. In der stationären und ambulanten Krankenhausseelsorge, der Telefonseelsorge, in der Hospiz- und Palliativbegleitung, in den besuchenden Diensten der Kirchengemeinden, in der stationären und ambulanten Altenseelsorge sowie in der Notfallseelsorge ist ihre Mitwirkung nicht mehr wegzudenken.

Eine grundlegende Aus- und Weiterbildung ist Voraussetzung für diese verantwortungsvolle Tätigkeit. Zu den zentralen Elementen der pastoralpsychologisch begründeten Ausbildung gehören unter anderem die Zusammenarbeit in einer Gruppe, die Klärung der eigenen Rolle und des Auftrages, das Einüben in die seelsorgliche Gesprächsführung, die ethische und sachliche Kompetenzerweiterung in den spezifischen Seelsorgefeldern, in denen man tätig wird, die Reflexion und Erweiterung der eigenen geistlichen Kompetenz.

In der Telefonseelsorge sowie in der Hospiz- und Palliativbegleitung geschieht die Ausbildung Ehrenamtlicher bereits in spezifizierten Ausbildungsgängen. Künftig wird parallel dazu an das bewährte Ausbildungsmodell des Seelsorgedienstes im Krankenhaus (ESDK) angeknüpft und das Arbeitsfeld auf andere Seelsorgefelder in Einrichtungen und in Kirchengemeinden ausgeweitet. Derzeit entwickeln Seelsorgerinnen und Seelsorger aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen und Seelsorgelinien ein Konzept, das grundlegend sein soll für die seelsorgliche Arbeit Ehrenamtlicher. Im Jahr 2016 wird ein erstes Pilotprojekt im Zentrum für Seelsorge angeboten; geplant sind auch weitere Gruppen in Stadt und Fläche der Landeskirche. Ansprechpartnerin ist Pastorin Christiane Plöhn.

Der Grundkurs wird mit einer Zertifizierung abschließen; in Aufbaumodulen soll eine spezifische Weiterbildung für die jeweiligen Arbeitsschwerpunkte erfolgen. Gleichzeitig finden sich in diesem Arbeitsbereich Fort- und Weiterbildungsangebote für bestehende Gruppen des ESDK und für die Mitarbeitenden der EKH („Grüne Damen und Herren“) zur Unterstützung und Qualitätssicherung ihrer Arbeit. Ebenfalls gibt es eine Gesprächsplattform für Mentorinnen und Mentoren, die die Gruppen Ehrenamtlicher vor Ort begleiten, und Beratungsangebote für Gruppen und Einzelne.

Daten und Fakten

infos

Für den Ehrenamtlichen Seelsorgedienst im Krankenhaus arbeiten zurzeit acht Gruppen von Mitarbeitenden in den Städten Aurich, Celle, Gifhorn, Hannover, Osnabrück, Rotenburg, Uelzen und Walsrode.