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Ausblick

Plattdeutschbeauftragung

zukunft

‚Plattdüütsch in de Kark’ ist ein lebendiger und wichtiger Bereich in der Landeskirche Hannovers, der vielen Menschen den Zugang zur biblischen Botschaft erleichtert und außerdem viele Ehrenamtliche motiviert, sich in der Kirche zu engagieren.

Organisiert und koordiniert werden die vielfältigen Aufgaben von der Plattdeutschbeauftragten der Hannoverschen Landeskirche. Die halbe Pfarrstelle für diesen Bereich wird seit 2007 nur unter der Bedingung von der Landeskirche gefördert, dass die Arbeitsgemeinschaft ‚Plattdüütsch in de Kark’ jährlich 10.000 € für die Finanzierung der Stelle zur Verfügung stellt. Die AG hat darum regelmäßige Förderer gewonnen, die mit einem Jahresbeitrag zwischen 20 und 100 € für den Erhalt der Stelle spenden.

Da die Plattdeutschen in der Kirche und zahlreiche andere durchaus den Erfolg der Arbeit sehen, die ohne eine hauptamtliche Stelle sicher nicht zu leisten wäre, reagieren viele auf diese Regelung mit Unverständnis. Sie würden sich – auch finanziell – ein größeres Engagement der Landeskirche in diesem Bereich wünschen und unbedingt für eine langfristige Erhaltung dieser Stelle plädieren.

Für die Zukunft ist außerdem eine engere Anbindung der Beauftragtenstelle an das Evangelische Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik in Hildesheim angedacht. Hier haben erste Gespräche stattgefunden, die deutlich gemacht haben, wie viele Bezugspunkte es von ‚Kinderkirche’ über ‚Liedübertragungen’ bis hin zu ‚Gottesdiensten in einfacher Sprache’ gibt und wie sinnvoll eine Zusammenarbeit wäre. Ein erster Schritt ist damit getan, dass die Angebote von Plattdüütsch in de Kark schon in diesem Jahr mit in das Programmheft des Michaelisklosters aufgenommen wurde.

Kinder- und Familienarbeit

Die Wege, die die AG in den letzen Jahren in der Kinder- und Familienarbeit beschritten hat, sollen weiter verfolgt werden. So sind die nächsten generationsübergreifenden Freizeiten schon geplant.

Noch Ende 2013 erscheint außerdem ein von der Landeskirche Hannovers gefördertes Buch mit dem Titel ‚Kinnerkraam’. Es enthält Lieder, Anspiele, Gebete, Geschichten und Bibelerzählungen für die plattdeutsche Arbeit mit Kindern in der Kirchengemeinde und im Religionsunterricht und ist von der Plattdeutschbeauftragten zusammengestellt worden.

Weitere Buchprojekte sind in Planung. So ist das plattdeutsche Gesangbuch auch in der 3. Auflage schon wieder nahezu ausverkauft. Der Vorstand der AG denkt über eine 4. Auflage nach.

Motivation

Um jüngere Kollegen für die plattdeutsche Arbeit in den Kirchengemeinden zu gewinnen, sind die AG und der Rektor des Pastoralkollegs in Loccum darüber im Gespräch, ob sich eine strukturelle Veränderung anbietet: So wäre eine Zweiteilung denkbar, bei der die noch im Dienst stehenden Pastorinnen und Pastoren an zwei Tagen intensiv am Kolleg teilnehmen und die anderen mit mehr zeitlichen Kapazitäten die Beschäftigung mit dem jeweiligen Thema an den anderen drei Tagen fortsetzen. Hier werden weitere Verhandlungen sicher zu guten Ergebnissen führen.

Angeregt werden soll auch, dass jeder Kirchenkreis eine Plattdeutschbeauftragten / eine Plattdeutschbeauftragte benennt, die den Kontakt zur AG hält, Informationen und Material weitergibt und auch am Plattdeutschen Pastoralkolleg teilnimmt.

Projekte

Angedacht ist außerdem, Plattdeutsch in der Kirche durch größere Projekte noch deutlicher als bisher ins öffentliche Bewusstsein zu bringen; gedacht ist hier z.B. an einen großen plattdeutschen Kirchen- oder Kinderchorwettbewerb.

Zu beobachten ist insgesamt, dass der Beratungsbedarf in den Gemeinden und die Nachfrage nach Material (Predigten, Gottesdienstmodelle, Chorliteratur, Taufliturgie, Entwürfe für Jubelhochzeiten etc.) in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben.

Dass Gott Mensch geworden ist, um seinen Geschöpfen mit seinem Zuspruch und seinem Anspruch nahe zu sein, ist die Grundlage unseres christlichen Glaubens. Durch die plattdeutsche Sprache gelingt die Vermittlung zwischen Botschaft und Alltag auf verschiedenen Ebenen immer wieder überraschend gut. Diese Ressource sollte die Landeskirche Hannovers auch in Zukunft nutzen.