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Mitgliedschaftsrecht

Parochialprinzip

grundtext

Das kirchliche Mitgliedschaftsrecht ist einheitlich für alle Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Kirchenmitgliedschaftsgesetz der EKD geregelt. Voraussetzungen für die Begründung der Kirchenmitgliedschaft sind die Taufe, die Zugehörigkeit zu einem evangelischen Bekenntnis und ein Wohnsitz im Bereich einer Gliedkirche der EKD.

Das kirchliche Mitgliedschaftsrecht geht von der Ortsgemeinde aus (Paroch- ialprinzip). Jedes Kirchenglied wird daher automatisch der Kirchengemeinde des Wohnsitzes zugeordnet, d.h. es gehört zu der Kirchengemeinde und damit auch zu der Landeskirche, in deren Bereich die Hauptwohnung im Sinne des staatlichen Melderechts liegt.

Die automatische Zuordnung zur Kirchengemeinde des Wohnsitzes soll und wird auch in Zukunft den Regelfall des kirchlichen Mitgliedschaftsrechts bilden. Sie ist Ausdruck der volkskirchlichen Struktur unserer Kirche.

Außerdem können nur so die Meldedaten genutzt werden, die die Kirchen von den staatlichen Meldebehörden erhalten. Würde die Kirche ihre Kirchenglieder nach einem anderen Prinzip als nach dem Parochialprinzip zuordnen, müsste sie ein eigenes, entsprechend kostspieliges Meldewesen aufbauen.