kopf

Ausblick

Vereinfachung angestrebt

zukunft

Nach wie vor gibt es in Niedersachsen Kommunen, deren Einwohner zu mehreren Landeskirchen gehören. Auch soweit sich das Gebiet der Landeskirche auf andere Bundesländer erstreckt, verursacht dies einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand bis hin zu gesonder- ten Kirchensteuerbeschlüssen. Die Landeskirche wird zwar grundsätzlich keine Grenzveränderungen ohne Zustimmung der betroffenen Kirchengemeinden und Kirchenkreise vorneh- men. Dennoch bleiben weitergehende Veränderungen der Grenzen der Landeskirche in dem einen oder anderen Bereich wünschenswert. Mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig wird seit langem über einige Grenzveränderungen verhandelt; die Verhandlungen sind jedoch noch nicht zum Abschluss gekommen.

In diesem Bereich gibt es auch nach wie vor Gebiete, die aufgrund von Jahrzehnte alten Vereinbarungen von Pfarrämtern von der einen Landeskirche versorgt werden, obwohl sie auf dem Gebiet der anderen Landeskirche liegen. Hier muss weiter an einer Vereinfachung der Verhältnisse gearbeitet werden. Auch mit der Evangelischen Kirche von Westfalen hat es Verhandlungen gegeben, die jedoch bisher noch nicht zu Veränderungen der Grenzen geführt haben.

Die Erwartung, dass sich Grenzfragen zwischen den niedersächsischen Kirchen durch die Bildung einer ganz Niedersachsen umfassenden Landes- kirche erledigen würden, ist für die nähere Zukunft unrealistisch geworden. Das Landeskirchenamt wird sich deshalb weiterhin bemühen, im Einzelfall zu sinnvollen Lösungen zu kommen, die sowohl historisch gewachsene Bin- dungen als auch pragmatische Erfordernisse berücksichtigen.