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Findbücher

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Für alle Kirchengemeinden und Kirchenkreise, die über Schriftgut verfügen, das älter als vierzig Jahre ist, bemüht sich das Landeskirchliche Archiv, Findbücher anzulegen. Das Archivgut der Kirchengemeinden und Kirchenkreise ist inzwischen in 1.120 Findbüchern erfasst, der Großteil von ihnen ist noch traditionell mit Schreibmaschine geschrieben. Die im Landeskirchlichen Archiv verwahrten Bestände sind dagegen schon zum größten Teil in elektronischen Datenbanken nachgewiesen; so können die in jüngster Zeit angelegten Findbücher des Landeskirchlichen Archivs auch über das Internet unter www.archivportal.niedersachsen.de recherchiert werden, soweit nicht aufgrund des Datenschutzes noch Sperrfristen auf dem Archivgut liegen. Der im Landeskirchlichen Archiv verwahrte Bestand an Fotos und Bildern mit mehr als 30.000 Dokumenten ist in einer eigenen Datenbank erfasst, die langfristig auch den Zugriff auf das Bildmaterial der landeskirchlichen Ämter für Bau- und Kunstpflege sowie des landeskirchlichen Kunstreferats ermöglichen wird.

Die Zusammenlegung von Kirchengemeinden und Kirchenkreise, die aufgrund des Rückgangs von Kirchenmitgliedern erforderlich ist, verringert die Zahl der kirchlichen Gebäude. Langfristig wird dadurch das aktuelle Schriftgut verringert, nicht jedoch das wertvolle Archivgut, das auf Dauer aufzubewahren ist. Da nach der Zusammenlegung von Kirchengemeinden und Kirchenkreisen in der Regel weniger Archivraum zur Verfügung steht, hat das Landeskirchliche Archiv 2005 die ehemaligen Ansgarkirche in Hannover-Hainholz als Magazin für das Archivgut der Kirchengemeinden und Kirchenkreise übernommen, das sonst nicht mehr sachgerecht gelagert werden kann. Inzwischen wurde Archivgut vor allem aus den Regionen übernommen, die – wie Teile des Sprengels Hildesheim-Göttingen – vom Rückgang der Gemeindegliederzahlen besonders betroffen sind.

Seit langem gibt es eine erfreuliche Kooperation mit dem Kirchenbuchamt Hannover. Dort können die Filme (Microfiches) der älteren Kirchenbücher der Kirchengemeinden eingesehen werden, die in den vergangenen Jahrzehnten vom Landeskirchlichen Archiv angefertigt wurden. Zunächst zur Sicherung der Kirchenbücher angelegt, ermöglichen die Microfiches Interessierten die Einsicht in die Kirchenbücher, ohne ein Pfarrbüro in Anspruch nehmen zu müssen; vor allem werden dadurch die wertvollen Originale geschont. In welchem Maße das Kirchbuchamt und das Landeskirchliche Archiv von Benutzern in Anspruch genommen werden, zeigt die nebenstehende Tabelle.

Kirchenbücher und Microfiches

Die Übersicht macht deutlich, in welchem Maße die Kirchenbücher bzw. Microfiches benutzt werden. Im Kirchenbuchamt sind die Genealogen die größte Benutzergruppe, während das Landeskirchliche Archiv neben internen Benutzungen (v. a. zur Pfarrerforschung und zur Baugeschichte) primär von Heimatforschern sowie Studierenden für Qualifikationsarbeiten (Magisterarbeiten, Dissertationen) aufgesucht wird.