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Ausblick Bibliotheken

Präsenz im Internet

zukunft

Die EDV hat sich in den größeren kirchlich-wissenschaftlichen Bibliotheken durchgesetzt. Erfreulicherweise nutzen die größeren landeskirchlichen Bibliotheken das System PICA des GBV (Gemeinsamen Bibliotheksverbundes) gemeinsam. Auf diese Weise wird über das Internet katalogisiert, die Benutzer können von ihrem Arbeitsplatz oder von zuhause die Kataloge einsehen, ferner lassen sich so Bücher vorbestellen und verlängern. Die Bibliotheken des Landeskirchenamts, des Predigerseminars Loccum, des Michaelisklosters Hildesheim und der Hochschule Hannover beteiligen sich außerdem am hannoverschen Online-Bibliothekssystem (HOBSY), das eine gemeinsame Darstellung des Katalogs ermöglicht und eine gemeinsame Leihkarte für die Benutzer der beteiligten Bibliotheken erstellt.

Die Präsenz im Internet, die den Komfort für Benutzerinnen und Benutzer entscheidend erhöht, hat die Aufmerksamkeit auf die kirchlich-wissenschaftlichen Bibliotheken und ihre Bestände erhöht; dadurch stieg die Zahl der Benutzungen deutlich an. In besonderem Maße gilt dies für die Bibliothek des Landeskirchenamts.

Nutzung in der gesamten Landeskirche

Die nebenstehende Tabelle mit den Zahlen der Bibliotheksnutzung zeigt, dass die Bibliothek des Landeskirchenamts nicht mehr nur von den Angehörigen des Landeskirchenamts, sondern von Interessierten aus der gesamten Landeskirche benutzt wird. Dazu gehört auch ein Versandservice für Benutzer außerhalb Hannovers. Da der Magazinraum im Landeskirchenamt nicht mehr ausreicht, muss seit einiger Zeit schon Magazinraum in den Außenmagazinen des Landeskirchlichen Archivs in Anspruch genommen werden; hier ist v. a. ältere Literatur aufgestellt, die dann jeweils herantransportiert werden muss. In einem solchen Außenmagazin befindet sich auch der historische Altbestand des Predigerseminars Hildesheim, dessen Kern die Bibliotheken der 1680 gegründeten Neustädter Kirche Hannover und des 1818 gegründeten Predigerseminars Hannover sind. Es ist allerdings noch nicht gelungen, diesen besonders wertvollen Bestand im elektronischen Katalog nachzuweisen.

Kooperative Arbeit

Es ist auch noch nicht gelungen, die beiden Teilbibliotheken des Predigerseminars Loccum zusammenzuführen, wegen des Raummangels im Kloster ist die Bibliothek des früheren Predigerseminars Celle noch in Celle in den Räumen des ehemaligen Predigerseminars aufgestellt. Da die dort vorhandenen Bücher aber von den Vikarinnen und Vikaren ebenso wie von den Prüferinnen und Prüfern benötigt werden, arbeitet in Celle eine Bibliothekarin stundenweise, um dort die Ausleihe zu ermöglichen.

Die Planungen für eine Erweiterung der Bibliotheksräume in Loccum haben inzwischen begonnen, die Integration der beiden Teilbestände wird in den kommenden Jahren eine besondere Herausforderung sein.

Kooperative Arbeit, etwa beim Erwerb von Medien und v.a. bei der Katalogisierung, steigert die Effizienz der bibliothekarischen Arbeit erheblich. Im Rahmen des Verbandes kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken in der EKD beteiligen sich einige landeskirchliche Bibliotheken am Virtuellen Katalog Theologie und Kirche. Damit öffnen sie sich intensiv den neuen elektronischen Medien, die für alle Bibliotheken eine besondere Herausforderung sind. Während die Zahl der von den kirchlichen Bibliotheken verwalteten E-Books noch klein ist, verfügt v. a. die Bibliothek des Landeskirchenamts über eine größere Zahl elektronischer Periodika. Diese Bibliothek verbreitet auch jetzt schon die Inhaltsverzeichnisse einiger Zeitschriften und ihre Liste der Neuerwerbungen auf elektronischem Wege. Darüber hinaus bereitet sie die Digitalisierung ihres hochwertigen Spezialbestandes an „grauer Literatur“ zum Kirchenkampf und zur kirchlichen Arbeit in der NS-Zeit vor. Dennoch ist auch langfristig noch mit einem Nebeneinander traditioneller Medien (Bücher, Zeitschriften, Loseblattsammlungen) und elektronischer Medien (Internet, CDs) zu rechnen.