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Ämter für Bau- und Kunstpflege

Beratung und Betreuung von Bauaufgaben

grundtext

Auf dem Gebiet der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers sind als dem Landeskirchenamt in Hannover unmittelbar angegliederte Dienststellen fünf Ämter für Bau- und Kunstpflege mit Standorten in Celle (mit einer Außenstelle in Lüneburg), Hannover, Hildesheim (mit einer Außenstelle in Göttingen), Osnabrück (mit einer Außenstelle in Aurich) und Verden (mit einer Außenstelle in Bremerhaven) angesiedelt.

Die Ämter für Bau- und Kunstpflege verfügen derzeit über eine Personalausstattung von 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Davon sind 41 Personen als Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure bzw. Technikerinnen und Techniker beschäftigt. Die Dienst- und Fachaufsicht über die Ämter für Bau- und Kunstpflege wird vom Landeskirchenamt wahrgenommen; die Fachaufsicht obliegt dabei der landeskirchlichen Baudirektion.

Einzelheiten über die Struktur, Organisation und die Aufgaben der Ämter für Bau- und Kunstpflege sind in der Dienstanweisung für die Ämter für Bau- und Kunstpflege in Verbindung mit der Rechtsverordnung für die kirchliche Bau-, Kunst- und Denkmalpflege und den zugehörigen Durchführungsbestimmungen geregelt. Neben der Wahrnehmung von Aufgaben der Denkmalpflege, die der Landeskirche durch den Staatskirchenvertrag von 1955 (Loccumer Vertrag) vom Land Niedersachsen übertragen wurden, sind die Ämter für Bau- und Kunstpflege für die Beratung und Betreuung von Bauaufgaben der Landeskirche sowie der zugehörigen Kirchenkreise und Kirchengemeinden zuständig.

Während die Ämter für Bau- und Kunstpflege in früherer Zeit für sämtliche Bauaufgaben an allen kirchlichen Gebäuden im Bereich der Landeskirche verantwortlich waren, wurde der Zuständigkeitskatalog im Zusammenhang mit einer Neustrukturierung der Baufachverwaltung im Jahre 1997, verbunden mit einer Verringerung des Personalbestandes um 30 %, deutlich reduziert.

Gleichzeitig erfolgte die Auflösung des Landeskirchlichen Amtes für Bau- und Kunstpflege mit seiner Zentrale in Hannover und jeweils Außenstellen in den einzelnen Sprengeln. Neu eingerichtet wurden fünf regionale Ämter für Bau- und Kunstpflege mit je einer auswärtigen Abteilung und zur Koordi- nation im Landeskirchenamt die Stelle eines landeskirchlichen Baudirektors, einer landeskirchlichen Baudirektorin geschaffen.

Seit dieser Zeit sind die Ämter für Bau- und Kunstpflege neben den Aufgaben der Denkmalpflege grundsätzlich nur noch für die Betreuung von Bauaufgaben an Sakralgebäuden zuständig. Die Baubetreuung von „Profanbauten“ (Pfarrhäuser, Gemeindehäuser etc.) soll nur noch dann erfolgen, wenn den Bauämtern dafür Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Im Rahmen der Umsetzung der Kürzungsvorgaben des Aktenstückes 98 der 23. Landessynode erfolgte in den Jahren 2005/2006 eine weitere Kürzung des Stellenbestandes der Ämter für Bau- und Kunstpflege um 15 %. Eine Kompensation für die Kürzungen im Stellenbestand der Ämter für Bau- und Kunstpflege zugunsten der Kirchenkreise und Kirchengemeinden, denen danach sukzessive die Verantwortung für die Wahrnehmung von Bauaufgaben für die Profangebäude zugefallen ist, ist nicht erfolgt.