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Baupflege und Baufinanzierung

Bauunterhaltung

grundtext

Die kirchlichen Körperschaften sind Eigentümer von ca. 7.965 Gebäuden (Stand 31.12.2013), davon sind ca. 1.660 Kirchen und Kapellen, ca. 1.167 Pfarrhäuser so- wie 1.279 Gemeindehäuser und –zentren.

Es ist davon auszugehen, dass etwa ein Drittel des Gesamt-Gebäudebestandes Baudenkmale sind. Die Kirchengemeinden als Eigentümer der Gebäude sind selbst für die Bauunterhaltung, Instandsetzung und Bewirtschaftung verantwortlich. Sie werden dafür auf Antrag von den Kirchenkreisen aus den Mitteln der Gesamtzuweisung mit finanziellen Mitteln ausgestattet.

Aus landeskirchlichen Haushaltsmitteln können für konkrete Vorhaben Einzelzuweisungen gewährt werden, diese Mittel stehen jedoch nur für die Instandsetzung von Sakralgebäuden und für Neubauvorhaben zur Verfügung. Für die Instandsetzung von Kirchen und Kapellen sowie gottesdienstlichen Räumen stehen pro Jahr durchschnittlich etwa 15 Millionen Euro zur Verfügung. Bezuschusst werden lediglich Substanz erhaltende Maßnahmen; Innenrenovierungen oder Heizungserneuerungen müssen örtlich finanziert werden.

Die Förderung erfolgt nach einem besonderen Verfahren, das auf der Meldung der dringlichsten Vorhaben durch die Kirchenkreise an die Landeskirche basiert. Der Mitteilung durch die Kirchenkreise soll eine Abstimmung mit dem jeweils zuständigen Amt für Bau- und Kunstpflege vorausgegangen sein.

Aus den gemeldeten Maßnahmen wird – immer im Spätsommer eines Jahres – eine Prioritätenliste mit den dringlichsten Substanzerhaltungsmaßnahmen aufgestellt. Im Folgejahr werden die Maßnahmen dann durchgeführt.

Besonders an Bedeutung gewonnen hat die Bereitstellung von landeskirchlichen Neubauzuschüssen. Pro Jahr stehen hier etwa 2 Millionen Euro für Vorhaben in der ganzen Landeskirche zur Verfügung.

Die Bezuschussung einzelner Vorhaben aus landeskirchlichen Neubaumitteln ist im Wesentlichen nur dann möglich, wenn vorhandene Überhangflächen oder überzählige Gebäude abgebaut bzw. reduziert werden. Die Bereitstellung von Neubaumitteln hat insbesondere im Zuge der Gebäudemanagementüberlegungen der Kirchengemeinden zugenommen.