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Nutzung

Verpachtung

grundtext

Der unbebaute Grundbesitz ist überwiegend zur landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Nutzung verpachtet (ca. 37.000 ha). Die Pachtflächen konnten in der Regel zu angemessenen Pachtzinsen verpachtet werden.

Um die dauerhafte Verpachtbarkeit der landwirtschaftlichen Flächen zu sichern, sind bei Abschluss von Pachtverträgen zusätzliche Vereinbarungen mit den Pächtern getroffen worden, die nach Ablauf der Pachtzeit eine Übertragung der mit den kirchlichen Flächen entstandenen Zahlungsansprüche auf die künftigen Pächter zur Folge haben.

Diese zusätzlichen Vereinbarungen tragen ebenso wie die früheren Vereinbarungen zum Erhalt der Produktionsberechtigungen (Milch, Zuckerrüben) dazu bei, dass die Pachtflächen auch für künftige Pächter interessant bleiben.

Seit 2014/15 bestehen neue Regelungen im Rahmen der Reform des Agrarmarktes. Durch die Aktualisierung des Pachtvertragsmusters wurden u.a. diese Regelungen aufgenommen, um sicherzustellen, dass die Flächen bei einem Pächterwechsel auch für Nachfolgepächter attraktiv bleiben.

Der Anbau nachwachsender Rohstoffe und die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen zur Energiegewinnung haben zunehmend an Bedeutung gewonnen und zu einer verstärkten Nachfrage nach Pachtland geführt. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass der landwirtschaftlich genutzte Grundbesitz auch künftig zu angemessenen Bedingungen verpachtet werden kann.

Aufteilung des kirchlichen Grundbesitzes

  • Bebaute Grundstück: ca. 973 ha
  • Erbbaurechte: ca. 190 ha
  • Friedhöfe: ca. 1.123 ha
  • unbebaute Grundstücke: 42.928 ha

Sonstige Nutzungen:

Neben der Verpachtung zur land- und gärtnerischen Nutzung werden kirchliche Grundstücke auch für vielfältige andere Nutzungen zur Verfügung gestellt, so u. a. zur Errichtung von Windenergieanlagen, für Mobilfunkanlagen, Sport- und Spielplätze, Grünanlagen.

Für viele Nutzungen stellt das Landeskirchenamt Musterverträge zur Verfügung, die sicherstellen, dass die Interessen der Kirchengemeinden gewahrt sind. Insbesondere bei in der Öffentlichkeit umstrittenen Nutzungen ist es wichtig, die Entscheidungsprozesse möglichst transparent zu gestalten. Für die kirchenkaufsichtliche Genehmigung derartiger Nutzungsverträge sind die Kirchenkreisvorstände zuständig. Eine Ausnahme besteht für die Genehmigung von Verträgen über die Erichtung von Windenergie- und Mobilfunkanlagen, hier ist für die Genehmigung das Landeskirchenamt zuständig.

Erbbaurechte

Die Bestellung neuer Erbbaurechten ist weiterhin rückläufig. Ursachen hierfür sind die Bestrebungen der politischen Gemeinden, Bauland nur noch unerschlossen an Bauträger zu veräußern und das niedrige Zinsniveau auf dem Kapitalmarkt.

Insgesamt haben die Kirchengemeinden ca. 1.800 Erbbaurechte bestellt.