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Veränderungen

Veräußerungen

grundtext

Auch in diesem Berichtszeitraum hat es vielfältige Veränderungen im Bestand des kirchlichen Grundbesitzes gegeben. Insbesondere hat die Veräußerung von für die kirchliche Arbeit nicht mehr benötigter Gebäuden zugenommen. In den Jahren 2007 – 2014 sind Grundstücke in Größe von insgesamt 607 ha veräußert worden. Dabei sind Verkaufserlöse von zusammen 107,9 Mio. € erzielt worden. Diese Erlöse wurden wie folgt verwendet:

  • 35 Mio. € Freigabe für besondere örtliche Zwecke, insbesondere Finanzierung von Baumaßnahmen und Anlage in unselbständige Stiftungen,
  • 12,7 Mio. € Anlage im Pfarrbesoldungsfonds,
  • 17,8 Mio. € Erwerb von Ersatzland (ca. 765 ha) und
  • 1,3 Mio. € Anlage in Kapital- und Immobilienfonds (vgl. Grafik).

Diese Zahlen machen deutlich, dass neben den laufenden Erträgen aus Vermietung und Verpachtung auch nicht unerhebliche Einnahmen durch die Veräußerung von Grundbesitz erzielt werden, wobei in den letzten Jahren ein großer Anteil der Verkaufserlöse auf die Veräußerung bebauter Grundstücke entfällt.

Diese Veräußerungserlöse werden zu einem wesentlichen Anteil mit zur Fi-nanzierung besonderer örtlicher Maßnahmen verwendet. Ohne diese Veräußerungserlöse wären viele Baumaßnahmen nicht möglich gewesen. Durch die Änderung der Bestimmungen über die Verwaltung des kirchlichen Grundbesitzes (vgl. Ziff. 4.) ist darüber hinaus auch die Möglichkeit eröffnet worden, Verkaufserlöse in kirchliche unselbständige Stiftungen zur Finanzierung von Bau- und/oder Personalkosten einzubringen.

Damit diese Möglichkeiten der Erzielung von Veräußerungserlösen auch künftig erhalten bleiben, ist es wichtig, dass der durch Veräußerungen eintretende Substanzverlust am Grundvermögen durch einen angemessenen Ersatzlanderwerb wieder ausgeglichen wird, damit auch weiterhin ausreichend Grundvermögen vorhanden ist, das in eine höherwertige Qualität (Wohn-, Gewerbebauland usw.) hineinwächst.

Neben dem Ersatzlanderwerb bleibt es im Interesse der Risikoverteilung bei der Vermögensanlage wichtig, Veräußerungserlöse auch anderweitig wertbeständig anzulegen (Erwerb von Anteilen an Immobilien- oder gemischten Fonds). Erlöse aus der Veräußerung von Grundstücken der Pfarrdotation, die nicht zum Ersatzlanderwerb verwendet werden, werden im Pfarrbesoldungsfonds angelegt. Von dieser Möglichkeit wird von den Kirchengemeinden zunehmend Gebrauch gemacht.