kopf

Haushaltsentwicklung und mittelfristige Finanzplanung

Erträge und Aufwendungen

grundtext

Im landeskirchlichen Haushalt sind die landeskirchlichen Erträge und die landeskirchlichen Aufwendungen verbucht. Kirchenkreise, Kirchenkreisverbände, Kirchengemeinden und kirchliche Stiftungen verfügen über eigene selbständige Haushalte, die von den jeweiligen Gremien eigenständig beschlossen und verantwortet werden. Insgesamt gibt es im Bereich der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers rd. 1.600 Haushalte, die das kirchliche Haushaltsrecht anwenden, aber nicht von der Landeskirche gesteuert werden können.

Gemäß Artikel 76 der Kirchenverfassung werden die Haushaltspläne der Landeskirche von der Landessynode festgestellt. Die Entwürfe werden vom Landeskirchenamt nach Beratung mit dem Landessynodalausschuss und dem Finanzausschuss aufgestellt. Nach Feststellung der Haushaltspläne werden diese allen Kirchenkreisen zur Unterrichtung der örtlichen Gremien sowie für Interessierte zur Einsichtnahme übersandt. Darüber hinaus wird eine Kurzfassung des Haushaltsplanes im Kirchlichen Amtsblatt veröffentlicht.

Die Haushaltspläne der Landeskirche werden jeweils für zwei Jahre, mit getrennten Ansätzen für jedes Jahr, aufgestellt. Dieses Verfahren hat sich über Jahre bewährt. Es erspart erheblichen Verwaltungsaufwand.

Ab dem Haushaltsjahr 2012 gilt für die Landeskirche ein neues Haushaltsrecht (KonfHODoppik vom 2. Juli 2012, Kirchl. Amtsbl. S. 195) mit dem der kamerale durch den doppischen Rechnungsstil ersetzt wird. Damit gelten für die Landeskirche im wesentlichen die Regelungen des kaufmännischen Rechnungswesens. Deshalb hat die Landeskirche für 2012 erstmals eine landeskirchliche Bilanz vorgelegt, in der das gesamte Vermögen und die Schulden sowie ein periodengerechter Ressourcenverbrauch in einem geschlossenen Rechnungswesen dargestellt sind. Zudem wird der doppische Rechnungsstil den Wechsel von der kirchlichen Inputsteuerung zu einer kirchlichen Output-Steuerung ermöglichen.