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Diakone und Diakoninnen

Berufsfeld mit großer Vielfalt

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Diakone und Diakoninnen sind nach dem Verständnis unserer Landeskirche berufliche Mitarbeitende, die mit einer entsprechenden qualifizierten Ausbildung professionell in unterschiedlichen diakonisch-pädagogischen Arbeitsfeldern tätig werden können. Sie haben Teil am Amt der Verkündigung. Grundlage für ihren Einsatz ist die Rechtsverordnung über Ausbildung und Dienst der Diakonin und des Diakons (Diakonenverordnung - DiakVO -).

An der Fakultät 5 („Religionspädagogik und Soziale Arbeit“, ehemalige Evangelische Fachhochschule Hannovers) der Hochschule Hannovers (HS) werden unterschiedliche Studiengänge angeboten, die für den Dienst in kirchlichen und diakonischen Arbeitsfeldern qualifizieren. Das Studium „Religionspädagogik und Soziale Arbeit“ führt inzwischen zu einer doppelten Qualifikation.

Studierende erwerben einen Bachelorabschluss in Religionspädagogik und gleichzeitig in sozialer Arbeit. Absolventen haben nach abgeschlossenem Studium die Möglichkeit, sich zum Diakon bzw. zur Diakonin für die Arbeit in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen oder in Bereichen der Sozialen Arbeit insbesondere in diakonischen Werken und Einrichtungen einsegnen zu lassen. Berufsbegleitende Ausbildungen bzw. Studiengänge sind aktuell kaum vorhanden. Sie könnten angesichts des zu erwartenden Nachwuchsmangels zukünftig verstärkt nötig werden.

Diakonisch-(gemeinde)pädagogisch Mitarbeitende mit entsprechender qualifizierter Ausbildung nehmen im Rahmen ihres besonderen Dienstauftrages an der Verkündigung des Wortes Gottes und an der Gestaltung des gemeindlichen Lebens teil (Kommunikation des Evangeliums). Sie sind in ihrem dienstlichen Handeln an das evangelisch-lutherische Bekenntnis gebunden. Daher segnen wir die entsprechend ausgebildeten Mitarbeitenden zu Diakonen und Diakoninnen ein.

Die Berufsfelder von Diakonen und Diakoninnen sind von einer großen Vielfalt geprägt. Die Adressaten ihrer Arbeit sind unterschiedliche Zielgruppen in der Spanne von Lebenslaufbezug über Institutionsbezug, Geschlecht, Milieu und Lebenslagen bis hin zu Adressaten in spezifischen Situationen.

Sie umfassen das gesamte Spektrum, allerdings mit einem erkennbaren Schwerpunkt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen ihres speziellen Dienstes haben Diakone und Diakoninnen Teil am Amt der Verkündigung und gestalten das geistliche Leben in Gruppen oder durch zielgruppenbezogene Andachten und Gottesdienste, sowie in missionarischen Arbeitsfeldern.

Die Kernaktivitäten dieser Berufsgruppe sind zum einen bildungsbezogene Aktivitäten wie Konfirmandenarbeit, Seminare, Schulungen, Fortbildungen, aber auch diakonisch-unterstützende Aktivitäten, seelsorgerliche und lebensbegleitende Aufgaben.

Diakone und Diakoninnen sind teilweise in der offenen Arbeit, dann vor allem mit Jugendlichen tätig. Eine Grundkompetenz von Diakonen und Diakoninnen ist die vernetzende Arbeit in kirchlichen, kommunalen, jugendpolitischen Gremien und im überregionalen Bereich von Kirche, Jugendarbeit und Jugendhilfe. Sie entwickeln Konzepte für ihre Arbeit. Sie gewinnen, begleiten, qualifizieren und unterstützen Ehrenamtliche.

Arbeitsformen sind die Arbeit mit Gruppen und Einzelnen, Freizeiten, Seminare, Feste, Großveranstaltungen und Gemeindeveranstaltungen im weitesten Sinne.

Insbesondere durch Personalstellen, die durch Mittel der Nachwuchsförderung finanziert werden, entstehen Aufgabenfelder mit besonderen Profilen in Schnittstellenbereichen zwischen Schule und Kirche, aber auch in gemeinwesenorientierten Arbeitsfeldern. Die doppelte Qualifikation in Religionspädagogik und Sozialer Arbeit ist für diese Arbeitsfelder besonders förderlich.

N. N.
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