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Kirchenämter

Breit gefächerte Beratungs- und Verwaltungsdienstleistungen

grundtext

Die Kirchenämter stellen die zentrale Verwaltungsstelle auf der Kirchenkreis-Ebene dar. Sie stehen in der Trägerschaft von Kirchenkreisen oder Kirchenkreis- verbänden. Gemäß § 67 Abs. 1 der Kirchenkreis- ordnung (KKO, vgl. RS 13 A - www.kirchenrecht-evlka.de/showdocument/id/20836) unterstützen sie den Kirchenkreistag, den Kirchenkreisvorstand und die Kirchenvorstände in der Vorbereitung und Ausführung ihrer Beschlüsse und bei der Führung der täglichen Geschäfte. Konkret wirken die Kirchenämter u. a. bei der Geld- und Vermögensverwaltung, der Aufstellung und Ausführung der Haushaltspläne, bei der Verwaltung von Kindertagesstätten, der Bau- und Grundstücksverwaltung und bei der Personalverwaltung mit.

Über diese schon umfangreiche Verwaltungshilfe hinaus können sowohl die Kirchenkreisvorstände als auch die Kirchenvorstände das Kirchenamt be- auftragen, für sie die Geschäfte der laufenden Verwaltung zu erledigen. Das sind die Aufgaben des Verwaltungsvollzuges und regelmäßig wiederkeh- rende Rechtsgeschäfte sowie sonstige Vorgänge, die für den Kirchenkreis bzw. die Kirchengemeinde sachlich und finanziell nicht von grundsätzlicher Bedeutung sind.

Dem Kirchenamt obliegt eine rechtliche Prüfung der Beschlüsse (§ 64 Abs. 2 KGO bzw. § 68 KKO). Erhebt es Bedenken gegen deren Rechtmäßigkeit, dürfen die Beschlüsse bis zur Prüfung und Entscheidung durch den Kirchen- kreisvorstand bzw. das Landeskirchenamt nicht durchgeführt werden.

Die Arbeit der Kirchenämter ist breit gefächert und mit viel Beratungs- und weiteren Verwaltungsdienstleistungen verbunden.

Die Kirchenämter werden sowohl aus Zuweisungsmitteln der Landeskirche, vermehrt aber auch aus Einnahmen aus Verwaltungskostenumlagen finan- ziert. Durch die laufende Verwaltungsstrukturreform reduziert sich die Anzahl der Ämter erheblich. In der Folge werden sie in der Regel für mehrere Kir- chenkreise zuständig sein.