kopf

Rückblick

Aufgaben

vergangen

Ein Schwerpunkt der Tätigkeit des Arbeitsfeldes ist die telefonische Beratung von anfragenden Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern. Kleine Sachfragen („Wie müssen die Protokolle geschrieben werden?“) und große Strukturfragen („Was müssen wir tun, wenn die Pfarrstelle vakant wird?“) tauchen dabei auf.
In Einzelfällen werden aus Telefon-Anfragen auch umfangreiche Beratungsprozesse.
Zunehmende Bedeutung erlangt auch die Beratung über das Internetportal „gemeinde-leiten.de“

Im Beratungszusammenhang muss auch die Vermittlung von Coaching oder Supervision gesehen werden. Dieses Angebot der Landeskirche wurde im Jahr 2008 entwickelt und wird für Ehrenamtliche in Leitungsgremien vorgehalten. Als SupervisorInnen und Coaches sind fast ausnahmslos ausgebildete kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, die eine genehmigte Nebentätigkeit haben und/oder teilzeitbeschäftigt sind.
Die Wirksamkeit dieser intensiven Beratungsform ist deutlich spürbar und so ist es nicht verwunderlich, dass zunehmend eine Nachfrage nach Coaching besteht.
Das Arbeitsfeld Gemeindeleitung ist – allerdings nur weitervermittelnd – tätig, wenn Kirchenvorstände eine Mediation in Streitfällen wünschen. Hier hat sich eine enge Kooperation mit dem landeskirchlichen Netzwerk Mediation entwickelt.

Als sehr positiv hat sich herausgestellt, dass die organisatorische Nähe zur Gemeindeberatung/Organisationsentwicklung (ebenfalls Fachbereich 1) die Beratungen von Kirchengemeinden erheblich erleichtert. Es ergeben sich Synergien durch die thematische Nähe der beteiligten Einrichtungen.

Seit Mitte 2012 werden vom Arbeitsfeld auch ehrenamtliche Kirchenvorstandsfachberaterinnen und – fachberater an Anfragende vermittelt. Hier soll zukünftig eine eher kollegiale Beratung durch kundige und erfahrene Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen erfolgen. Die für diese Aufgabe angesprochenen Ehrenamtlichen erhalten für ihre Tätigkeit eine Ausbildung durch einen Referenten des Arbeitsfeldes und einen Lehrcoach. 

Veröffentlichungen

Seit Mitte 2012 werden vom Arbeitsfeld auch ehrenamtliche Kirchenvorstandsfachberaterinnen und – fachberater an Anfragende vermittelt. Hier soll zukünftig eine eher kollegiale Beratung durch kundige und erfahrene Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen erfolgen. Die für diese Aufgabe angesprochenen Ehrenamtlichen erhalten für ihre Tätigkeit eine Ausbildung durch einen Referenten des Arbeitsfeldes und einen Lehrcoach.

Das Arbeitsfeld Gemeindeleitung veröffentlicht je nach Thema und Bedarf Arbeitshilfen und Material zur Unterstützung der Arbeit in Kirchenvorständen.
So entstand im Jahr 2010 in Kooperation mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD (SI) eine Handreichung zur Milieuwahrnehmung in der Kirchengemeinde. Dieses Heft „Das Blickfeld erweitern“ entwirft ausgehend von Forschungsergebnissen des SI Möglichkeiten, wie Kirchenvorstände neue Personengruppen in den Blick nehmen können und Potenziale erweitern.

Auch die Broschüre „WWW Wissen.würdigen.weitergeben“ dient Kirchenvorständen in Übergabesituationen. 

Arbeitsfelder und Kooperationen

Weitere Ergebnisse der Strategiereflexion im Fachbereich haben dazu geführt, dass aus dem Arbeitsfeld Gemeindeleitung die „Qualitätsentwicklung in Kirchengemeinden“ zunächst als Projekt, mittlerweile als eigenständiges Arbeitsfeld erwuchs.
Neu ist eine kreative Kooperation zwischen mehreren Beratungsformaten der Landeskirche (Gemeindeberatung, Fundraising, Missionarische Dienste, Qualitätsentwicklung, Arbeitsfeld Ehrenamt und Arbeitsfeld Gemeindeleitung). Aus dieser Kooperation entwickelt sich gegenwärtig ein niederschwelliges Angebot zur Gemeindeentwicklung unter dem Arbeitstitel „Wandelwerk“, das ausgehend von einer Internetplattform Kirchengemeinden die nötigen Veränderungsschritte zeigen will.
Auch für diesen Arbeitskreis hat das Arbeitsfeld koordinierende Funktion.
Im Wesentlichen geht es mit dieser Initiative – wie mit vielen anderen – um die Entwicklung von zukunftsweisenden Angeboten für die Gemeinde- bzw. Kirchenvorstandsarbeit.

Als erfolgreiches Kooperationsprojekt hat sich mittlerweile die Ausbildung von Gemeindekuratorinnen und Gemeindekuratoren etabliert.
Im Jahr 2008 wurde dieses Projekt gemeinsam mit der Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig begonnen. Mittlerweile sind in drei Kursen ca. 50 Ehrenamtliche ausgebildet und ca. 40 davon in ihren Gemeinden als Kuratorinnen oder Kuratoren eingesetzt.
Das dafür entwickelte Curriculum wird mit Interesse auch von anderen Landeskirchen wahrgenommen.

Vom Arbeitsfeld werden Fortbildungen für Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher angeboten. Es zeigt sich allerdings ein Trend zu eher individueller, situationsorientierter Beratung statt einer Einzel-Fortbildung. Klausurtagungen mit Fortbildungsanteilen werden allerdings vermehrt wahrgenommen.

Das Arbeitsfeld ist zuständig für die Veröffentlichung eines übergreifenden Fortbildungs-, Beratungs-, Veranstaltungskalenders (erscheint halbjährlich). Darin versammelt sind nahezu alle Fortbildungsstätten innerhalb der Landeskirche

Das Arbeitsfeld versendet die Zeitschrift „Gemeinde Leiten“ an alle Kirchenvorstände innerhalb der Landeskirche(4 x jährlich). Die Referenten des Arbeitsfeldes sind als Redakteure bzw. als Mitherausgeber an der Erstellung dieser landeskirchenübergreifenden Zeitschrift beteiligt. Die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher erhalten dadurch aktuelle Informationen und Impulse für Ihre Arbeit. Die Kosten trägt die Landeskirche zentral.

Bezuschussung von KV-Arbeit

Im Zuge der Kirchenvorstandswahlen 2012 hatte die Landeskirche den Kirchengemeinden Finanzhilfen zur Verfügung gestellt, um Kirchenvorständen die Möglichkeit zu erleichtern, bei Klausurtagungen die eigene Arbeit zu reflektieren und zu profilieren. Ursprünglich sollte diese Unterstützung mit Ablauf des Jahres 2012 enden. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen („Endlich hatten wir mal ausreichend Zeit, die großen Fragen unserer Gemeinde zu besprechen!“) haben eine Weiterführung dieser Bezuschussung begründet. Ein Verfahren zur einfachen Abwicklung der Anträge und Auszahlung wurde vom Arbeitsfeld Gemeindeleitung dafür entwickelt.
In denselben Zusammenhang gehört auch die langjährige Zusammenarbeit mit der Heimvolkshochschule Loccum. Das dort angebotene Bildungsformat „In Kirche kompetent leiten“ wird für die ehrenamtlich Teilnehmenden ebenfalls gefördert.

Kollegialer Austausch von Kirchenkreistagsvorsitzenden

Das Arbeitsfeld organisiert die jährliche Tagung sowie einen weiteren Studientag der Kirchenkreistagsvorsitzenden. Beides dient dem Austausch und der Information und findet eine große Resonanz bei den überwiegend ehrenamtlichen Leitungspersonen.
Gerade im Gefolge der kirchenpolitischen Entscheidungen der vergangenen Jahre, die Finanz- und Personalhoheit den Kirchenkreisen zu übertragen, hat sich die Bedeutung der Kirchenkreistage deutlich erhöht. Dieser Prozess der Kompetenzerweiterung ist noch nicht bei allen Akteuren in seiner gesamten Auswirkung vollzogen. Umso bedeutsamer ist darum die Möglichkeit für Kirchenkreistagsvorsitzende, sich regelmäßig fachlich und kollegial auszutauschen.