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Ausblick

Landessynode ermöglicht Qualitätsentwicklung in Kirchengemeinden und Regionen als Angebot der Landeskirche für zunächst fünf Jahre

zukunft

Die Synode der Hannoverschen Landeskirche hat in der Sommersynode 2012 über die Ergebnisse des Pilotprojekts beraten und sich für eine Fortführung und Ausweitung ausgesprochen. In der Herbstsynode 2012 wurde der Haushalt für eine Fortsetzung des Ansatzes als Projekt beschlossen.

Für zunächst fünf Jahre, bis ins Jahr 2017, hat das Haus kirchlicher Dienste das Arbeitsfeld Qualitätsentwicklung in Kirchengemeinden und Regionen als unterstützendes Angebot der Landeskirche für Kirchengemeinden und Regionen eingerichtet.

Aus den Erkenntnissen der Pilotphase resultierten einige Veränderungen:

  • Das Handbuch wurde überarbeitet: Von der noch einfacheren Darstellung des Grundansatzes über die Verfeinerung einiger Methodenerklärungen, bis hin zur Ergänzung des Handbuchs um viele praktische Beispiele – die nun ja reichlich vorliegen.
  • Insbesondere der Zeitfaktor war für die QE-Teams belastend. Daraus resultierte die Entscheidung des Lenkungskreises, den Zeitraum, in dem teilnehmende Gemeinden/Regionen zwölf verbindliche Schritte der Qualitätsentwicklung umsetzen, von anderthalb auf zwei Jahre auszudehnen.
  • Die Durchführung zentraler Veranstaltungen hat sich als gut erwiesen. Für die Zukunft werden zusätzlich inhaltliche Thementage angeboten, die auch für andere Teilnehmende geöffnet werden, die sich mit Qualitätsentwicklung in Kirchengemeinden befassen.
  • Um eine Ausweitung in die Fläche umsetzen zu können, wurde ein Team von Beratern/Beraterinnen für die Begleitung vor Ort qualifiziert. Hierzu gehören Gemeindeberater/innen und auch Teilnehmende des Pilotprojekts.

Herausforderungen

In den Jahren 2013 bis 2017 werden maximal bis zu 40 Kirchengemeinden und Regionen einen rund zweijährigen Qualitätsentwicklungsprozess durchlaufen, in dem sie intensiv angeleitet und begleitet werden. Die Gemeinden/Regionen bewerben sich um die Teilnahme am Projekt. Insgesamt soll ein Querschnitt der Vielfalt der Kirchengemeinden/Regionen der Hannoverschen Landeskirche erreicht werden.

Außerdem sind in diesem Zeitraum folgende grundsätzliche Fragestellungen zu bearbeiten:

QE und Visitation:

Wie lassen sich Qualitätsentwicklung und Visitation sinnvoll miteinander verknüpfen? In welcher Reihenfolge werden Visitation und QE für die Gemeinden/Regionen besonders wirkungsvoll? Was sollte hingegen vermieden werden?

Welche unterstützenden Angebote für Superintendenten/Superintendentinnen sind zu entwickeln, die die Grundhaltungen und Methoden der Qualitätsentwicklung vermitteln?
Wie lassen sich QE und Kirchenkreis-Visitationen verbinden?
Wie kann eine Qualitätsentwicklung der Visitation aussehen?

QE und Kirchenkreise:

Lässt sich QE sinnvoll und nutzbringend auf Kirchenkreise übertragen? Wenn ja: wie genau? Wie ist dann die Schnittstelle zu den Konzeptionen der Kirchenkreise zu den Grundstandards zu gestalten?

QE und Nachhaltigkeit:

Was benötigen Kirchengemeinden/Regionen, die am zweijährigen Projektlauf teilgenommen haben, um QE nachhaltig in die Gemeindearbeit zu integrieren? Sind die Thementage hierfür das passende Angebot? Oder ist ein jährlicher QE-Auffrischungs-Tag in den einzelnen Gemeinden und Regionen (als externes Audit vor Ort) unerlässlich, um eine echte Kontinuität zu bewirken?

Einstieg in QE

Wie gewinnen wir zukünftig Menschen und Gemeinden für QE? Dazu gehört eine Sensibilisierung für andere Mentalitäten innerhalb der Landeskirche.
Wie kann der Einstieg in QE in der Vielzahl der Gemeinden/Regionen leichter und mit weniger Aufwand gelingen?

Diese und weitere Fragen werden im Lenkungskreis Qualitätsentwicklung beraten, zu dem folgende Personen gehören:

  • 1. Oliver Bischoff (Ehrenamtliches Mitglied des Kirchensenats und des Ausschusses für Theologie, Kirche und Mission)
  • 2. Sup. Dr. Ralph Charbonnier (Superintendent im Kirchenkreis Burgdorf)
  • 3. Dr. Heike Köhler (Kirchenrätin, Referat 24 "Visitation und Projekte" im Landeskirchenamt)
  • 4. Albert Wieblitz (HkD, Landespastor für Ehrenamtliche, Vorsitzender der Lenkungsgruppe)
  • 5. Matthias Wöhrmann (HkD, Leiter der Gemeindeberatung/Organisationsentwicklung)
  • 6. Kerstin Richter (Projektleitung, Organisationsentwicklerin im HkD)