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Diakonisches Werk

Geteilte Verantwortung für die Diakonie - Landeskirche und Diakonisches Werk

grundtext

Die Diakonie in Landeskirchen wird üblicherweise von zwei gesellschaftsrechtlich unabhängigen Institutionen wahrgenommen und gesteuert. Zum einen verantwortet die Landeskirche als verfasste Kirche ihre eigenen diakonischen Aktivitäten durch Gemeinden und Kirchenkreise. Diese Aufgaben werden neben den Organen in Gemeinden und Kirchenkreisen vom Landeskirchenamt und der Landessynode begleitet, gesteuert und beaufsichtigt. Ferner gibt es freigemeinnützige privatrechtliche Träger, die sich der Kirche als diakonische Einrichtungen zugehörig fühlen, sich im Spitzenverband eines Diakonischen Werks (DW) auf der Ebene der Landeskirche zusammengeschlossen haben und durch die Mitgliedschaft im DW rechtlich der Landeskirche zugeordnet sind und damit an kirchlichen Rechtssetzungen und Privilegien teilhaben. Dennoch sind sie als privatrechtliche Einrichtungen selbständig und eigenverantwortlich tätig. Das gilt auch für das DW, das als Verein organisiert gegenüber der Landeskirche unabhängig agiert.

Als eigenständiger Verein ist ein DW Mitgliederverband mit eigener Satzung. Als „Werk der Kirche“ jedoch der Kirche und ihrem Auftrag sowie ihren Organen eng verbunden, was sich auch darin zeigt, dass das DW aufgrund von Synodenbeschlüssen durch die Landeskirche institutionell gefördert wird, um diakonische Anliegen der Kirche zu verwirklichen und vertreten. Schließlich ist ein DW Spitzenverband der Wohlfahrtspflege, was ihn, verankert in den Prinzipien des Sozialstaatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland, an die Seite der anderen Wohlfahrtverbände (AWO, Caritas, DRK, jüdische Wohlfahrt und Paritäter) und ins gegenüber zu Politik und Kostenträger stellt, um die Anliegen und Interessen von Benachteiligten und Bedürftigen anwaltschaftlich zu vertreten.

Im Aktenstück 4 der zurückliegenden Synode hatte 2007 der damalige Direktor des DW, Manfred Schwetje, Ziele benannt, die das DW der Landeskirche bis 2020 umgesetzt haben müsste, um für die Zukunft aufgestellt zu sein. Seiner Tatkraft und Initiative ist es im Wesentlichen zu verdanken, dass die meisten dieser Ziele bereits zum Ende des Berichtszeitraums eingeleitet und zum großen Teil auch schon umgesetzt sind. Diese Ziele und Maßnahmen stellten für die Mitarbeitenden im DW eine erhebliche Herausforderung dar. Sie haben sich den Aufgaben gestellt – mit Erfolg.