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Rückblick

Strukturreformen

vergangen

Grundlage für die Struktur und Leitung des Hauses kirchlicher Dienste ist die mit Wirkung vom 1. Januar 2009 vom Landeskirchenamt erlassene Ordnung.

Mit den Aktenstücken Nr. 98/98A hat die Landessynode die Fortschreibung der Konzeption für das HkD vorgegeben. Die Mittel für Sach- und Personalausgaben werden um 25 % in der Zeit von 2011 bis 2020 gekürzt. Berücksichtigt man Kürzungen in den Vorjahren im Umfang von 15 %, so werden die so genannten “funktionalen Dienste“, soweit sie im HkD angesiedelt sind, um insgesamt 40 % gekürzt.

Die Strukturreformen des Haus seit 1998 hatten bereits die Selbstverantwortung und Selbständigkeit des HkD gestärkt (siehe Budgetierung). Eine Neukonzeption der inhaltlichen Arbeit wurde auf Grund der Kürzungsvorgaben notwendig (z.B. keine Begleitung von Zielgruppen, die auch von Multiplikatoren/innen vor Ort betreut werden können).

Die Änderung der Struktur des HkD führte in der Entwicklung weg von Fachgebieten hin zu einer Aufgaben- und Projektorientierung.

Sechs Fachbereiche

Für die inhaltliche Arbeit gibt es im HkD sechs Fachbereiche, denen Arbeitsfelder zugeordnet sind. Gleichwohl bleiben bewährte „Marken“ mit einer hohen Bindungskraft erhalten (z.B. Beispiel: Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung, Kirche unterwegs, Besuchsdienstarbeit, Landesjugendpfarramt, Weltanschauungsfragen, Kirchliche Dienste auf dem Lande). Für die Zielgruppen sind klar benannte „Gesichter“ und Ansprechpartner/innen erkennbar. Dem Direktor sind Stabsstellen für Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und Marketing zugeordnet.

Die Referenten/innen nehmen sowohl ihre „grundständige Arbeit“ in den Arbeitsfeldern als auch gemeinsame Projekte und Vorhaben in den Fachbereichen wahr. Darüber hinaus arbeiten sie in Projekten und in Vorhaben mit, die fachbereichsübergreifend sind oder über das HkD hinausgehen (z.B. Schülerforum) und Kooperationen auf Ebene der Landeskirche oder der EKD betreffen.

Die konkreten Aufgaben der Referenten und Referentinnen werden grundsätzlich in den Dienstanweisungen-/ordnungen und jährlich in den Fachbereichskontrakten und Jahresgesprächen festgesetzt.

Die Fachbereiche erstellen Fachexpertisen für den/die Landesbischof/bischöfin und das Landeskirchenamt.

Qualitätsstandards

Das Personalkostenbudget wird ergänzt um fremdfinanzierte Stellen wie z. B. aus Mitteln des Jugendförderungsgesetzes für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder aus anderen Quellen.

Die Tätigkeit der Referenten/innen des HkD, die im Stellenplan der Landeskirche enthalten und aufgeführt sind, wird ergänzt um den Einsatz von Projektstellen im Rahmen von befristeten Projekten wie z.B. der „Qualitätsentwicklung in den Kirchengemeinden“, den Glaubenskursen "Erwachsen Glauben“, „Jugendliche werden Friedensstifter“ etc.

Die Neubildung der sechs Fachbereiche wird auf Dauer eine Erweiterung der Aufgaben der einzelnen Referenten/Referentinnen zur Folge haben, da die gebildeten Teams von fünf bis zehn Mitarbeitenden in mehreren Arbeitsfeldern gleichzeitig kompetent sein müssen.

Zugleich wird durch Qualitätsstandards zur Qualifikation und zur Fort- und Weiterbildung der Referenten und Referentinnen gesichert, dass ein qualifiziertes Expertenwissen bei diesen vorhanden ist.

Die Ziele, Vorhaben und zur Verfügung stehenden Ressourcen werden in jährlichen Kontrakten zwischen dem Landeskirchenamt und dem HkD insgesamt sowie der Leitung des HkD und den einzelnen Fachbereichen festgelegt und überprüft.

Budget

Die Landessynode setzt über den Haushaltsplan der Landeskirche das Budget für das HkD fest. Mit dem Haushaltsplan werden zugleich Eckwerte mit grundsätzlichen Zielsetzungen und Aufträgen für das HkD festgesetzt. Der Ausschuss für Schwerpunkte und Planung kirchlicher Arbeit der Landessynode lässt sich im Zusammenwirken mit dem Landeskirchenamt von dem/der Direktor/in und ggf. den Referenten/innen über die inhaltliche Arbeit berichten. Zukünftig sollen ergänzend Kennzahlen zu den Angeboten und den Mitarbeitenden des HkD vorgelegt werden.

Für das HkD insgesamt wird ein Jahresbericht gegeben und dem Kuratorium und Landeskirchenamt vorgelegt.

Das Qualitätsmanagement des HkD umfasst neben den Jahresgesprächen und Zielvereinbarungen auch die Evaluation der Angebote, die Arbeit in Qualitätszirkeln zu Themen wie Umweltschutz, Gesundheitsförderung, Spiritualiät, Personalentwicklung etc. sowie die Festsetzung von Qualitätsstandards.

Präsenz

Das HkD ist in der Fläche der Landeskirche mit seinen Angeboten und Dienstleistungen in folgender Weise präsent:

  • Begleitung von Regional- und Sprengelkonferenzen,
  • Begleitung von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Beauftragten sowie von Netzwerken,
  • Einladung zu Fachtagungen und Vorbereitung von und Mitwirkung an landeskirchlichen Veranstaltungen,
  • Präsenz durch dezentral orientierte Arbeitsformen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung, in der Beratung und Begleitung, Vorträge und Referate, Gottesdienste, Events und Großveranstaltungen, Durchführung von Projekten sowie Herausgabe von Arbeitshilfen,
  • Nach Bedarf werden begleitende Gremien gebildet Zielgruppenforen, Runde Tische, Experten- und Expertinnenforen.
  • Strukturen für Ehrenamtliche zur Verfügung stellen, dritte Orte anbieten

Zielgruppen

Die wesentlichen Zielgruppen des Hauses kirchlicher Dienste sind:

  • Multiplikatoren/innen innerhalb und außerhalb der Kirche,
  • Meinungsbildner/innen innerhalb und außerhalb der Kirche,
  • Kirchliche Berufsgruppen,
  • Kooperationspartner/innen,
  • kirchliche und nichtkirchliche Nutzer/innen.

Präsenz durch Referentinnen und Referenten mit Dienstsitz außerhalb Hannovers

  • in den Missionarischen Zentren Hanstedt und Geistliches Zentrum Kloster Bursfelde
  • in den Tourismus-Regionen und Wirtschaftsräumen
  • in Kooperation mit dem Verein Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit im Antikriegshaus Sievershausen

Es werden nachfolgende Fachbereiche mit den benannten Arbeitsfeldern gebildet. Um auf aktuelle Herausforderungen flexibel reagieren zu können, ist es bei Bedarf möglich, neue Arbeitsfelder zu ergänzen bzw. nicht mehr benötigte Arbeitsfelder aufzugeben.

Fachbereich 1: Gemeindeentwicklung. Mitarbeitende. Ehrenamt Arbeitsfelder

Ehrenamt und Gemeindeleitung, Gemeindeberatung/ Organisations-entwicklung, Büchereien, Medienverleih, Qualitätsentwicklung in Kirchengemeinden
Kirchliche Berufsgruppen: Pfarr-/Ephoralsekretärinnen, Küster/innen, Diakone/innen

Fachbereich 2: Mission. Tourismus. Geistliches Leben Arbeitsfelder

Missionarische Dienste, Missionarisches Zentrum Hanstedt, Kirche im Tourismus, Kirche unterwegs, Geistliches Zentrum Kloster Bursfelde
Glaubenskurse; Hauskreisarbeit; Kur- und Urlauberseelsorge; Offene Kirchen; Pilger- und Besinnungswege

Fachbereich 3: Erwachsene

Arbeitsfelder:
Arbeit mit Frauen, Männerarbeit, Besuchsdienst, Arbeit mit Älteren, Kirche und Sport

Fachbereich 4: Landesjugendpfarramt

Arbeitsfelder:
Fördermittel für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen; Jugendarbeit; Jugendhöfe; Jugendverbandsarbeit; Schülerinnen- und Schülerarbeit

Fachbereich 5: Kirche im Dialog

Arbeitsfelder:
Kunst und Kultur, Konfessionsökumene, Kirche und Islam, Kirche und Judentum, Weltanschauungsfragen, Migration und Integration, Friedensarbeit, Kirche in Europa, Tschernobylhilfe

Fachbereich 6: Kirche, Wirtschaft. Arbeitswelt

Arbeitsfelder:
Kirche und Handwerk, Kirche und Umweltschutz, Kirchlicher Dienst auf dem Lande, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt, Spiritual Consulting

Verwaltungsstelle

Die Verwaltungsstelle im HkD erbringt Dienstleistungen für die Fachbereiche im HkD sowie Einrichtungen der Landeskirche (Michaeliskloster Hildesheim, Zentrum für
Seelsorge, Zentrum für Gesundheitsethik, Ev. MedienServiceZentrum,
Personalberatung und -entwicklung u. a.)., der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen (EEB, Polizei und Zoll, Kirchlicher Entwicklungsdienst u. a.) und andere Einrichtungen mit kirchlichen Aufträgen wie z. B. dem Ev. Dorfhelferinnenwerk e. V., dem Ev. Landesjugenddienst e. V., der Hanns-Lilje-Stiftung etc.

Der Verwaltungsstelle obliegt die Verwaltung der landeskirchlichen
Tagungsstätten Hanns-Lilje-Haus, Kloster Bursfelde und Michaeliskloster Hildesheim.

Die Verwaltungsstelle umfasst auch technische Dienste, die Aufgaben für die Fachbereiche, das Landeskirchenamt und landeskirchliche, konföderierte sowie sonstige kirchliche Einrichtungen wahrnehmen.