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Auf die Synodenarbeit bis 2020 freuen sich (von links) Bodo von Bodelschwingh aus Eydelstedt, Christine Lührs aus Rheden, Dr. Fritz Hasselhorn aus Sulingen, Hildegard Holtorf aus Bassum, Friedrike Dauer und Pastor Martin Steinke aus Osnabrück, Ernst August Gausmann aus Bad Essen, Pastorin Johanna Schröder und Kirchensenator Knut Laemmerhirt aus Syke.

Synodale

Bestens vertreten ist der Sprengel Osnabrück in der neuen Landessynode der evangelischen Landeskirche Hannovers, die sich von Donnerstag bis Samstag konstituiert hat. Im wichtigen Landessynodalausschuss, der zwischen den Synodentagungen viele Entscheidungen trifft, sind die beiden kleinsten Sprengel Osnabrück und Ostfriesland jeweils mit zwei Mitgliedern vertreten, während aus alle anderen, größeren Sprengeln jeweils ein Delegierter am Samstag gewählt wurde. Zudem wurde bereits am Donnerstag Dr. Fritz Hasselhorn aus Sulingen zum Chef seiner Synodengruppe „Lebendige Volkskirche“ einmütig gewählt. Seine Synodalgruppe hat überraschend – mit 38 zu 37 gegenüber der anderen Gruppe „Offene Kirche“ – auch die Mehrheit in der Synode nach vielen Jahren wiedererlangt.
Als Vorsitzender des Schwerpunkteausschusses der vergangenen Synode hatte sich der 60-jährige Hasselhorn bereits einen Namen gemacht. Der Oberstudienrat aus dem Kirchenkreis Grafschaft Diepholz ist im Januar in die neue Synode berufen worden, während die weiteren 7 Delegierten am 29. September gewählt worden sind. Neben Hasselhorn ist auch Pastor Martin Steinke aus Osnabrück in den Landessynodalausschuss gewählt worden, der monatlich tagt und als eines der mächtigsten Gremien der Landeskirche gilt.
Was die Gruppenzugehörigkeit angeht, gibt es eine klare Nord-Süd-Aufteilung im Sprengel: die beiden Delegierten aus dem nördlichen Kirchenkreis Syke-Hoya, Pastorin Johanna Schröder aus Syke und Hildegard Holtorf aus Bassum gehören zur Gruppe „Offene Kirche“, wie auch der Syker Kirchensenator Knut Laemmerhirt, dessen Amtszeit um 3 Jahre versetzt zur Synode festgelegt ist. Alle anderen Delegierten gehören zur Gruppe „Lebendige Volkskirche“: Das sind aus dem Kirchenkreis Grafschaft Diepholz Dr. Fritz Hasselhorn, Sozialarbeiter Bodo von Bodelschwingh aus Eydelstedt und Bäuerin Christine Lührs aus Rheden. Aus Stadt und Landkreis Osnabrück kommen der pensionierte Speditionskaufmann und Bramscher Kirchenkreistagsvorsitzende Ernst August Gausmann aus Bad Essen, sowie Pastor Martin Steinke und Bibliothekdirektorin Friederike Dauer aus Osnabrück.
Die Gruppen in der Synode treffen sich jeweils vor und während der Tagungen separat, haben eine eigene Meinungsbildung, treten aber nicht so strikt wie Fraktionen in staatlichen Parlamenten auf. Hildegard Holtorf aus Bassum, die zum dritten Mal in die Synode gekommen ist, stellte fest, dass die Synode „jünger und frischer“ geworden sei, was auch den zwei neuen Jugenddelegierten zu verdanken ist, die in der neuen Synode erstmals mit Sitz und ohne Stimme vertreten sind. Bodo von Bodelschwingh aus dem Kirchenkreis Diepholz bemerkte eine Aufbruchsstimmung in der Synode. Er dankte dafür, gut aufgenommen worden zu sein im Kirchenparlament und für die umfängliche Vorarbeit: „Hut ab für das, was gelaufen ist und Jacke aus für das, was kommt“ meinte er bei der ersten Tagung vor dem amüsierten Plenum, das ihm für diese Bemerkung Beifall spendete.
Durch die fast gleiche Sitzverteilung der beiden Gruppen entsendet jede der Gruppen in der Regel jeweils zur Hälfte Delegierte in die Ausschüsse: Pastorin Johanna Schröder kam in die Ausschüsse für „kirchliche Arbeit“ und „Theologie und Kirche“, Hildegard Holtorf in den Finanz- und den Öffentlichkeitsausschuss. Sozialpädagoge Bodo von Bodelschwingh hat sich in den Diakonieausschuss wählen lassen, Christine Lührs in den Öffentlichkeits- und in den Schwerpunkteausschuss. Dort ist natürlich auch Fritz Hasselhorn aus Sulingen wieder vertreten. Ernst August Gausmann arbeitet im Ausschuss für „Theologie und Kirche“ und im Umwelt- und Bauausschuss mit. Friederike Dauer wurde in den Rechtsausschuss und in den Ausschuss für kirchliche Arbeit gewählt.

 

 

Berichte von der konstituierenden Tagung im Februar 2014