Osnabrücker Superintendent Pannen verabschiedet

Nachricht 19. Dezember 2015

Osnabrück (epd). Der Osnabrücker Superintendent Friedemann Pannen gibt sein Amt auf und wechselt zum Beginn des kommenden Jahres in die Diakonie. Regionalbischöfin Birgit Klostermeier hat den leitenden evangelischen Theologen am Sonnabend in der Marienkirche offiziell verabschiedet. Pannen ist ab dem 1. Januar theologischer Geschäftsführer der neu gegründeten Dachgesellschaft "DIOS - Diakonie Osnabrück Stadt und Land gGmbH".

Der 52-Jährige war im Dezember 2008 zum Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Osnabrück gewählt worden. Der Kirchenkreis umfasst alle 15 lutherischen Gemeinden im Stadtgebiet und vier weitere aus dem Umland. Bis zur Wahl eines neuen Superintendent wird der bisherige Stellvertreter Martin Steinke die Aufgaben wahrnehmen.

Pannen warb in seiner Abschiedspredigt um Verständnis und Hilfe vor allem für benachteiligte, arme und von Krieg und Verfolgung bedrohte Menschen. Gottes Güte müsse durch die Menschen den Flüchtlingen zuteilwerden, "die sich nicht Obergrenzen, sondern Sicherheit wünschen". Auch die vom Krieg und Terror Geschundenen sehnten sich nicht nach mehr Waffen in ihrem Land, sondern nach Frieden, mahnte der scheidende Superintendent. In der deutschen Gesellschaft müssten auch die Verlierer das Recht haben, gehört zu werden. Sie dürften nicht gegen andere ausgespielt werden.

Verschiedene diakonische Einrichtungen aus Stadt und Landkreis hatten sich im Sommer zur "DIOS" zusammengeschlossen, um ihre Ressourcen zu bündeln. Nur so könnten sie etwa in der Jugendhilfe, der Altenpflege, der Suchtberatung und anderen vielfältigen Aufgaben den hohen Anforderungen an die Wohlfahrtspflege gerecht werden, hieß es.

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