Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
Wir verstehen uns als Brücke zwischen Arbeitsweilt und Kirche. Wir sind überzeugt, dass die häufig behauptete Trennung beider Bereiche von falschen Voraussetzungen ausgeht: Wo Glaube gelebt wird, da hat das nicht nur im persönlichen Bereich Konsequenzen, sondern auch am Arbeitsplatz. Weil auch die Arbeit unsere Persönlichkeit formt und mitbestimmt.
Wir möchten deshalb
- die Situation der Menschen in der Arbeitswelt zur Sprache bringen und bewusst machen;
- die Begegnung unterschiedlicher Gruppen mit ihren jeweiligen Interessen ermöglichen, Konflikte sichtbar machen und sie versachlichen;
- zur Konfliktbewältigung beitragen, indem wir aus dem Evangelium Kraft geweinnen für ein gegenseitiges Verstehen, einen fairen Umgang der Menschen miteinander und mit der Schöpfung;
- in Kirche und Gesellschaft theologische und ideologische Verfestigungen hinterfragen und die humanen Aspekte in wirtschaftlichen Strukturen aufzeigen.
Wir wollen nicht in Konkurrenz treten zu den Sozialpartnern und ihren Organisationen. Wir sind jedoch bereit zu Zusammenarbeit mit allen Institutionen und Gruppen, die sich für eine menschliche Gestaltung von Leben und Arbeit in der heutigen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft einsetzen. Wir sind offen für Menschen aus allen Konfessionen und für Menschen, die keiner Kirche angehören.
Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt unterstützt Gemeinden und Kirchenkreise bei aktuellen und grundsätzlichen Themenbereichen. Wir wollen, dass christlicher Glaube und Ethik in die Gestaltung von Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft einfließen.
- Neuorientierung am Ende der Berufstätigkeit (Einzelgespräche-Beratung, Kurzseminare-Workshops, Wochenseminare-Bildungsurlaub)
- Hilfe zum Thema Mobbing
- Mediation - Vermittlung im Konflikt
- Betriebsbesuche für Kirchliche Mitarbeiter/innen
- Referate/Vermittlung von Akteuren aus Arbeit und Wirtschaft für Ihre Seminare/Konferenzen
- Beratung zum Miteinander am Arbeitsplatz (Prima Klima)
- Materialien zu Arbeitsweltthemen
Kurzum: Wir bieten Orientierung, Beratung, Besinnung, Fortbildung, Aktivierung
Wulf Gräntzdörffer
Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt in der Region Lüneburg wird seit April 2010 von mir mit gestaltet. Ich bin Referent für Arbeitsweltfragen im Haus kirchlicher Dienste und lebe mit meiner Familie in Stade.
Seit 1984 bin ich beim KDA in der Region Stade, im sogenannten Elbe-Weser-Dreieck, tätig. Vorher war ich Schlosser im Ausbesserungswerk der Deutschen Bundesbahn in Hamburg-Harburg.
An ca. 4 Tagen im Monat bin ich in Lüneburg und freue mich, in meiner zweiten Heimatstadt wirken zu können.
Drei Mottos bewegen mich dabei besonders:
- Soziale Verantwortung - Mensch kommt vor Zahl
- Stimmig machen, was unstimmig ist
- Die Menschen stärken, die Sachen klären.
Meine Themen sind: Kommunikation und Kooperation am Arbeitsplatz. Ich begleite Menschen in schwierigen Arbeits- und Lebenssituationen. Ich vermittle in Konflikten als Mediator, wenn es mal kracht am Arbeitsplatz. Seit 1993 stehe ich als Mobbing-Berater zu Seite. Mobbing grenzt aus und macht krank. Zu diesem Thema halte ich Vorträge und führe Workshops durch.
Ein weiteres wichtiges Thema ist "Prima Klima am Arbeitsplatz" unter dem Motto: Was brauche ich, um gut arbeiten zu können. Das Beratungsangebot hilft auch vorbeugend, das Arbeitsklima und die Kommunikation zu verbessern. Dazu gehören Angebote der Teamentwicklung und Einzel-Coaching.
Zu diesen Angeboten können auch Informationsbroschüren angefordert werden.
Peer-Detlev Schladebusch
Vom Zentralbüro in Celle und den Regionalbüros in Wolfsburg und Lüneburg leite ich die Arbeit des KDA der Region Lüneburg-Wolfsburg.
Daneben berate ich als Mitbegründer von Spiritual Consulting, einem speziellen Angebot des KDA für Führungskräfte in der Wirtschaft, Führungskräfte und Unternehmen als Trainer, Moderator und Coach in den Bereichen Banken, Dienstleistungen, Handel und Industrie.
National und international veranstalte ich regelmäßig geführte Pilgertouren, Klostergespräche und Retraiten in Klöstern.
Ich engagiere mich als theologischer Berater im Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU) und als Veranstalter der Reihe „Wirtschaftsethik konkret“.
Besuch des Landesbischofs in Wolfsburg
Am 7. Juli 2011 besuchte Landesbischof Ralf Meister Wolfsburg und damit die älteste Region des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt im Bereich der Landeskirche. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Rolf Schnellecke sprach Landesbischof Meister über das Wort aus Psalm 127: "Wenn der Herr nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst".
Pastor Peer-Detlev Schladebusch knüpfte daran an und betonte den Wandel der Stadt, die von den Nationalsozialisten zunächst als "Stadt ohne Gott" geplant worden war. Auf den alten Aufmarschplätzen seien nach dem 2. Weltkrieg die Kirchen entstanden.
In der "Arche" begann die Hannoversche Landeskirche mit der Arbeit des KDA. Hier konnte die Kirche Brücken bauen zu Bürgern, Stadt, Arbeitswelt und Wirtschaft. Mit Freude könne heute auf gemeinsam Erreichtes zurückgeblickt werden, sagte Schladebusch. Am 17. Januar 2012 wolle man einen ökumenischen Gottesdienst zusammen mit Institutionen, Verbänden und Unternehmen anläßlich des 50. Jahrestages der Ankunft der ersten Italiener in Wolfsburg feiern.
Kontakt
Termine
31. August 2011,
18.00 Uhr,
Forum Autovision, Major-Hirst-Straße 11, 38442 Wolfsburg
Wirtschaftsethik konkret: Neue Spielregeln in Wirtschaft, Medien, Politik und Sport
KDA
Die beschleunigte Veränderungsgeschwindigkeit in der medial, politisch und wirtschaftlich vernetzten Welt ist atemberaubend. Besonders in der Außen-, Wirtschafts-, Umwelt- und Verteidigungspolitik ist derzeitig zu beobachten: Die Karten werden ständig neu gemischt. Spielregeln werden geändert: Mal im Alleingang und mal in Abstimmung mit der Europäischen Union. Was ist nun wirklich neu? Welche Vor- oder Nachteile ergeben sich? Was ist Spiel und was ist Ernst?
Experten aus Wirtschaft, Politik und Sport nehmen dazu auf dem Podium Stellung.
22. Februar 2012,
17-20 Uhr,
Dannenberg, Therapiezentrum für berufliche Reaha
Unternehmertag im Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg
Nachfolge im Unternehmen: Chaos oder Chance?
Nachfolge ist ein Thema seit Menschengedenken. Übrigens auch schon in der Bibel an sehr vielen Stellen. Manchen läuft beim Nachdenken darüber ein kalter Schauer über den Rücken. Andere gehen die Gestaltung der Zukunft mutig an und freuen sich über Entlastung. Dazwischen liegt eine große Bandbreite mit den unterschiedlichsten Modellen, Vorstellungen und vor allem vielen Fragen:
- Soll das Unternehmen weitergeführt, verkauft oder ganz aufgegeben werden?
- Was ist mit der Familie?
- Wer ist geeignet, wer soll und will auch nachfolgen?
- Was sagen die Mitarbeiter, Kunden, Zulieferer und Banken dazu?
- Wie wird die Altersvorsorge geregelt?
Interessant wird es, wenn Selbständige aus ihren eigenen Erfahrungen berichten. Deshalb lädt Sie der Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg ein, ein Podiumsgespräch mitzuerleben und auch Ihre eigenen Fragen an die Beteiligten zu stellen. Gerne können Sie Ihre Familienangehörigen mitbringen.
Information und Anmeldung:
Propst Stephan Wichert-v. Holten
An der St. Johanniskirche 1
29439 Lüchow
Fon: 05841 2051
Fax: 05841 3271
E-Mail: propstei.luechow-dannenberg@evlka.de