CLZ (123 von 146)

"Mit unermüdlichem Einsatz"

Dorothee Austen engagiert sich für Deutschlands größte Holzkirche in Clausthal

Die Clausthaler Marktkirche „Zum Heiligen Geist“, die größte Holzkirche in Deutschland, liegt Dorothee Austen besonders am Herzen. Als Vorsitzende des Kirchenvorstands und stellvertretende Vorsitzende der Marktkirchen-Stiftung, setzt sie sich unermüdlich für das 1642 eingeweihte Gotteshaus und den Oberharz ein.

Bereits vor ihrer Pensionierung setzte sich Gymnasiallehrerin Dorothee Austen für den Erhalt von Kulturdenkmälern im Oberharz ein, für den Ottiliae-Schacht, den Kaiser-Wilhelm-Schacht und die Oberharzer Wasserwirtschaft. 2010 erhielt sie das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens, „für langjähriges Engagement um die Oberharzer Kultur- und Technikgeschichte“.

35 Jahre unterrichtete Dorothee Austen an der Robert-Koch-Schule Geschichte und Deutsch und war streitbare Personalratsvorsitzende. Ihrem Studium in Würzburg und Göttingen folgten 39 Jahre im Schuldienst, zunächst an der Realschule Uslar.

1971 heiratete sie Michael Austen, den späteren Bürgermeister der Bergstadt Clausthal-Zellerfeld. Beide besuchten das Lehrerseminar in Göttingen. Zwei musikalische Töchter und vier Enkelkinder gingen aus der Ehe hervor. Als Sozialdemokratin gehörte Dorothee Austen von 1972 bis 1986 und von 2001 bis 2006 dem Rat der Bergstadt an. Im Samtgemeinderat war sie von 1991 bis 2006.

Im Kirchenvorstand der Marktkirchengemeinde ist sie seit 1991 aktiv, seit 2005 als Vorsitzende. „Mein großes Anliegen sind die Innensanierung der Marktkirche und die Erhaltung der kirchenmusikalischen Arbeit für Clausthal-Zellerfeld. Mir ist die Region wichtig“, betont Dorothee Austen, den Blick nach vorn gerichtet, aktuelle Ziele. Neben ihrem ehrenamtlichen Engagement sammelt Dorothee Austen Weihnachtskrippen, organisiert Krippenausstellungen und pflegt ihren Garten. Das Hobby ihres Mannes ist das Kochen. „Aber Marmelade koche ich“, sagt Dorothee Austen lachend.

Andre Bertram

Informationen zur Marktkirche in Clausthal

Nach der Zerstörung der ersten auf dem Clausthaler Marktplatz errichteteten Kirche durch einen großen Stadtbrand 1634 begannen 1637 die Arbeiten für den Kirchenneubau. Zu Pfingsten 1642 wurde die Marktkirche zum Heiligen Geist eingeweiht. Seit einer größeren Erweiterung 1689-91 hat die dem Barock zuzuordnende Hallenkirche eine Länge von 57 Metern bei einer Breite von 26 Metern.

Die mit Ausnahme der Bleibedachung vollständig aus Holz erbaute Kirche ist die größte Holzkirche Deutschlands. Die von hohen Fichtenstemmen getragene dreischiffige Halle mit jeweils doppelten Nord-, West- und Südemporen bot früher 2.200 Menschen Platz, heute ca. 1.000.

Geöffnet ist die Kirche von März bis November täglich von 10 bis 17 Uhr, an Sonntagen im Anschluss an den Gottesdienst bis 17 Uhr.

Zur Kirchengemeinde Clausthal