Stadtkirchenverband Hannover

Rund 200 000 Menschen in Hannover, Garbsen und Seelze gehören zu den 61 Kirchengemeinden des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes. Eine pulsierende Vielfalt von Angeboten und Aktivitäten weit über die regelmäßigen Gottesdienste hinaus prägt das rege Leben in den Gemeinden und deren Regionen.

Ebenso breit gefächert ist die engagierte Arbeit der zahlreichen übergemeindlichen Einrichtungen des Verbandes. Sie bieten den Menschen jeden Alters Hilfe und Begleitung, Rat und Tat in nahezu allen Lebenssituationen. Das Spektrum erstreckt sich von der Altenarbeit über Erwachsenbildung und Obdachlosenhilfe bis hin zu Telefonseelsorge, Sterbebegleitung, Sucht- und Schuldnerberatung.

Für rund 3300 Menschen ist der Stadtkirchenverband Arbeitgeber, wobei die Diakonie und 71 Kindertagesstätten Schwerpunkte bilden. Tausende von Frauen und Männern sind darüber hinaus in Gemeinden und Einrichtungen ehrenamtlich aktiv.

Neben den diakonischen und sozialen Aufgaben prägt das kulturelle Engagement der Gemeinden das Bild des Stadtkirchenverbandes. Hunderte von Veranstaltungen – Konzerte, Ausstellungen, Vorträge – tragen Jahr für Jahr dazu bei, ein facettenreiches öffentliches Leben in und um Hannover mitzugestalten.

Ein herausragendes Ereignis ist die Lange Nacht der Kirchen in Hannover. Seit ihrer Premiere im Jahr 2003 hat sie jeweils am ersten Freitag im September Zehntausende von Besuchern bewegt, beeindruckt, begeistert be- und verzaubert. Ihnen boten weit mehr als 60 geöffnete Kirchen ein kulturell vielfältiges Programm mit Spiritualität und Esprit, klassischen Elementen und modernen Inszenierungen.

Auf Einladung des Stadtkirchenverbandes beteiligten sich Gemeinden aller christlichen Konfessionen an den Langen Nächten der Kirchen. Die Kirchen selbst sind die Stars der Nacht. Sie locken, wieder und neu entdeckt zu werden. Die Gemeinden präsentieren sich als perfekte Gastgeber. Sie bereiteten genussvolle Stunden für Leib und Seele.

Eine zentrale Rolle fällt dabei dem größten hannoverschen Gotteshaus zu, der im Jahr 1238 erstmals erwähnten Marktkirche St. Georgii et Jacobi im Herzen der Stadt. Mit ihrem markanten, fast 100 Meter hohen Turm wurde sie zu einem Wahrzeichen der Stadt.

Junge Menschen können in Hannover überdies eine eigene Kirche nutzen. In der Lutherkirche in der Nordstadt realisierte der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband die erste Jugendkirche in ganz Norddeutschland. Nach einem aufwändigen, aber behutsamen Umbau steht eine hochwertige Licht-, Bild- und Tontechnik für die besonderen Bedürfnisse der jüngeren Generation zur Verfügung. Gleichzeitig sind Ausstattung und Möblierung so flexibel, dass sie die Spiritualität der Kirche nicht stören.

Wie in vielen anderen Bereichen Deutschlands hat sich auch die Mehrheit der Christen in Hannover im 16. Jahrhundert zur Reformation Martin Luthers bekannt. Luther wollte die Erneuerung der Kirche, forderte die Rückbesinnung auf die Botschaft der Bibel und betonte die Verantwortung der einzelnen Gläubigen vor Gott.