Friedensorte haben ihre Arbeit aufgenommen

Bericht 29. November 2018
Bild: Jens Schulze

Der Fonds „Friedenswege“ geht zurück auf das Wort der Landessynode „Auf dem Weg zu einer Kirche des gerechten Friedens“, das im November 2016 einstimmig in Osnabrück beschlossen wurde. Die Synode hatte daraufhin in ihrer 43. Sitzung im Mai 2017 beschlossen, 600.000 € für diese Arbeit zur Verfügung zu stellen.

Diese Mittel sind nahezu vollständig abgerufen worden. Ottomar Fricke (Walsrode), Vorsitzender des Ausschusses, stellte in seinem Bericht seine persönliche Erfahrung bei verschiedenen Gedenkgottesdiensten und Friedensandachten der vergangenen Monate an den Anfang. Er betonte, wie wichtig Orte und Anlässe zum Gedenken seien, gerade dann, wenn die Anlässe zeitlich weit weg zu liegen scheinen. Eine Sehnsucht, Frieden zu erleben und auszuprobieren habe er bei diesen Gelegenheiten spüren können.

Kirche habe dabei eine wichtige Funktion: Sie könne und müsse an Frieden erinnern, für ihn eintreten und habe dazu eine besondere Chance. Dabei sei es gut, dass neue Wege beschrieben würden. Die Friedensorte seien solche Orte, die Ideen und Impulse entwickeln. Sie arbeiteten mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Ansätzen, seien miteinander vernetzt und in der Landeskirche verteilt. Ottomar Fricke bedankte sich, dass im Haushalt nochmals jeweils 300.000 € für diese Arbeit eingestellt wurden und verwies auf die neue Website www.friedensorte.de, auf der die bislang sechs Friedensorte dargestellt und weitere Informationen abgerufen werden können.

Eine Herausforderung bleibe, so Fricke, die Verankerung in den Kirchengemeinden und die Verstetigung der Arbeit. Er bat in diesem Zusammenhang um Unterstützung auf den jeweiligen Ebenen in den Kirchenkreisen und Gemeinden.

Die Landessynode nahm den Bericht zustimmend zur Kenntnis und bat den Ausschuss, den Prozess und die Arbeit des Vergabeausschusses weiter zu begleiten.

Am Ende der Beratungen stellte Rolf Bade (Hannover) die Frage nach der Fortführung des interreligiösen Dialogs als wichtigem Aspekt der „Kirche des gerechten Friedens“. Nach dem Rücktritt des Landesvorstandes der Ditib in Niedersachsen sei der Gesprächspartner von muslimischer Seite „abhanden gekommen“. Er fragte den Ausschussvorsitzenden, wie man mit dieser Situation umgehen solle. Sein Eindruck sei, so Ottomar Fricke, dass kleinteilige Zusammenarbeit vor Ort gerade in der jetzigen Situation wichtiger geworden sei und Kooperation weiter unterstützt werden solle. Auf ein eigenes Aktenstück zum Thema „Interreligiöser Dialog“ und einen Bericht an die Synode könne man verzichten, um sich nicht unter Druck zu setzen. Die Synode stimmte dem zu.