Umsetzung des Kommunikationskonzepts

Bericht 29. November 2018
Bild: Merle Specht

Die angekündigte Gliederung der Evangelischen Medienarbeit (EMA) in die drei Bereiche Themenraum, Kampagnen und Design sowie Digitale Agentur ist inzwischen umgesetzt. Das stellt der Bericht des Landeskirchenamtes zur Umsetzung des landeskirchlichen Kommunikationskonzeptes von 2015 fest. Arend de Vries, Geistlicher Vizepräsident im Landeskirchenamt, und EMA-Direktor Klaus Motoki Tonn brachten ihn im Plenum ein.

Die EMA stelle Kanäle zur Verfügung und setze auch selbst Themen, sagte de Vries. „Weil wir etwas zu sagen haben und auch sagen müssen.“ Dabei denke die EMA die Ebenen Kirchengemeinde, Kirchenkreis und Sprengel konsequent mit. Noch nicht entschieden sei, auf welche Weise die EMA begleitet und gesteuert werden könne.  „Wir haben eine Menge geschafft und haben viel zu tun“, zog Vizepräsident de Vries ein Zwischenfazit.

Bild: Johannes Neukirch

Klaus Motoki Tonn gab dann einen Überblick zur Evangelischen Medienarbeit. Innerhalb der EMA ist der Themenraum der Ort der aktuellen, aber auch proaktiven Kommunikationsarbeit. Hier kooperieren die EMA-Mitarbeitenden, Vertreter kirchlicher Medien sowie die Referenten kirchlicher Einrichtungen wie der Evangelischen Akademie Loccum oder des Hauses kirchlicher Dienste.

„Mit dem Newsletter der Landeskirche und den Socialmedia-Kanälen der Landeskirche werden täglich gut 10 000 Menschen erreicht“, bilanziert der Bericht zum Stand der Umsetzung des Kommunikationskonzepts. Indes bleibe der Gemeindebrief in absehbarer Zeit das flächendeckende Kommunikationsmedium. Deshalb bestehe eine Aufgabe des Themenraums in der Aufbereitung aktueller Inhalte für das gemeindliche Printmedium.

Die Digitale Agentur stelle den „digitalen Motor“ der Kommunikationsarbeit dar. Dazu gehörten die „systeme-e“, zum Beispiel die verschiedenen Anwendungen für die interne Kommunikation („intern-e“). Die frühere Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit firmiere jetzt als Kampagnen und Design. Sie war beispielsweise für die kommunikative Arbeit zur Einführung des Reformationstages als neuer gesetzlicher Feiertag zuständig. Neben der Entwicklung von Angeboten im Bereich „Web2Print“ gehöre die Integration des Veranstaltungsmanagements, das bisher im Haus kirchlicher Dienste angesiedelt war, zu den aktuellen Aufgaben.

Wichtig, so Tonn, sei im vergangenen Jahr gewesen, die Arbeit der EMA in der Fläche der Landeskirche vorzustellen und mit Vorträgen, Gesprächen und Workshops die mediale Arbeit in den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden zu unterstützen. 

In Zukunft werde die Bedeutung der digitalen Kommunikation weiter zunehmen, zeigte sich Klaus Motoki Tonn überzeugt: „Das wesentliche Format der Zukunft wird nicht der Fernsehbildschirm sein, sondern das Smartphone-Display.“ Nutzer erwarteten 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche aktuelle Informationen. „Dafür brauchen wir schon ein paar Kräfte“, warb der EMA-Direktor um synodale Zustimmung für den Stellenrahmenplan der EMA.

Der Vorsitzende des Öffentlichkeitsausschusses Karl-Otto Scholz (Volpriehausen) stimmte dem Anliegen in der anschließenden Aussprache zu: „Es braucht langfristig eine auskömmliche Personal- und Raumausstattung.“ Steffen Creydt (Göttingen) regte an, die Ausgaben für digitale Kommunikation angesichts teilweise überschaubarer Reichweiten zu begrenzen. Stattdessen könnten finanzielle Mittel in die Entwicklung einer Publikation für kirchliche Mitarbeitende fließen.

In seinem Schlusswort dankte Klaus Motoki Tonn für Zustimmung und die Anregungen. Die Landessynode werde regelmäßig über die weitere Entwicklung und die Projekte der EMA informiert. Arend de Vries sagte zu, die Landessynode bei der künftigen Aufsichtsstruktur für die EMA einzubeziehen.