Bilanz des Projekts VISION KIRCHENMUSIK

Bericht 02. Juni 2018
Bild: Jens Schulze

Seit 2014 ermöglicht VISION KIRCHENMUSIK als Modellprojekt für Kirchenmusikvermittlung besondere Begegnungen mit Kirchenmusik. In Zusammenarbeit mit Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern sowie weltlichen Projektpartnern werden Konzepte entwickelt, die Kirchenmusik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und neue Zielgruppen für Kirchenmusik begeistern. VISION KIRCHENMUSIK setzte damit einen Innovationsprozess in Gang, der die kirchenmusikalische Breitenarbeit stärkt und weitentwickelt, innovative Impulse für die Vermittlung hochkultureller Konzertangebote gibt und mit neuen Formen und Formaten von Kirchenmusik experimentiert.

Vor der Landessynode zogen die beiden Projektleiter Silke Lindenschmidt und Ulf Pankoke auf Einladung des Öffentlichkeitsausschusses eine Bilanz des Projekts, das noch bis Ende 2018 läuft. Im breit aufgestellten Programm des Projekts gebe es mit der Forschung durch künstlerische Praxis, Fortbildungen und Lehrveranstaltungen und Netzwerk- und Kommunikationsarbeit drei zentrale Handlungsfelder.

VISION KIRCHENMUSIK hat, so Lindenschmidt und Pankoke, während der letzten dreieinhalb Jahre über 100  Projekte, Veranstaltungen und Fortbildungen in der gesamten Landeskirche Hannovers begleitet oder initiiert. Entscheidend sei dabei die Kooperation mit örtlichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern und Kirchengemeinden.

Zur Unterstützung und nachhaltigen Etablierung der Kirchenmusikvermittlung wurden Kooperationen mit kirchlichen und weltlichen Projektpartnern geschlossen. Durch diese intensive inhaltliche Zusammenarbeit sei ein interdisziplinärer Diskurs über Musikvermittlung im nationalen und internationalen Netzwerk, die qualitative Evaluation, sowie die Erhöhung der Reichweite und der Transfer in übergeordnete kirchliche und weltliche Kontexte gelungen.

Anhand von ausgewählten Projekten wie den Orgelentdeckertagen, PASSIO Penderecki 2017, Messiah oder MICHAELIS SINGT bekamen die Mitglieder des Kirchenparlaments einen Eindruck der Aktivitäten von VISION KIRCHENMUSIK.

Für den Öffentlichkeitsausschuss betonte dessen Vorsitzender Karl-Otto Scholz (Kirchenkreis Leine-Solling), dass es VISION KIRCHENMUSIK gelungen sei, dass in der Landeskirche "der Funken übergesprungen sei", um Kirchenmusikvermittlung in der musikalischen Landschaft zu verankern. Deshalb plädierte er im Namen des Ausschusses dafür, VISION KIRCHENMUSIK dauerhaft als Arbeitsbereich innerhalb der Kirchenmusik weiterzuführen und dafür finanzielle Mittel im Haushalt der Jahre 2019 und 2020 vorzusehen.

Diesem Votum schlossen sich zahlreiche Synodale in der Aussprache an. So betonte die Synodale Christiane Schwerdtfeger (Hannover), selbst nebenberufliche Kirchenmusikerin, die große Bedeutung, die VISION KIRCHENMUSIK für die Kirchenmusik in der Landeskirche mittlerweile habe.

"VISION KIRCHENMUSIK gelingt es, Menschen für Kirchenmusik und Kirche zu begeistern, die wir sonst nicht erreichen" sagte die Synodale Dr. Karin Köhler (Hildesheim). "Als Landeskirche können wir stolz sein, dass wir ein solches Projekt haben!"

Der Vorsitzende des Bildungsausschusses Rolf Bade (Hannover) hob hervor, dass in den Gutachten im Evaluationsbericht von VISION KIRCHENMUSIK ausdrücklich das hohe künstlerische Niveau des Projekts gelobt werde.

Die Landessynode stimmte schließlich dem Antrag mit sehr großer Mehrheit zu, finanzielle Mittel für die dauerhafte Fortführung von VISION KIRCHENMUSIK im nächsten Haushalt vorzusehen.