Rückblick Reformationsjubiläum: Mit Leichtigkeit und viel Eigeninitiative

Bild: Jens Schulze

Oberkirchenrätin Dr. Heike Köhler und Arend de Vries, Geistlicher Vizepräsident im Landeskirchenamt, blickten am Nachmittag des dritten Sitzungstages der Landessynode zurück auf eine reiche Fülle von Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum 2017. Heike Köhler stellte dazu einige ausgewählte Veranstaltungen in ganz unterschiedlichen Formaten unter dem Motto „Entdecken – Staunen – Feiern“ vor.

„Rund 6.000 Veranstaltungen mit 600.000 Besuchern sprechen dafür, dass richtig viel passiert ist in den Kirchenkreisen und Gemeinden“, zog sie eine positive Bilanz. Mit Freude, Fantasie und Lust seien neue, meist individuelle Wege der Darstellung und Vermittlung ausprobiert worden – ein kreativer Geist sei in der Landeskirche spürbar gewesen. Am 31. Oktober schließlich habe es in der gesamten Landeskirche überfüllte Kirchen und mehr als 800 Gottesdienste gegeben. Landesbischof Ralf Meister sprach in Filmbeiträgen von einer „Leichtigkeit“, die im Spiel gewesen sei; Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier zeigte sich stolz auf die Eigeninitiative der Gemeinden.

Eine Bilderschau vermittelte Eindrücke von sehr unterschiedlichen Veranstaltungen in Gemeinden und Kirchenkreisen: Feste, Reformation Day, Theater, Ausstellungen, Kinderkirchentage, Baumpflanzaktionen – etwa 1.000 Bäume wurden im Zusammenhang mit dem Reformationsjubiläum gepflanzt – Kunstprojekte und ein Kirchenkreisfest „Viva la reformation“ markierten die Spannbreite. Für Landesbischof Ralf Meister war der Healing-of-Memories-Gottesdienst in Osnabrück ein besonderer persönlicher Moment.

Es habe sich gelohnt, so das Fazit von Heike Köhler. „Wir müssen dranbleiben und auf die spirituellen und geistlichen Bedürfnisse der Menschen besser eingehen. Es war eine große geistliche Suche spürbar und es gab einen starken Impuls für die Ökumene“, umrissen Landesbischof Meister und Landessuperintendentin Klostermeier ihre Eindrücke.

Arend de Vries fasste abschließend das zusammen, was aus seiner Sicht vom Reformationsjahr bleibt: Unter anderem die Erfahrung, dass es positiv für Gemeinden ist, sich hin zu nicht-kirchlichen Kooperationspartnern zu öffnen, und die Herausforderung, sich als Kirche nicht auf den Binnenblick zu beschränken und durchgehend einladend zu werden. Der geistliche Vizepräsident schloss mit einem großen Dank an alle, die sich für das Reformationsjubiläum engagiert haben.