Bischofsbericht 8

Bericht 30. November 2017

Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
Bischof befürwortet Reformationstag als gesetzlichen Feiertag

Bild: Jens Schulze

Das Reformationsjubiläum habe ein breites Interesse am religiösen und gesellschaftlichen Aufbruch des 16. Jahrhunderts geweckt, so Ralf Meister in seinem Bericht vor der Landessynode in Hannover.

„Die übervollen Gottesdienste in allen Landeskirchen am bundesweit gesetzlichen Feiertag zeigten, dass der Reformationstag als kirchlicher Feiertag – evangelisch geprägt und zugleich im ökumenischen und interreligiösen Dialog – große Resonanz fand und breit in der Gesellschaft verankert sein kann.“ Daher, so der Bischof weiter, begrüße er sehr, dass in den landespolitischen Diskussionen in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein nun offen erwogen werde, den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag einzuführen. „Der Reformationstag als gesetzlicher Feiertag würde nicht nur die Gelegenheit bieten, das historische Erbe zu pflegen, sondern auch reformatorische Impulse in die Gegenwart zu übersetzen und für die Zukunft fruchtbar zu machen.“

In einer modernen Gesellschaft bestehe der Sinn von Feiertagen grundsätzlich darin, generationenübergreifend Werte und Haltungen bewusst zu machen, Vergewisserung zu ermöglichen und Motivation für ein zivilgesellschaftliches Handeln zu fördern. „In diesem Sinne freuen wir uns, dass der Reformationstag zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und unserer Kultur als ein Feiertag politisch in Frage kommt“, begrüßte Ralf Meister die aktuelle Diskussion. Und: „Ich fordere alle evangelischen Kirchenglieder auf, sich dieser Initiative anzuschließen.“