Bischofsbericht 3

Bericht 30. November 2017

Das Modell der Parochie zeigt Schwächen

Bild: Jens Schulze

„Das klassische Modell der Parochie zeigt in der modernen mobilen Gesellschaft seine immanenten Schwächen. Es bleibt statisch, territorial begrenzt und agiert üblicherweise immer noch in der Komm-Struktur. Unsere Strukturen müssen den Inhalten folgen – und nicht umgekehrt“, so Landesbischof Ralf Meister in seinem aktuellen Bericht vor der in Hannover tagenden Landessynode.

Gute Beispiele für neue Formen kirchlicher Arbeit würden in der anglikanischen Kirche erfolgreich gelebt. Auch in der hannoverschen Landeskirche hätte eine breite Diskussion begonnen, die von der neuen Formulierung der Kirchenverfassung bis hin zu missionarischen Projekten reiche. Es sei sinnvoll, die kirchlichen Kontaktfelder, die in die vielfältigen Lebenswelten hineinragen, etwa Kasualien, die Kitas, die Diakonie oder neue Gemeindeformen, besser zu fördern. Dazu sollte die grundsätzliche Haltung der Gastfreundschaft und Gastfreiheit eingenommen werden, z.B. die Öffnung von Kirchenräumen und die Schaffung einer kommunikativen Atmosphäre. Höchst relevante Handlungsfelder für die Mitgliedergewinnung und -bindung seien die Einladung zur Taufe, die Taufpraxis und die Tauferinnerung. Dabei sei es wichtig, auch mit Formen der Verbundenheit zu rechnen, die sich nicht mit dem offiziellen Kirchenmitgliedschaftsrecht decken.