Bild: Jens Schulze

Zukunft der kirchlichen Partnerschaftsarbeit

Bericht 04. Mai 2017
Bild: Jens Schulze

Auf der letzten Frühjahrssynode war der Ausschuss für Mission und Ökumene gebeten worden, einen Bericht zur intensiveren Förderung der Partnerschaftsarbeit in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen vorzulegen. In ihrem mündlichen Zwischenbericht griff Ruth Scheffler-Hitzegrad (Cuxhaven-Hadeln) auf das Bild der Ehe zurück. „Partnerschaften sind wie eine Ehe“, sagte sie zu Beginn, „mal ist es eine arrangierte, mal eine Liebesheirat“. Aber immer auch eine Fernbeziehung.

Wie in jeder Beziehung sei es wichtig, voneinander und miteinander zu lernen und den Kontakt zu pflegen. Dafür sei eine gute Begleitung von großer Hilfe. Während die früheren Patenschaften den Charakter eines „Versorgungsverhältnisses“ hatten, sei es heute so, dass die Gäste z.B. aus Afrika bei ihren Besuchen in unseren Kirchengemeinden kritische Fragen stellten: „Wo sind eigentlich eure Gemeindeglieder?“ oder „Wie sieht bei euch gelebter christlicher Glaube aus?“ Für eine gelingende und zukunftsfähige Beziehung sei genau dies wichtig, so Scheffler-Hitzegrad: Offener Umgang auch mit unbequemen Fragen und Lernbereitschaft.

Zugleich seien Partnerschaften z.T. vor vielen Jahren aufgrund persönlicher Kontakte oder Vermittlung entstanden und „in ihrer Generation geblieben“. Es gebe auch in diesem Feld einen Mangel an jugendlichem Nachwuchs und manchmal müsse man eine Partnerschaft vielleicht auch beenden. Der Appell gehe dennoch in die Richtung, die Partnerschaftsarbeit zu intensivieren.

In der Aussprache plädierten mehrere Synodale dafür, die Arbeit nicht nur fortzuschreiben, sondern auch anzupassen und Schwerpunkte zu setzen. Als Stichwort dazu fiel u.a. das Thema „Schulpartnerschaften“, bei denen man z.B. in Syrien „noch ganz am Anfang“ stehe, wie Rolf Bade (Hannover) sagte.

Vor diesem Hintergrund bat Ruth Scheffler-Hitzegrad die Landessynode um Fristverlängerung für den Endbericht und um die zusätzliche Verweisung der Partnerschaftsarbeit an die Ausschüsse für Bildung und Jugend. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.