Grafik: M. Vogelsang
Kalenderblatt vom 26. Mai 2013
Heute
Sonntag
Losung
Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden.
Lehrtext
Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
Aktuelle Woche
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Kirchliche Woche
Sonntag, 26.05.2013 bis Samstag, 01.06.2013 -
Wochenspruch
Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6,3)
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Feiertag
Tag der Heiligen Dreifaltigkeit (Trinitatis) -
Erklärung
Wie könnten wir Menschen das Wesen Gottes erkennen? Unsere Glaubensgroßeltern haben versucht, eine Antwort darauf zu geben, nämlich als Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. Diese Glaubenserkenntnis bestimmt unser Reden, Beten und Handeln. So feiern wir jeden Gottesdienst, so taufen wir im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Jetzt nach Ostern und Pfingsten bekommt diese Sprache von Gott mit dem Sonntag Trinitatis (Dreifaltigkeit) ihren Platz im Kirchenjahr. In den gottesdienstlichen Texten sind Abschnitte ausgewählt worden, in denen jeweils von allen drei Wesenarten Gottes die Rede ist. -
Thema
Die Heilige Dreifaltigkeit
4. Mose 6,22-27
22 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 23 Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet: 24 Der HERR segne dich und behüte dich; 25 der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; 26 der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. 27 Denn ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.
Andacht der Woche
„Ich habe gut und gerne fünf Kilo Übergewicht,
ein krummes Ding namens Nase ziert mein Gesicht“
So singt Hartmut Engler von PUR. Das kennen wir: Die kleinen versteckten und offenen Mängel, die wir selbst an uns sehen. Der morgendliche Blick in den Spiegel, der immerwährende Blick in den inneren Spiegel reicht. Ich kenne keinen, der sich selbst einfach nur schön findet: Hätte sich der liebe Gott nicht ein wenig mehr Mühe geben können? Oder die Gene meiner Eltern?
Die Antwort auf diese Fragen steckt in den leisen Geschichten des Segens.
Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. Denn ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.
Der erste Klang: „Gott segne und behüte Dich!“ Die gesamte Welt soll es hören: Nein, es ist Gott nicht egal! Leben soll sein! Behütetes Leben! Die Sonne soll scheinen! Regen soll fallen! Beides zu seiner Zeit! Nahrung soll wachsen! Tiere leben! Kinder geboren werden! Leben soll gelingen! Anfangen soll es – und zu Ende gehen! Der Traum vom gelingenden Leben steckt in den wenigen Worten: „Der Herr segne und behüte dich!“
Dazu ertönt der zweite Klang: „Gott lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig!“ Auf einer Terrasse sitzen, auf dem Balkon, in einem Straßencafé oder am Strand und der aufgehenden Sonne entgegen sehen: Was hindert Dich, Dir Zeit zu lassen und der Vorstellung Raum zu geben, Gott schaut dich freundlich an?
Da mischt sich der dritte Klang des Segens in den Akkord des Lebens: „Gott erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden“. Das Leben kann mühsam sein: Anfänge verschütten Erinnerungen verkümmern, Kräfte lassen sich verzehren. Aber in dem Angesicht, das Gott uns zuwendet, kann sich das Leben wieder herstellen. Weil wir angesehen sind. So wie es in einem uralten Musicalschlager heißt: „Bay mir bistu sheyn.“
Gott sieht uns mit seinen Augen. Da leuchtet der Friede in unserem Gesicht: Gott nimmt uns das Recht, uns selbst als Nichtsnutze anzusehen. Da allein kann Friede werden: Siegen – wir müssen es nicht mehr. Es gibt auch Anderes: glückliche Niederlagen, freundliche Fremdheit, befreiendes Lassen, selig ungewohntes, Gottes Shalom. Der Segen ist groß.
Christof Vetter, Pastor
Liturgische Farbe
Weiß als ungebrochenes Licht, als Vereinigung aller Farben, als Farbe von Reinheit und Unschuld bestimmt die Christusfeste (Ostern, Weihnachten) und die Sonntage des Göttlichen Gegenwart (Epiphanias, Trinitatis)
Bild: Klaus Brinkmann/(c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Text: Grethlein, C./Ruddat, G.:Liturgisches Kompendium
Moment mal
Wochenlied
Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist (EG 126) und Gelobet sei der Herr, mein Gott (EG 139)