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Kalenderblatt vom 29. März 2015

Heute
Sonntag

Losung

Ich habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen.

Jesaja 45,12

Lehrtext

Wir haben nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm.

1.Korinther 8,6

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 29.03.2015 bis Samstag, 04.04.2015
  • Wochenspruch

    Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Johannes 3, 14b-15) 

  • Feiertag
    Palmarum (6. Sonntag in der Passionszeit)
  • Erklärung

    Der Palmsonntag eröffnet die Karwoche. Übereinstimmend berichten die Evangelisten von einem Einzug Jesu in Jerusalem. Er reitet auf einem Esel, das Volk am Straßenrand empfängt ihn wie einen König: eine Szenerie, die Herrschaft aber Verzicht auf Macht, Gewalt und Reichtum vereint. Die Hoffnung auf einen König nach Gottes Art erscheint erfüllt.
    Doch eine solche Herrschaft steht den Interessen weltlicher Machthaber entgegen. Mit ihren Mitteln durchkreuzen sie Gottes Herrschaftsabsichten. So scheint alles beim Alten zu bleiben auf Erden: Herrschsucht, Willkür, Brutalität, Leiden, Tod. Der gerade noch gefeierte Gotteskönig wird hingerichtet. Am Karfreitag gedenken Christen dieses Geschehens.
    Am Vortag aber wird bereits ein anderer Akzent gesetzt: Weiß als liturgische Farbe deutet bereits auf das Osterfest hin, Weiß als Symbol für Licht inmitten der Finsternis. Der Gründonnerstag erinnert an die erste Abendmahlsfeier. Jesus feiert mit seinen Freundinnen und Freunden das Passahmahl und deutet es neu. Durch ihn wird das Festmahl, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Zwangsherrschaft erinnert, zum Mahl, das den Anbruch von Gottes Herrschaft markiert und so voller Vorfreude gefeiert werden kann. 

  • Thema
    Der Einzug des Königs
  • Luthers Wochensprüche

    Man soll nicht in den Himmel gaffen, wenn man vom Himmelreich reden hört.
    Das Himmelreich ist überall da, wo der Glaube ist

     

Johannes 12, 12-19

12 Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem käme, 13 nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel! 14 Jesus aber fand einen jungen Esel und ritt darauf, wie geschrieben steht (Sacharja 9,9): 15 »Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.« 16 Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so mit ihm getan hatte. 17 Das Volk aber, das bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmte die Tat. 18 Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er habe dieses Zeichen getan. 19 Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach. 

Andacht der Woche

Nur ein Muli
„Sie war ja nur ein Muli“ – vielleicht haben Sie auch den Tatort am vergangenen Sonntag verfolgt. Eingepackt in einen spannungsreichen Thriller erschüttert mich die Story der Hauptdarstellerin: Ein junges Mädchen ist auf der Flucht. Ihre Freundin starb auf grausame Weise. Beide waren sie ein „Muli“. So werden die Menschen in der Drogenszene genannt, die in ihrem Körper Drogen schmuggeln. Wie ein treues und zuverlässiges Lasttier. Ein gefährlicher Job, denn jederzeit könnte eines der Päckchen platzen und den Körper zerstören. Wie verzweifelt müssen Menschen sein, die so ein Risiko auf sich nehmen? Väter, die sich mit diesem Auftrag so viel Geld verdienen, dass sie ihre Familie damit ein halbes Jahr lang ernähren können. Junge Frauen, die Hoffnung auf ein besseres Lebens investieren und dabei ihr Leben aufs Spiel setzen.
Was ist das für eine Welt, in der Menschen andere Menschen als Lasttier benutzen, ihren Tod in Kauf nehmen, um das große Geld zu machen? Wird es nicht endlich Zeit, aufzuwachen und diesem Treiben das Handwerk zu legen?
Eine Seniorin beim Einkaufen sagte zu mir: „Ich komme nicht mehr mit, ich verstehe diese Welt nicht mehr.“. Eine junge Mutter in Kindergarten klagt: „Ich sorge mich um die Zukunft unserer Kinder“. Ich kann sie verstehen. Kopfschüttelnd verfolge auch ich die vielen erschreckenden Meldungen in den Medien über Gewalt und Terror oder das Leid vor Ort. Es ist Zeit für eine neue Zeit.
Jesus reitet auf einem Esel, einem sogenannten „Muli“, in Jerusalem ein. Die Menschen begrüßen ihn mit „Hosianna“ Rufen, wedeln mit Palmenzweigen und werfen ihre Kleider zu Boden. Sie warten schon lange auf die neue Zeit. Auf einen König, der sie aus ihrem Elend herausreißt und ihnen ein besseres Leben verheißt. Ein Herrscher, der die Missstände beseitigt und die Gewalttätigen zur Rechenschaft zieht. Doch der König kommt nicht mit Stärke, nicht auf einem hohen Ross mit einem Heer, das die Herrschenden niederschlägt.
„Ein Gerechter und Helfer wird kommen, arm reitet er auf einem Esel und wird Frieden bringen.“ So hat es der Prophet Sacharja vorhergesagt. Frieden nicht mit dem Schwert, sondern Frieden mit Sanftheit und Liebe. Am Ende der Woche wird er gekreuzigt werden. Weil er sich nicht wehrt. Weil es Gottes Wille ist. Weil er uns nur so seine Liebe erweisen kann.
Es ist Zeit für eine neue Zeit. In der Karwoche denke ich besonders an das Leid vieler Menschen. Ich klage und bete zu Gott und lasse mich einstimmen in die Melancholie der stillen Woche. Das tut mir gut: zur Ruhe zu kommen. Und auch die traurigen oder entsetzten Gedan-ken zuzulassen. Einmal nicht alles ausblenden, was beschwert oder trübt.
Mein Glaube hilft mir dabei. Denn ich weiß: Am Ende siegt das Leben. Am Ende der düsteren Zeit, durch den Tod hinaus, wird Jesus wieder auferweckt. Gott selbst wird aktiv und dort, wo alles verloren schien, ist Lebendigkeit, Zukunft und Hoffnung.
Es ist Zeit für eine neue Zeit. In der Karwoche bereite ich mich auf diese neue Zeit vor. Nicht alles Leid, aller Missbrauch oder jedes persönliche Schicksal wird sofort zum Guten gewendet. Aber ich weiß, dass Gottes Herrschaft anbricht. Mit Ostern, mit Jesus Christus.
Manchmal ganz unscheinbar, klein und kaum zu sehen. Wo Hoffnung aufkeimt und sich neue Wege zeigen. Wo Heilung geschieht, Versöhnung oder neue Freundschaften möglich werden.
Das Gute und das Lebendige tritt seine Herrschaft an. Bescheiden, wie auf einem Esel.
Und noch eine gute Nachricht: Das Mädchen überlebt.

Birgit Birth, Pastorin 

erschienen in: Evangelische Zeitung online

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Violett - Bild von Erich Grün

Violett  - Mischfarbe von Himmel (blau) und Erde (rot) bestimmt die Bußzeiten als Zeiten aktiven Wartens auf eine neue Zeit und eine bessere Welt (Adventszeit, Passionszeit, Buß- und Bettag)

Bild: Sammlung Erich Grün                  (c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

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Wochenlied

Du großer Schmerzensmann (EG 87 )