Kalenderblatt vom 25. April 2017

Losung

Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend.

Psalm 84,11

Lehrtext

/Jesus spricht:/ Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Johannes 10,9

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 23. April 2017 bis Samstag, 29. April 2017

Wochenspruch

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. (1. Petr 1, 3)

Feiertag

Quasimodogeniti (1. Sonntag nach Ostern)

Erklärung

Wie neugeboren – Worte, die verbildlichen: Ich habe neue Kraft geschöpft. Jetzt kann ich wieder loslegen.
Neu geboren, so kennzeichnet das Neue Testament einen getauften Menschen. Der Sonntag nach Ostern knüpft an das Ostergeschehen an, indem er das Ereignis der Taufe aufnimmt: Wie Jesus am Ostermorgen wiedergeboren wurde, so wird ein Mensch in der Taufe neu geboren. Ursprünglich legten die an Ostern Getauften auch an diesem Sonntag erst ihre Taufkleider ab. Daher die ursprüngliche und in der katholischen Kirche noch gebräuchliche Bezeichnung „Weißer Sonntag“.
Der in der evangelischen Kirche benutzte Name des Sonntags „Quasimodogeniti“ nimmt das Bild der Neugeburt auf: „wie die neugeborenen Kinder“. Das Zitat aus dem 1. Petrusbrief vergleicht das Verlangen von Säuglingen mit dem Begehren eines getauften Menschen nach Gottes Wort. Die Lesungen des Sonntags sprechen von der neuen Lebenskraft, der Lebendigkeit, die der Glaube geben kann. 

Thema

Die neue Geburt

Joh 21, 1-14

1 Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so:

2 Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger.

3 Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts.

4 Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.

5 Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.

6 Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten's nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische.

7 Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte: »Es ist der Herr«, da gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich in den See.

8 Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen.

9 Als sie nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf und Brot.

10 Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt!

11 Simon Petrus stieg herauf und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht.

12 Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten: Es ist der Herr.

13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt's ihnen, desgleichen auch den Fisch.

14 Das ist nun das dritte Mal, dass sich Jesus den Jüngern offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war.

Andacht der Woche

Alles auf Anfang. Zurück bei der Familie. Ein eintöniger Job mit wenig Erfolg. Manche tuscheln hinterm Rücken. Die haben es schon immer gewusst. Wer mit einem Spinner durchs Land zieht, fällt auf die Nase. Tatsächlich sieht es im letzten Kapitel des Johannesevangeliums so aus, als wenn es Tod und Auferstehung, Untergang und Neubeginn nie gegeben hätte. Haben die vielen Wunder Jesu nicht ausgereicht? Muss jetzt nach Ostern noch ein Wunder her? Fischvermehrung, Staunen, Abendmahl und wieder dieser tragische Petrus.

Alles auf Anfang. Auferstehung wie in einem nächtlichen Traum. Bilder überlagern sich. Jesus sitzt bereits am Feuer mit Brot und Fischen. Die Jünger ziehen die vollen Netze an Land, doch Essen ist vorher schon genug da. Petrus steht nach seiner Verleugnung nackt da, muss sich anziehen, springt ins Wasser, taucht unter.

Hier fängt alles neu an. Nach Ostern vermischt sich das alte Leben mit seinen Sorgen ums Auskommen und sich über Wasser halten mit der neuen Wirklichkeit vom ewigen Leben und Gottes neuem Reich. Das konnten die Jünger nicht fassen. Es kann doch nicht wahr sein, dass einer „für mich“ gestorben ist, nach schlimmen Leiderfahrungen wieder zurück kommt und mit denen Gemeinschaft möchte, die ihn enttäuscht aufgegeben haben.

Wer nach menschlichen Analogien sucht, kommt nicht weit. So sind Menschen nicht, So ist Petrus nicht. Jesus ist viel liebevoller, viel fürsorglicher, als Menschen es damals und heute erwarten. Seine Tischgemeinschaft geht über den Tod hinaus. Sie ist unzerstörbar gültig.

Alles auf Anfang. Wir kommen erschöpft von der Arbeit. Alles ist doch noch gut geworden. Die Netze sind voll. Zu unserer Überraschung ist der Tisch schon gedeckt und er ist da und isst mit uns. Eigentlich wissen wir sicher , dass er es ist, doch wir trauen uns nicht, ihn zu fragen. Erst diese neue Begegnung hilft uns aus dem alten Leben heraus. Wir leben nach Ostern und sitzen am gedeckten Tisch. Wenn doch jeder Anfang so schön wäre.

Kay Oppermann

Liturgische Farbe

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Weiß als ungebrochenes Licht, als Vereinigung aller Farben, als Farbe von Reinheit und Unschuld bestimmt die Christusfeste (Ostern, Weihnachten) und die Sonntage des Göttlichen Gegenwart (Epiphanias, Trinitatis)

Bild: Klaus Brinkmann

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.:Liturgisches Kompendium

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe zum kurzen Innehalten im schnellen Lauf der Zeit - Autorin: Julia Heyde de López.

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Morgenandacht

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Immer bleibt im Leben etwas unversöhnt und unerlöst. Günter Oberthür verweist auf tröstende Worte und Erfahrungen, in denen das Licht der Auferstehung aufscheint.

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Wochenlied

Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod überwand (EG 102)