Fortbildung

Kalenderblatt vom 1. September 2015

Heute
Dienstag

Losung

Ich will den HERRN laut preisen mit meinem Mund und inmitten vieler ihn loben.

Psalm 109,30

Lehrtext

Hanna trat hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.

Lukas 2,38

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 30.08.2015 bis Samstag, 05.09.2015
  • Wochenspruch

    Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. (Matthäus 25, 40) 

  • Feiertag
    13. Sonntag nach Trinitatis
  • Erklärung

    Liebe, Nächstenliebe, Barmherzigkeit: große Worte und oft im Munde geführt. Aber wie sind sie im Miteinander von uns Menschen mit Leben zu füllen? Die Texte am 13. Sonntag nach Trinitatis versuchen Antworten. „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ ist die Frage, die der Brudermörder Kain zu seiner Rechtfertigung stellt. Gott und seinen Nächsten lieben, ist das Gebot, das die Frage nach dem Nächsten herausfordert. Gott ist die Liebe, so definiert der 1. Johannesbrief die Quelle menschlicher Liebe. Fazit des Sonntags: Gott und seine Liebe suchen Nachfolger.

  • Thema
    Die Liebe Gottes
  • Luthers Wochensprüche

    Gott will, dass wir fröhlich sind.
    Hätte er sonst die Sonne, den Mond und die Schätze der Erde zur Freude geschenkt? 

Lukas 10,25-37

25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? 26 Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? 27 Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« (5.Mose 6,5; 3.Mose 19,18). 28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben. 29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster? 30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen. 31 Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber. 32 Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. 33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; 34 und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. 35 Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. 36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war? 37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen! 

Andacht der Woche

Mehr Barmherzigkeit

Die einen sagen, die Geschichte vom barmherzigen Samariter zähle zu den bekanntesten im Neuen Testament. Die anderen meinen, die Geschichte müsse noch zeitversetzt aktualisiert werden. Für mich kommt Hilfe aus den Liedern und Gebeten für diesen Sonntag: „Mir ist Erbarmung widerfahren, / Erbarmung, deren ich nicht wert; / das zähl ich zu dem Wunderbaren, / mein stolzes Herz hats nie begehrt. / Nun weiß ich das und bin erfreut / und rühme die Barmherzigkeit.“ (EG 355,1)

Haben wir von der besseren Barmherzigkeit schon gehört oder gelesen? Die Barmherzigen seien selig, denn sie werden sie empfangen. Und diese Barmherzigkeit ist wohl recht eindrücklich und groß. Gott möge mich mit ihr erquicken. Für Lothar Zenetti verströmt die Barmherzigkeit Zärtlichkeit, Mitleid und Mitgefühl.

Ist Barmherzigkeit letzten Endes eine Lebensweise? Für Kardinal Walter Kasper, bis 2010 Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, gibt es Barmherzigkeit nicht ohne Gerechtigkeit. Aber Barmherzigkeit geht über Gerechtigkeit hinaus. „Sie schaut auf die Person und gibt ihr immer wieder eine neue Chance. Gott verdammt den umkehrwilligen Menschen nicht, auch nicht, wenn er große Fehler begeht.“

Welche Sorge treibt Lothar Zenetti um? Es sei sicher, dass wir schneller fahren, höher fliegen und weiter sehen können als Menschen früherer Zeit. „Es ist sicher, dass wir mehr abrufbares Wissen zur Verfügung haben als jemals Menschen vor uns. Es ist sicher, dass Gott sein Wort niemals zu einer besser genährten, gekleideten und bessergestellten Gemeinde sprach. Vielleicht haben wir mehr Barmherzigkeit nötig als alle, die vor uns waren.“

Barmherziger Gott, du siehst das Elend der Menschen. Halte deine schützende Hand über die Kinder, Eltern und Jugendliche in den Familien der Flüchtlinge und Asylsuchenden. Die Medien schildern, was geschieht; die Kommentare schweigen sich aus, warum es geschieht. Hilf uns, Vater im Himmel, zu tun, was du uns geboten hast. Ach, überwinde alles, was uns daran hindert. Lass uns nach dem Vorbild seines Sohnes barmherzig werden.

Es sind so viele, die uns brauchen; dass wir nicht vorübergehen an ihnen. An ihnen vorbei sollen wir nicht starren. Walter Kasper wird in seinem großen „Zeit“-Interview gefragt, ob Barmherzigkeit letzten Endes eine Lebensweise ist, „keine Beschäftigung für den Feierabend“. Kaspers Antwort: Barmherzigkeit möge eine menschliche Grundhaltung werden. „Dass wir Augen haben füreinander und nicht egozentrisch sind. Unsere individualistische Gesellschaft glaubt, es ginge darum, diejenigen wahrzunehmen, die sich eben nicht durchsetzen können. Wer je bei den ganz Armen war, kehrt als anderer nach Hause zurück.“

Im Gottesdienst dieses Sonntags bitten wir Gott um Menschen, die Spuren in unserem Leben hinterlassen, die uns begleiten. In diesem Gottesdienst bitten wir, dass wir Spuren legen der Geborgenheit und des Vertrauens. Und wir bitten Gott, dass es uns gelingt, Spuren in unserem Alltag zu legen und zu behalten. In der Arbeitshilfe zum Evangelischen Gottesdienstbuch werden wir auf den Schluss der Geschichte vom barmherzigen Samariter hingewiesen. Denn dort wird „aufgezeigt, dass Hilfe und sich in den Dienst eines anderen zu stellen auch bedeuten kann, abzugeben und zu delegieren“.

Erich Franz, Pastor i.R. 

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                  (c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Quelle Losungen: Herrnhuter Losungen

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Wochenlied

Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ (EG 343)