Neustart

Kalenderblatt vom 30. August 2014

Heute
Samstag

Losung

David sprach zu Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Spieß, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN Zebaoth. 

1.Samuel 17,45

Lehrtext

Weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, darum arbeiten wir so hart und kämpfen wir, denn er ist der Retter aller Menschen. 

1.Timotheus 4,10

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 24.08.2014 bis Samstag, 30.08.2014
  • Wochenspruch

    Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat. (Psalm 33, 12) 

  • Feiertag
    10. Sonntag nach Trinitatis (Israelsonntag)
  • Erklärung

    Keineswegs ist Gott in der hebräischen Bibel ein anderer als im zweiten Testament, dort ein strafendender, hier ein liebender. Keineswegs dient das Erste der Vorbereitung des Zweiten, mag auch dieser Gedanke hier und da lebendig sein. Jesus hat keinen anderen Gott gelebt als den, von dem das Volk Israel erzählt.
    Der 10. Sonntag nach Trinitatis lässt als „Israelsonntag“ mit seinen Texten und Liedern darüber nachdenken, wo unsere religiösen Wurzeln sind und was für uns tatsächlich neu geworden ist. 

  • Thema
    Die Kirche und das Volk Israel
  • Luthers Wochensprüche

    „Anfechtungen sind Umarmungen Gottes." 

Römer 11, 25-32

25 Ich will euch, liebe Brüder, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, so lange bis die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist; 26 und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser, der abwenden wird alle Gottlosigkeit von Jakob. 27 Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.« 28 Im Blick auf das Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber im Blick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. 29 Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. 30 Denn wie ihr zuvor Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams,1 31 so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. 32 Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme. 

Andacht der Woche

"Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Ach Herr, höre! Ach Herr, sei gnädig! Ach Herr, merk auf! Tu es und säume nicht – um deinetwillen, mein Gott!" (Daniel 9,18.19)

10. Sonntag nach Trinitatis - mitten im August, mitten in der Ferienzeit. Schwere Erinnerung ist angesagt: im ersten Jahrhundert wurde Jerusalem zerstört und der jüdische Tempel geschleift, das Volk Gottes zerstreut in alle Welt. Als Fremde lebten sie unter den Völkern Europas, bewahrten ihren Glauben und ihre Religion und manche Lebensregel, die sie immer wieder als fremdartig mitten in ihrer Heimat auszeichneten. Das führte zu einer Verfolgungsgeschichte, die immer wieder neue, traurige und unfassbare Höhepunkte fand. Gegipfelt hat dies in der Shoa, in der massenhaften und organisierten Vernichtung.

Dass wir davon gesellschaftlich nicht schweigen dürfen, haben die antisemitischem Auswüchse des Jahres 2014 gezeigt. Dass wir davon in unserem Glauben und damit theologisch nicht schweigen können, sagt uns Jahr für Jahr dieser Sonntag mitten im August. Wer nach Auschwitz und nach dem Holocaust von Gott reden will, wird das nicht können, ohne an das Leid seines auserwählten Volkes zu erinnern: "Wir reden von ihm, weil uns das Wort jüdischer Verzweiflung einleuchtet, dass wir Hitler nicht noch nachträglich Recht geben sollten, indem wir von Gott schweigen. Das wollte Hitler ja mit der Ausrottung der Juden." (F.W. Marquardt)

Von Gott reden heißt auch mit ihm reden - gerade in der Erfahrung, schuldig geworden zu sein: "Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Ach Herr, höre! Ach Herr, sei gnädig! Ach Herr, merk auf! Tu es und säume nicht – um deinetwillen, mein Gott!" Eben um seinetwillen: Wir brauchen sein auserwähltes Volk, weil es die Wurzeln unseres Glaubens kennt und lebt. Wer die Wurzeln ausreißt, wird selbst die Kraft zum Leben verlieren.

Deshalb ist es richtig, dass die hannoversche Landeskirche im November letzten Jahres - wenn auch spät - die Verfassung geändert hat, um genau diese Wurzeln zu betonen. Deshalb ist es richtig, nicht das Judentum, nicht den jüdische Frömmigkeit, nicht den jüdischen Glauben, aber dort wo es politisch nötig und für den Frieden in der Welt zwingend ist, die israelitische Politik zu kritisieren. Deshalb ist es richtig, beides miteinander zu verbinden, in der Sehnsucht nicht nach menschlicher Gerechtigkeit, sondern nach Gottes unendlicher Barmherzigkeit.

Christof Vetter, Pastor 

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                  (c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

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Wochenlied

Gott der Vater steh uns bei (EG 138) und Nimm von uns, Herr, du treuer Gott (EG 146)