Fundraisingpreis

Kalenderblatt vom 14. Februar 2016

Heute
Sonntag

Losung

Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?

 

Psalm 27,1

Lehrtext

Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.

Philipper 4,13

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 14.02.2016 bis Samstag, 20.02.2016
  • Wochenspruch

    Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. (1. Johannes 3, 8b) 

  • Feiertag
    Invokavit (1. Sonntag in der Passionszeit)
  • Erklärung

    Der Sonntag Invokavit (lat. von „Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören“. Psalm 91,15) hat die Geschichte der Versuchung Jesu zum Thema. In der alttestamentlichen Lesung geht es darum, wie die Menschen im Garten Gottes den Verlockungen der Schlange erliegen (1. Mose 3,1-19(20-24)). Das Evangelium (Matthäus 4,1-11,) bericht davon, wie der Menschensohn nach vierzigtägigem Fasten in der Wüste, den Verlockungen des Bösen widersteht.

     

  • Thema
    Versuchung
  • Luthers Wochensprüche

    Wenn ich eine Stelle in der Bibel nicht verstehe, ziehe ich den Hut und gehe vorüber. 

Hebräer 4,14-16

14 Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. 15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. 16 Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben. 

Andacht der Woche

In Versuchung

Bring mich nicht in Versuchung“, sagte die Frau mit einer abwehrenden Geste, als ihr noch ein Stück Kuchen angeboten wurde. „Das hört sich ja fast an wie das Vaterunser: Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“, antwortete der Gesprächspartner lachend. Dass er Pastor war, konnte er nie verbergen. So fügte er dann auch noch hinzu: „Aber da geht es ja um ganz andere Versuchungen. Dass wir sein wollen wie Gott und auf unsere eigene Stärke vertrauen.“
„Ich frage mich, was ihr von der Kirche eigentlich gegen Stärke habt. Mein Sohn erfährt in der Schule jeden Tag: Der Stärkere setzt sich durch. Die Kirche erscheint mir dagegen oft wie ein Verein von Schwächlingen.“ Die Frau wurde immer lebhafter und redete sich in Rage: „Also, ehrlich gesagt: Es stört mich, wenn ich in der Kirche immer Jesus am Kreuz sehe, Leid und Schmerzen. Das ist doch kein Wunder, dass die Kirche da nicht mehr attraktiv ist.“
„Ja, das ist skandalös, aber gerade das macht für mich das Besondere unseres Glaubens aus. Wir glauben nicht an einen Gott der Stärke, sondern an einen, der unsere Schwachheit kennt und um unsere Versuchungen weiß. In der Geschichte von der Versuchung Jesu wird das erzählt: Jesus kennt die Versuchung der Macht, die Versuchung, alles zu können und es der Welt zu zeigen. Er hat der Versuchung jedoch widerstanden, er hat Schwachheit und Leid am eigenen Leib erfahren.“
„Aber ich frage dich: Was nützt denn solch ein Gott der Schwachheit? Und das in einer Welt, in der Stärke zählt. Du hast es ja Silvester in Köln gesehen, wohin gefühlte Stärke führen kann.“
„Ich sitze gerade am Predigttext für Sonntag. Im Hebräerbrief wird Jesus als der Hohepriester bezeichnet, der mit unserer Schwachheit leidet und wie wir versucht worden ist. Doch nur durch ihn empfangen wir die Gnade und Barmherzigkeit Gottes. Für mich heißt das: Durch Macht und Stärke finden wir nicht zu Gott. Wo wir aufhören, Übermenschliches von uns und anderen zu verlangen, da erfahren wir Gottes Gnade. Wo wir Schwäche zulassen, da kann Liebe wachsen. Das kann man gerade in der Passionszeit lernen.“
„Dann geht es aber in der Fastenzeit um mehr als sieben Wochen auf Kuchen zu verzichten …“ – „Ja, lass es mich mit einem Vers aus dem Gesangbuch (EG 86,1) sagen: ‚Jesu, meines Lebens Leben, Jesu, meines Todes Tod, der du dich für mich gegeben in die tiefste Seelennot, in das äußerste Verderben, nur dass ich nicht möchte sterben: tausend, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür.‘“

Pastorin Matthias Wöhrmann 

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Violett - Bild von Erich Grün

Violett  - Mischfarbe von Himmel (blau) und Erde (rot) bestimmt die Bußzeiten als Zeiten aktiven Wartens auf eine neue Zeit und eine bessere Welt (Adventszeit, Passionszeit, Buß- und Bettag)

Bild: Sammlung Erich Grün                  (c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

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Wochenlied

Ein feste Burg ist unser Gott (EG 362) und Ach bleib mit deiner Gnade (EG 347)