Kalenderblatt vom 13. Januar 2017

Losung

Der HERR wird dir gnädig sein, wenn du rufst. Er wird dir antworten, sobald er’s hört.

Jesaja 30,19

Lehrtext

Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!

Markus 10,47

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 08. Januar 2017 bis Samstag, 14. Januar 2017

Wochenspruch

Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm 8, 14)

Feiertag

1. Sonntag nach Epiphanias

Erklärung

Was bleibt von und was folgt der Geburt im Stall von Bethlehem? Das Fest Epiphanias, zu Deutsch Erscheinung, und die folgenden Sonntage gehen dieser Frage nach. Sie gehören noch zum Weihnachtsfestkreis.
Gott wird sichtbar in Jesus über die Grenzen Israels hinaus, sowohl in dem neugeborenen Kind als auch im herangewachsenen Mann. Davon handeln die Texte in den Gottesdiensten der Epiphaniaszeit: Gelehrte aus fernen Landen kommen, um den „neugeborenen König anzubeten“; während der Taufe Jesu (Evangelium am 1. Sonntag nach Epiphanias) und auf einem Berg im Beisein der engsten Freunde (Evangelium am letzten Sonntag der Epiphaniaszeit) vermacht Gott seine Kraft an Jesus: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“; während einer Hochzeitsfeier in dem Dorf Kana setzt Jesus selbst das erste Zeichen dieser Kraft. 

Thema

Die Taufe Jesu

Mt 4, 12-17

12 Da nun Jesus hörte, dass Johannes gefangen gesetzt worden war, zog er sich nach Galiläa zurück.

13 Und er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am Galiläischen Meer liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali,

14 auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jesaja 8,23; 9,1):

15 »Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das Galiläa der Heiden,

16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen im Land und Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.«

17 Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

Andacht der Woche

Kehrt um!

Noch zeichnen die biblischen Texte das Leben Jesu nach. Noch befinden wir uns – kurz nach dem Epiphaniasfest – innerhalb des Weihnachtsfestkreises des Kirchenjahres. Da wären – gewissermaßen als Verlängerung der Weihnachtsgeschichte - eigentlich Geschichten aus der Kindheit und Jugend Jesu zu erzählen. Die haben wir (abgesehen von der Geschichte des 12jährigen Jesus im Tempel) aber nicht. Deshalb beziehen sich die Texte des 1. Sonntags nach Epiphanias notgedrungen auf einen anderen Anfang im Leben Jesu: den Beginn seiner Predigttätigkeit.

Es ist schon eine schmerzhafte Lücke, dass wir aus dem Leben Jesu bis auf die knapp zwei Jahre vor seinem Tode nichts wissen. Wie hat er sich entwickelt? Welche Umstände, welche Einflüsse haben ihn zu dem werden lassen, der er dann mit Anfang 30 gewesen ist? Wie hat er sich auf seine Tätigkeit als wandernder Prediger vorbereitet? Ist er vorher vielleicht schon einmal durch jugendlichen Übermut oder steile Thesen über Gott und Welt aufgefallen?

Wir wissen es schlicht nicht.

Dann aber tritt er auf: als sei die Gefangennahme und der anschließende gewaltsame Tod des Johannes für Jesus so etwas wie ein Startschuss gewesen. Mit voller Wucht und mit vollem Selbstbewusstsein tritt er auf, und von ihm geht sofort eine große Faszination aus. Dafür sprechen die Szenen, die von den Berufungen der Jünger erzählen.

Es sieht so aus, als habe Jesus keine Lehrjahre gebraucht.

Und dafür spricht seine Predigt: "Tut Buße! Kehrt um! Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen." So, mit denselben Worten, hat auch schon der Täufer vor Jesus gepredigt. Jesus übernimmt die Inhalte, als habe er ein Staffelholz weiter zu tragen. Und er ist sich dessen bewusst: dieses 'Nahe-Herbeikommen' hat etwas mit ihm zu tun. Jetzt, in seinen Worten uns seinen Handlungen, ist das Himmelreich nahe!

Deshalb ist es nur folgerichtig, dass seine Anhänger empfunden haben: in ihm begegnet uns der Messias, der Christus, das Licht der Welt. Hieß es nicht schon so beim Propheten Jesaja?

In der Tat: ein Licht ist aufgegangen.

Seit dem leuchtet es in der Finsternis. Und ruft mich zur Umkehr; zum Neuanfang mit Gott.

 

Reinhard Fiola, Pastor

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                 

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Quelle Losungen: Herrnhuter Losungen

Moment Mal

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Wochenlied

O lieber Herre Jesu Christ (EG 68) und Du höchstes Licht, ewiger Schein (EG 441)