Kalenderblatt vom 16. Februar 2017

Losung

Er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, dass wir Staub sind.

Psalm 103,14

Lehrtext

/Jesus spricht:/ Ich lebe und ihr sollt auch leben.

Johannes 14,19

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 12. Februar 2017 bis Samstag, 18. Februar 2017

Wochenspruch

Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Dan 9, 18)

Feiertag

Septuagesimae (3. Sonntag vor der Passionszeit)

Erklärung

Während aus den Verkaufsregalen schon bald Schokoladenhasen und und bunte Eier locken, verstummt in den Gottesdiensten für neun Wochen das Halleluja. Das Jubeln wird erst wieder am Ostermorgen erklingen.
Mit dem Sonntag Septuagesima, dem dritten Sonntag vor der Passionszeit, beginnt für die evangelischen Christen die Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest. Zunächst mit dem Nachdenken über Gerechtigkeit. Die Frage nach einem gerechten Gott plagte damals Martin Luther. Seine Entdeckung: Gottes Gnade nicht zu verdienen, sondern darauf vertrauend zu leben. Bibeltexte und Wochenlied machen dies zum Thema.

Thema

Lohn und Gnade

Lk 17, 7-10

7 Wer unter euch hat einen Knecht, der pflügt oder das Vieh weidet, und sagt ihm, wenn der vom Feld heimkommt: Komm gleich her und setz dich zu Tisch? 

8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendessen, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; und danach sollst du essen und trinken? 

9 Dankt er etwa dem Knecht, dass er getan hat, was befohlen war?

10 So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.

Andacht der Woche

Sklaverei – Knechtschaft: Tu, was Dir befohlen ist!

Die Worte über die Pflicht des Knechts gegenüber seinem Herrn, die Jesus seinen Jüngern erzählt, sind hart:

Wie selbstverständlich wird der Knecht hier, wie ein Mensch 2. Klasse behandelt.

Nach getaner Arbeit etwas zu essen bekommen? – Fehlanzeige! Zuerst muss er das Essen für seinen Herrn machen.

So funktioniert Sklaverei – oder wie Luther es übersetzt hat „Knechtschaft“ – nun einmal.

Am besten sollte der Unfreie dafür danken, dass er überhaupt etwas zu essen bekommt.

Und dann befiehlt Jesus seinen Freunden auch noch: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte

Wie passt eine solche, freiheitsberaubende Haltung zusammen, mit der Botschaft Jesu Christi? Verspricht das Evangelium nicht Liebe und Freiheit? Sehnen wir uns nicht auch heute immer noch danach?

Vielleicht hilft es, wenn man Jesu Aussage versucht umzukehren:

Wenn man nicht das tut, was einem befohlen wird, ist man auch kein unnützer Knecht.

Ist man dann also ein nützlicher Knecht oder vielleicht sogar frei?

Martin Luther schrieb es 1520 in seinem Buch „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ mit folgenden Worten: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“

Die Freiheit des Lebens. Dass ist das Geschenk Jesu. Der Glauben soll und kann Menschen aus aller Knechtschaft befreien.

Jesus hat die ganz praktisch und lebensnah gezeigt. Indem er mit den Armen, Kranken, Vergessenen gemeinsam gespeist und gelebt hat, hat er ihnen Freiheit gezeigt und geschenkt, die sie nicht für möglich gehalten hätten.

Diese Freiheit ist auch uns geschenkt. Sie geht dabei aber weder in Beliebigkeit noch in Anarchie auf. Diese Freiheit ist eine Verantwortung gegenüber der ganzen Gesellschaft – gegenüber Jedermann und Jederfrau.

Nicht machen, was uns befohlen worden ist, weil wir unfrei sind. Sondern vielmehr tun, was richtig ist und helfen, wenn wir unrecht sehen, gerade weil wir freie Christenmenschen sind.

So können wir helfen, indem wir Sklaverei auf der Welt anprangern, dagegen vorgehen und uns dagegen engagieren. Die uns geschenkte Freiheit können und sollen wir verbreiten und weiterschenken.

 

Pastor Micha Steinbrück

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                 

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Quelle Losungen: Herrnhuter Losungen

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe zum kurzen Innehalten im schnellen Lauf der Zeit - Autorin: Julia Heyde de López.

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Morgenandacht

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Von der Ethik bis zur Sonntagsruhe: Sechs Gründe, der Kirche die Treue zu halten, beschreibt Matthias Viertel in seinen Andachten.

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Wochenlied

Es ist das Heil uns kommen her (EG 34) und Gott liebt diese Welt (EG 409)