Kalenderblatt vom 25. September 2016

Losung

Ich will sie reinigen von aller Missetat, womit sie wider mich gesündigt haben, und will ihnen vergeben.

Jeremia 33,8

Lehrtext

Unser Heiland Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.

Titus 2,13-14

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 25. September 2016 bis Samstag, 01. Oktober 2016

Wochenspruch

Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. (1. Joh 4, 21)

Feiertag

18. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Der 18. Sonntag nach Trinitatis ist bestimmt vom Evangelium über das „höchste Gebot“, das sowohl von der Gottesliebe als auch der Nächstenliebe redet. Dies gibt Gelegenheit, über das Verhältnis der Christen zum jüdischen Volk nachzudenken, denn dieses höchste Gebot stammt in seiner zweifachen Ausrichtung vollständig aus der jüdischen Tradition. Allerdings haben die anderen Texte nicht immer das „höchste Gebot“ im Sinn, sondern reden auch von der Nachfolge im Allgemeinen. 

Thema

Das höchste Gebot

Römer 14, 17-19

Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geist. Wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig und bei den Menschen geachtet.
Darum lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander.

Andacht der Woche

Zwiebelkuchen und Prosecco

Zum Ende seiner dreiwöchigen Praktikantenzeit in unserer Kirchengemeinde resümierte der angehende Theologiestudent: „Etliches war mir ja bekannt aus meiner eigenen Gemeinde, und vieles hat meinen Erwartungen entsprochen. Eines aber hat mich bei euch verwundert: Es wird bei euch unglaublich viel gegessen und getrunken, und das zu den erstaunlichsten Anlässen. Das ist ja sehr angenehm, aber ich frage mich: Ist das nicht ein bisschen übertrieben und kommt der Inhalt nicht zu kurz?“

Mh – im Stillen ging ich unsere üblichen Aktivitäten in der Gemeinde durch: Der Gottesdienst am Sonntag mit Kirchen-Kaffee, Kinderkirche am Samstagvormittag mit Frühstück zu Beginn, Frauenhilfe natürlich mit Kaffee und Kuchen, Kirche im Kerzenschein bei Zwiebelkuchen und Prosecco, Fördervereinstreffen mit Abendbrot, Konfer-Blocktage mit Hot Dogs, das Begegnungscafé mit geflüchteten Menschen bei Tee, Crêpes und Waffeln …

Ja, er hatte Recht! Bei uns wird viel gemeinsam gegessen und getrunken. Zwischen Stirnrunzeln und Lächeln schwankend überlegte ich weiter: Beschäftigen wir uns zu sehr mit dem Nebensächlichen, so wie sich damals die Gemeinde in Rom über Nebensächlichkeiten zerstritt und das Wesentliche und in Christus Vereinende zu übersehen drohte? Konnte man meinen, dass sich unser Gemeindezentrum zu einem Imbiss oder kulinarischen Treffpunkt mit Beiprogramm verwandelt hatte?

Aber Nein, welch ein Irrtum! Denn ganz egal, was immer der Speiseplan in unseren Veranstaltungen bietet, im Vordergrund steht der Mensch, die Begegnung, das Miteinander, der Austausch, die Gemeinschaft, der gelebte Glaube, die gemeinsame Feier des geschenkten Lebens. Unser Zentrum ist und bleibt das menschgewordene Wort Gottes Jesus Christus und das Einander-Mitteilen, wie wir es verstehen und in unserem Leben in Handlung und Haltung umsetzen auf vielfältige Art und Weise.

Die Schätze, die wir beim Essen miteinander teilen, stehen nicht auf dem Tisch, sondern sie sitzen um den Tisch herum und schauen einander in die Augen, hören einander zu und sprechen Worte des Vertrauens und des Friedens. Sich gemeinsam an einen Tisch setzen und das Brot zusammen brechen und miteinander teilen, spricht manchmal eine deutlichere Sprache als Worte es je könnten.

Beim Begegnungscafé mit geflüchteten Menschen wird es ganz und gar offensichtlich:

Die Tischgemeinschaft von Deutschen und Syrern, Afghanen und Eritreern, Ungarn, Polen und Libyern lässt uns Brücken bauen, wo uns die gemeinsame verbale Sprache fehlt. Wir sitzen gemeinsam am Tisch, trinken und essen, mühen uns mit den wenigen zu Verfügung stehenden Worten und werden doch erfüllt von dem einen Geist, den Gott uns schenkt, der uns beseelt und eint, der uns Menschen sein lässt, so wie Gott uns von Anbeginn meint. Welch ein Segen! Guten Appetit!

Schulpfarrerin Andrea Below

 

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                 

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Quelle Losungen: Herrnhuter Losungen

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet. Autorin: Daria Wolf aus der katholischen Gemeinde in Hamburg Harburg.

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Morgenandacht

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"Lasst die Liebe in diesen Zeiten größer sein als Angst und Sorge", sagt Melanie Kirschstein.

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Wochenlied

Herzlich lieb hab ich dich, o Herr (EG 397) und In Gottes Namen fang ich an (EG 494)

Jahreslosung 2016

Gestaltung: Dorothee Krämer