Neustart

Kalenderblatt vom 18. September 2014

Heute
Donnerstag

Losung

Der Gerechte weiß um die Sache der Armen. 

Sprüche 29,7

Lehrtext

Wir, die wir stark sind, sollen das Unvermögen der Schwachen tragen und nicht Gefallen an uns selber haben. 

Römer 15,1

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 14.09.2014 bis Samstag, 20.09.2014
  • Wochenspruch

    Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. (Matthäus 25, 40) 

  • Feiertag
    13. Sonntag nach Trinitatis
  • Erklärung

    Liebe, Nächstenliebe, Barmherzigkeit: große Worte und oft im Munde geführt. Aber wie sind sie im Miteinander von uns Menschen mit Leben zu füllen? Die Texte am 13. Sonntag nach Trinitatis versuchen Antworten. „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ ist die Frage, die der Brudermörder Kain zu seiner Rechtfertigung stellt. Gott und seinen Nächsten lieben, ist das Gebot, das die Frage nach dem Nächsten herausfordert. Gott ist die Liebe, so definiert der 1. Johannesbrief die Quelle menschlicher Liebe. Fazit des Sonntags: Gott und seine Liebe suchen Nachfolger. 

  • Thema
    Die Liebe Gottes
  • Luthers Wochensprüche

    "Es ist Gottes Lust und Ehre, dass er viel geben will." 

Apostelgeschichte 6,1-7

1 In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung. 2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir für die Mahlzeiten sorgen und darüber das Wort Gottes vernachlässigen. 3 Darum, ihr lieben Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind, die wir bestellen wollen zu diesem Dienst. 4 Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben. 5 Und die Rede gefiel der ganzen Menge gut; und sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Judengenossen aus Antiochia. 6 Diese Männer stellten sie vor die Apostel; die beteten und legten die Hände auf sie. 7 Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger wurde sehr groß in Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam. 

Andacht der Woche

Der Wochenspruch für diese Woche ist klar und deutlich: „Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Und doch ist das nicht immer so einfach. Was ist, wenn ein Flüchtling in Afrika sein ganzes Hab und Gut hergibt, in ein wackliges Boot steigt und in Italien von der Küstenwache in letzter Sekunde gerettet wird. Wo können all diese Flüchtlinge bleiben, wie viele können wir hier aufnehmen? Was ist für diese verzweifelten Menschen zumutbar? Was ist mit den Flüchtlingen aus Syrien? Was ist im Irak los, in der Ukraine? Und gleichzeitig haben wir Probleme hier bei uns, sonst gäbe es z.B. die Tafeln nicht. Tue ich genug, tun die Gemeinden genug, kümmert sich unsere Kirche genug um die Armen und Bedürftigen?
Unser Text berichtet von einer sehr interessanten Entwicklung in der Gemeinde in Jerusalem. Es gab gemeinsame Mahlzeiten, damit auch die Armen essen konnten. Nun tauchten Probleme auf, es “erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung." Ja, so etwas geht schnell, die einen werden höher geachtet als die anderen, Menschen werden ausgegrenzt. Fragen werden gestellt wie: kommen die Flüchtlinge nur, weil es uns hier besser geht?
Die Gemeinde musste sich organisieren und die Aufgaben verteilen. So ist das, wenn die erste Euphorie vorbei ist. In der Pfingstgeschichte kam der Heilige Geist wie Feuerzungen auf die versammelten Gläubigen und es verstanden sich alle, obwohl sie verschiedene Sprachen gesprochen haben. Aber in der Praxis, im Alltag, sieht das dann alles schon viel nüchterner aus. Es wird ein Kirchenvorstand gewählt, Entscheidungen müssen gefällt werden, es soll gerecht zugehen und so weiter. Die Begeisterung des Anfangs muss sozusagen in den normalen Betrieb überführt werden. Deswegen gibt es heute in jedem Landeskirchenamt eine Reihe von Juristen und viele Gesetze, die das kirchliche Leben regeln.
Muss das sein - ist Kirche nicht mehr als eine Organisation wie andere auch?
In der Apostelgeschichte sagten die zwölf Apostel: „Es ist nicht recht, dass wir für die Mahlzeiten sorgen und darüber das Wort Gottes vernachlässigen.“ Der Auslöser für die Arbeitsteilung und die Wahl der sieben Menschen, die sich um die Armen kümmern sollten, war also die Sorge darum, dass sie ihre eigentliche Aufgabe vernachlässigen könnten. Sie wussten, dass sie vor lauter Tun den Sinn ihres Tuns nicht vergessen durften – und der steckt im Wort Gottes.
Das bedeutete nun aber nicht, dass die Organisation der Mahlzeiten eine Nebensache gewesen wäre, ganz im Gegenteil! Die Gemeinde sollte für diesen Dienst sieben Männer suchen (mit Sicherheit waren dann auch Frauen dabei), „die einen guten Ruf haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind“. Und sie wurden nicht einfach nur beauftragt, sie wurden richtig eingeführt, wie das bis heute Brauch ist: die Apostel „beteten und legten die Hände auf sie“.
Ich finde das sehr beruhigend, dass sich die berühmte Jerusalemer Gemeinde genauso organisieren musste und vor ähnlichen Problemen stand wie wir heute. Was wir von ihr lernen können, ist: Wir müssen eine Balance finden und uns sowohl für das Wort Gottes als auch für das tätige Handeln Zeit nehmen. Beides ist nötig, eins geht nicht ohne das andere! Was wir als Christinnen und Christen tun, die Art und Weise, in der wir handeln, die Form der Gemeinde, die Kirche als Institution – das alles gelingt nur, wenn wir uns immer wieder auf den Grund des Glaubens besinnen, wie es in der Epistellesung des Sonntags heißt: „Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.“ (1. Johannes 4,12)

Johannes Neukirch, Pastor  

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                  (c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

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Wochenlied

Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ (EG 343)


Auf ein gemeinsames Experiment haben sich das Predigerseminar in Loccum und die Evangelische Zeitung in diesem Sommer eingelassen: In einem einwöchigen Workshop schrieben die Vikarinnen und Vikare des Kurses 16 unter Anleitung eines Schriftstellers Andachten für die Evangelische Zeitung.

Die Ergebnisse können Sie, liebe Leserinnen und Leser, nach den Sommerferien kennenlernen. Vom 14. September bis zum 26. Oktober erscheinen auf Seite 24 sieben Wochen lang Texte aus der Feder von Nachwuchstheologen zum Predigttext des jeweiligen Sonntags.

Sieben Wochen MIT