Kalenderblatt vom 22. April 2014

Heute
Dienstag

Losung

HERR, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen! 

Psalm 141,3

Lehrtext

Ein Knecht des Herrn soll nicht streitsüchtig sein, sondern freundlich gegen jedermann, im Lehren geschickt, der Böses ertragen kann. 

2.Timotheus 2,24

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 20.04.2014 bis Samstag, 26.04.2014
  • Wochenspruch

    Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offenbarung 1, 18) 

  • Feiertag
    Ostern
  • Erklärung

    Christen jubeln wieder: „Halleluja“ und „Ehre sei Gott in der Höhe“ erschallen am Ostermorgen in den Gottesdiensten. Das Licht einer Osterkerze durchbricht die Finsternis, ihr Licht verbreitet sich mit den Kerzen der Gottesdienstbesucherinnen und –besucher in der Osternacht. Es darf gelacht werden über den Tod. Der alte Ostergruß kündet die aktuelle Nachricht: „Er ist auferstanden!“ – „Er ist wahrhaftig auferstanden!“
    Dies ist auch die einhellige frohe Botschaft der Evangelisten in ihren durchaus unterschiedlichen Erzählungen zum Ostermorgen, ein Geschehen, das den menschlichen Horizont übersteigt. Doch gerade deswegen ist dies zentrale Glaubensaussage für Christen und darum Ostern das wegweisende Fest: Gott hat die Grenzen aufgehoben, die der Tod setzt.
    Nicht nur die Evangelien und die Geschichten vom Erscheinen des Auferstandenen unter seinen Freundinnen und Freunden sind darum als gottesdienstliche Texte zu hören. Es wird erinnert: Wo das Wasser des Roten Meeres eine Barriere schien, machte Gott den Weg frei. Wo Menschen von Unfruchtbarkeit sprachen, brachte die Frau Hanna ein Kind zur Welt. Wo zwei Freunde Jesu all ihrer Hoffnungen beraubt wieder den Weg in ihr altes Leben angetreten hatten, spürten sie plötzlich wieder ihn als Hoffnung an ihrer Seite.
    Der Ostermorgen war ursprünglich der Tauftermin der Christen, unmittelbar mit der Botschaft des Osterfestes verbunden: Untertauchen in den Tod, aber den Fluten wieder entkommen.
    Aus ursprünglich einer ganzen Festwoche sind zwei Feiertage erhalten. Während dieser Woche, bis zum kommenden Sonntag trugen die Getauften ihre weißen Taufkleider. Der Sonntag nach Ostern erhielt deswegen auch die Bezeichnung „Weißer Sonntag“.

     

  • Thema
    Sieg über den Tod
  • Luthers Wochensprüche

    Glaube nicht alles, was du hörst! Liebe nicht alles, was du siehst!
    Sage nicht alles, was du weißt! Tue nicht alles, was du willst!

1. Korinther 15,19-28

19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.
Christus ist auferstanden
20 Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. 21 Denn da durch "einen" Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch "einen" Menschen die Auferstehung der Toten. 22 Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus; danach, wenn er kommen wird, die, die Christus angehören; 24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat. 25 Denn er muss herrschen, bis Gott ihm »alle Feinde unter seine Füße legt« (Psalm 110,1). 26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. 27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan« (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, "alles" sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. 28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem.
 

Andacht der Woche

Vor ein paar Wochen sah man sie wieder zum ersten Mal in diesem Jahr stehen: Geschlossene Augen, den Kopf leicht nach hinten gebeugt, völlig entspannte Gesichtszüge, so standen sie irgendwo vor einer Hauswand, an einer Straßenecke oder auf den ersten Stühlen vor den Cafes. Für ein paar Minuten schauten sie zum Himmel und ließen das Gesicht von den ersten wärmenden Strahlen erhellen: lichttrunkene Sonnenanbeter. Das Antlitz gen Himmel, erlöst für ein paar Minuten. Alles Dunkel des Winters vergessend, so standen sie da, als suchten sie droben einen Augenblickstrost fürs Leben. „Heb in den Himmel Dein Gesicht und steh und lausche, weil Gott handelt“ heißt es in einem neueren Adventslied (EG 20,1).
Diese Bewegung ist eine Ostergeste. Jesus ist auferstanden und wir suchen sein Angesicht. Wir erheben unser Häupter, weil wir wissen, er lebt.

Solche sinnlichen Erfahrungen von Sonne und Finsternis, von warm und kalt, von Himmel und Erde prägen unser Leben bis in die kleinsten Vollzüge. Wir leben in diesen Gegensätzen und sehnen uns mal nach dem einen, mal nach dem anderen.
Die Hochfeste unseres Glaubens wie Ostern und Weihnachten sind Feste großer Gegensätze. Von hell und dunkel, irdisch und himmlisch wird da geschrieben. Alle Sphären der Wirklichkeit und Phantasie werden durchschritten. Und in all diesen Gegensätzen geht es im Kern um den bedrohlichsten Gegensatz menschlicher Erfahrung überhaupt: Leben und Tod. „Hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten“. Nicht ein paar wärmende Sonnenstrahlen oder Frühlingsgefühle, sondern die Überwindung des Todes ist das Thema dieser Nacht. Das sind die Koordinaten, in denen sich christlicher Glaube bewegt. Nicht ein bisschen Wohlfühlreligion, ein paar kleine Lebensdeutungen und gute Wünsche. Es geht um die größte Angst des Menschen, seine Angst vor dem Tod. Und es geht um die Überwindung dieser Todesangst. Nicht mit gutem Zureden oder lautem Pfeifen im dunklen Wald, sondern durch Gott selbst.

Gott wird Mensch. Stirbt und wird auferweckt. Und in dieser neuen Gottes-Erfahrung streifen wir durchs Leben. In diesem Drama von Tod und Auferweckung bewegen wir uns am Ostermorgen. Verdichten in wenigen Stunden, was ein ganzes Leben neu sortiert. Ins Licht sind wir gerufen aus dem Dunkel der Nacht, schließen die Augen und spüren, wie Gott uns ins Antlitz schaut.

Landesbischof Ralf Meister 

Liturgische Farbe

Weiß als ungebrochenes Licht, als Vereinigung aller Farben, als Farbe von Reinheit und Unschuld bestimmt die Christusfeste (Ostern, Weihnachten) und die Sonntage des Göttlichen Gegenwart (Epiphanias, Trinitatis)

Bild: Klaus Brinkmann/(c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.:Liturgisches Kompendium

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Wochenlied

Christ lag in Todesbanden (EG 101) und Erschienen ist der herrlich Tag (EG 106)