Grafik: M. Vogelsang
Kalenderblatt vom 18. Mai 2013
Heute
Samstag
Losung
Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre sich nahen, da du wirst sagen: „Sie gefallen mir nicht.“
Lehrtext
Es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.
Aktuelle Woche
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Kirchliche Woche
Sonntag, 12.05.2013 bis Samstag, 18.05.2013 -
Wochenspruch
Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. (Johannes 12,32)
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Feiertag
Exaudi (6. Sonntag nach Ostern) -
Erklärung
Einerseits alleingelassen, andererseits die Verheißung von Hilfe: Der Sonntag Exaudi (Herr, höre mich) spiegelt die Situation unseres Christenlebens. Es ist Zwischenzeit, eine Zeit nach Ostern und Himmelfahrt in Erwartung des Pfingstfestes. Jesus ist aus dem Blickfeld seiner Freunde und Freundinnen entschwunden, ist für sie nicht mehr greifbar, aber er hat ihnen seine Kraft versprochen, den Heiligen Geist. Gott oder Jesus sind für uns Christenmenschen nicht greifbar, aber haben uns dennoch ihre Nähe und Hilfe zugesagt. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen davon die Bibeltexte dieses Sonntags.
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Thema
Die wartende Gemeinde
Joh 14,15-19
15 Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. 16 Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster1 geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. 18 Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. 19 Es ist noch eine kleine Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe und ihr sollt auch leben.
Andacht der Woche
Ein Tröster!
Nach dem Tod des Jesus am Kreuz müssen seine Anhänger völlig orientierungslos, ja geradezu 'kopflos' gewesen sein: Wie soll es weitergehen? Kann es überhaupt weitergehen ohne ihn? Wer soll entscheiden? Wen sollen sie um Rat fragen?
Ein paar Wochen muss diese Rat- und Hilflosigkeit angehalten haben, denn aus dieser Zeit hören wir nichts vom Jesus-Freundeskreis. Doch dann plötzlich gibt es die ersten Lebenszeichen: Sie gehen mutig auf die Straßen und Plätze und predigen. Sie bekennen Jesus aus Nazareth als den von Gott gesandten Messias/Christus. Sie wissen sich von ihm als Boten in die ganze Welt geschickt.
Sie machen eine umwerfende Erfahrung. Wenn auch Jesus körperlich nicht mehr unter ihnen ist, fühlen sie sich auf unerklärliche Weise mit ihm verbunden; sie fühlen sie sich ermutigt und gestärkt; sie sehen sich zu Dingen befähigt, von denen sie vorher nicht einmal geträumt hätten. „Gott schenkt uns seinen Geist!“ – das ist ihre Erklärung.
Ausgehend von dieser Erfahrung fangen sie an, sich zu erinnern: „Hat Jesus so etwas nicht angekündigt? Hat er nicht gesagt, dass er für uns sorgen wird? Hat er uns nicht einen 'Tröster' verheißen, der uns in die Wahrheit führen wird?“
Ja! Doch! Hat er!
Und so schlagen sich diese Erfahrungen und Erinnerungen als Erzählung im Johannesevangelium nieder, und zwar nur hier; die Rede vom Tröster, vom Fürsprecher, vom Beistand (griechisch: Paraklet) finden wir nur im Johannesevangelium. Von hier aus aber hat sie sich seitdem tröstend und ermutigend für ungezählte Christen ausgewirkt. „Gott lässt uns nicht allein. Er schenkt uns seinen Geist, den Tröster!“
Gott sei Dank.
Reinhard Fiola, Pastor
Liturgische Farbe
Weiß als ungebrochenes Licht, als Vereinigung aller Farben, als Farbe von Reinheit und Unschuld bestimmt die Christusfeste (Ostern, Weihnachten) und die Sonntage des Göttlichen Gegenwart (Epiphanias, Trinitatis)
Bild: Klaus Brinkmann/(c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Text: Grethlein, C./Ruddat, G.:Liturgisches Kompendium
Moment mal
Wochenlied
Heilger Geist, du Tröster mein (EG 128)