Fortbildung

Kalenderblatt vom 27. August 2015

Heute
Donnerstag

Losung

Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer.

Sprüche 14,31

Lehrtext

/Paulus schreibt:/ Obwohl meine leibliche Schwäche euch ein Anstoß war, habt ihr mich nicht verachtet oder vor mir ausgespuckt, sondern wie einen Engel Gottes nahmt ihr mich auf, ja wie Christus Jesus.

Galater 4,14

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 23.08.2015 bis Samstag, 29.08.2015
  • Wochenspruch

    Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. (Jesaja 42, 3) 

  • Feiertag
    12. Sonntag nach Trinitatis
  • Erklärung

    Eine Wende zum Heil in einer unheilen Welt? Der 12. Sonntag nach Trinitatis möchte die Hoffnung und die Erwartung dafür wach halten. Der Prophet Jesaja kündigt die Wende an, so der Text der Lesung aus der hebräischen Bibel. Paulus erfährt den Wandel am eigenen Leib, so die Epistel. Evangelium und Predigttext erzählen weitere Beispiele: Zeichen, dass Gottes neue Welt unter uns bereits angebrochen ist. 

  • Thema
    Die große Verwandlung
  • Luthers Wochensprüche

    Anfechtungen sind Umarmungen Gottes. 

Markus 7,31-37

31 Und als er wieder fortging aus dem Gebiet von Tyrus, kam er durch Sidon an das Galiläische Meer, mitten in das Gebiet der Zehn Städte. 32 Und sie brachten zu ihm einen, der taub und stumm war, und baten ihn, dass er die Hand auf ihn lege. 33 Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel und 34 sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das heißt: Tu dich auf! 35 Und sogleich taten sich seine Ohren auf und die Fessel seiner Zunge löste sich, und er redete richtig. 36 Und er gebot ihnen, sie sollten's niemandem sagen. Je mehr er's aber verbot, desto mehr breiteten sie es aus. 37 Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend. 

Andacht der Woche

Wer nicht hören will, muss fühlen

Wilhelm Willms wunderte sich in seinem berühmten Gedicht aus den 1970ern:
So viel gesehen haben wir nie wie heute /
so blind aber waren wir nie wie heute /
so viel licht hatten wir nie wie heute /
so dunkel aber war es nie wie heute

Heute, über 40 Jahre später, würde er angesichts von ständigem Telefonieren, SMSen und Chatten bestimmt hinzufügen:
Soviel gehört haben wir nie wie heute /
so taub aber waren wir nie wie heute /
so viele worte umschwirrten uns noch nie wie heute /
so stumm aber waren wir noch nie wie heute
Die Erzählung von der Heilung eines Taubstummen ist nicht 40, sondern 2000 Jahre alt. Grund genug, zu fragen: Wie würde Jesus heute heilen? Ich denke: Weder mit Spucke noch mit Handauflegung. Sondern so, dass er uns herausholt aus unserm „Nicht-mehr-hören-können“ und „Lieber den Mund halten“; denn das produziert Taubheit und Sprachlosigkeit. Bei Kindern kann man das gut beobachten: Weil sie in unglaublich kurzer Zeit unglaublich viel lernen müssen, durchlaufen sie verschiedene Phasen extremer Empfindsamkeit. In diesen Phasen schalten sie einfach ab, wenn es ihnen zu viel wird. Eltern und Erzieher reden dann vom „Trotzalter“ oder von „typisch Pubertät“.
Wir sind keine Kinder mehr. Wir brauchen erwachsene Formen, uns gegen ein Zuviel an leerem Geschwätz und tötender Geräuschkulisse zu wehren. Dazu kann uns Jesus und sein Evangelium helfen. Was er sagt, ist nie geschwätzig – probieren Sie's aus! Und was die Evangelien von ihm erzählen, ist beunruhigend wortkarg – und lässt gerade so aufhorchen. Man muss sich allerdings die Mühe machen, genau hinzuhören. Vielleicht steckt er auch uns den Zeigefinger ins Ohr, um uns zu zeigen, was sich zu hören lohnt. „Er legt den Finger in die Wunde“, sagt einer richtig. Oder er legt uns ein paar Tropfen Speichel von seiner Zunge auf unsere Zunge, damit wir anfangen, seine Worte nachzubuchstabieren.
„Das Wunder ist eine Frage des Trainings“, zitiert Susanne Breit-Keßler einmal den Schriftsteller Carl Einstein und fährt fort: „Gott hat Übung darin, das zeigen individuelle Lebensgeschichten. Wir dagegen könnten solches Mental- und Kardioprogramm ganz gut gebrauchen.“
Wir könnten zum Beispiel – mit Herz und Verstand – sorgfältiger überlegen, wann wir was sagen. Ist es für den andern gut, das jetzt zu hören, oder will ich es nur loswerden und benutze ihn als Mülleimer? Und umgekehrt: Will ich wirklich zuhören und verstehen bei dem, was ich mir „reinziehe“, oder nur Stille vermeiden, weil sie mir Angst macht? Das ist in der Tat ein „Programm“, es erledigt es sich nicht im Handumdrehen. Spontanheilungen sind so selten wie Spontanbekehrungen. Üblicherweise brauchen beide Zeit und Arbeit. Und immer wieder Gespräche mit Gott, in denen wir unser Hören und unser Sprechen trainieren.

Inzwischen sind allerdings sogar die „Kämmerlein“, in denen wir das nach Jesu Rat tun sollten, verwanzt. Auch in religiösen Räumen sind wir nicht mehr unter uns, weil sie angefüllt sind mit Worthülsen. Wir müssen wirklich in allen Bereichen trainieren: zu sagen, was lohnt, und zu hören, was weiter hilft. Beim Zeitung- wie beim Bibellesen, beim Beten wie beim Liebesgeflüster.
Für Jesus war nichts so bezeichnend wie die Aufmerksamkeit, mit der er gelebt hat, seine grenzenlose Offenheit für die Menschen. „Hefata“ sagt er zu dem Taubstummen, „öffne dich!“ Das macht nur Sinn bei einem, der noch zumachen kann. Der filtern kann, was er hört und was er sagt.

Klaus von Mehring, Pastor i R.

aus: Evangelische Zeitung  

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                  (c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Quelle Losungen: Herrnhuter Losungen

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Nun lob mein Seel den Herren (EG 289)