Kalenderblatt vom 18. April 2014

Heute
Freitag

Losung

Du, Herr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen. 

Psalm 86,5

Lehrtext

Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er. 

Lukas 23,46
  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 13.04.2014 bis Samstag, 19.04.2014
  • Spruch

    Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit ale, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)
     

  • Feiertag
    Tag der Kreuzigung des Herrn (Karfreitag)
  • Erklärung

    Der Palmsonntag eröffnet die Karwoche. Übereinstimmend berichten die Evangelisten von einem Einzug Jesu in Jerusalem. Er reitet auf einem Esel, das Volk am Straßenrand empfängt ihn wie einen König: eine Szenerie, die Herrschaft aber Verzicht auf Macht, Gewalt und Reichtum vereint. Die Hoffnung auf einen König nach Gottes Art erscheint erfüllt.
    Doch eine solche Herrschaft steht den Interessen weltlicher Machthaber entgegen. Mit ihren Mitteln durchkreuzen sie Gottes Herrschaftsabsichten. So scheint alles beim Alten zu bleiben auf Erden: Herrschsucht, Willkür, Brutalität, Leiden, Tod. Der gerade noch gefeierte Gotteskönig wird hingerichtet. Am Karfreitag gedenken Christen dieses Geschehens.
    Am Vortag aber wird bereits ein anderer Akzent gesetzt: Weiß als liturgische Farbe deutet bereits auf das Osterfest hin, Weiß als Symbol für Licht inmitten der Finsternis. Der Gründonnerstag erinnert an die erste Abendmahlsfeier. Jesus feiert mit seinen Freundinnen und Freunden das Passahmahl und deutet es neu. Durch ihn wird das Festmahl, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Zwangsherrschaft erinnert, zum Mahl, das den Anbruch von Gottes Herrschaft markiert und so voller Vorfreude gefeiert werden kann. 

  • Thema
    Karfreitag
  • Luthers Wochensprüche

    Die Vernunft ist das größte Hindernis für den Glauben,
    weil alles Göttliche ihr widersinnig erscheint.

Jesaja (52,13-15); 53,1-12

52 13 Siehe, meinem Knecht wird's gelingen, er wird erhöht und sehr hoch erhaben sein. 14 Wie sich viele über ihn entsetzten, weil seine Gestalt hässlicher war als die anderer Leute und sein Aussehen als das der Menschenkinder, 15 so wird er viele Heiden besprengen1, dass auch Könige werden ihren Mund vor ihm zuhalten. Denn denen nichts davon verkündet ist, die werden es nun sehen, und die nichts davon gehört haben, die werden es merken.

53 1 Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und wem ist der Arm des HERRN offenbart? 2 Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. 3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. 4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. 5 Aber er ist um unsrer Missetat1 willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. 6 Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. 7 Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf. 8 Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wer aber kann sein Geschick ermessen? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war. 9 Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern2, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist. 10 So wollte ihn der HERR zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen. 11 Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden. 12 Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben und er soll die Starken zum Raube haben, dafür dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten. 

Andacht

 Opfer und Täter

„Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. Er war der Allerverachteste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, das man das Angesicht vor ihm verbarg, darum haben wir ihn für nichts geachtet.“

Ein Mensch ist verstummt. Er ist zu keiner Reaktion mehr fähig. Geschlagen, geplagt, verwundet – an Leib und Seele. Bis ins Mark getroffen. Er ist so verletzt, dass da gar kein Gefühl mehr ist. Kein Gespür mehr für sich selbst. Ein Mensch ist verstummt. Selbst wenn er wollte, kein Wort geht mehr über seine Lippen. Kein Ton mehr. Selbst der letzte Aufschrei verhallt ungehört.

Dieser Mensch ist längst über den Punkt hinaus, an dem er sich noch wehren wollte, wehren könnte. Er ist über den Punkt hinaus, wo klagen noch einen Sinn ergebe. Als wäre da kein eigener Wille mehr, kein Gefühl von Zorn und die Racheglüste sind schon längst verschwunden. Wenn ein Mensch stumm wird, entflieht er dem Schmerz. Er tritt aus sich selbst heraus, berichten Menschen, die selbst unmenschliche Schmerzen haben erleben müssen. Dieser Mensch stellt sich selbst neben sich, um eine Grenze zu ziehen zwischen dem eigenen Ich und dem Schmerz, der nicht auszuhalten ist. Stumm zu werden und nichts mehr zu fühlen, heißt: sich tot stellen. Irgendwann, so scheint es, ist alles besser als so zu leiden – selbst das Sterben und der Tod. Ein Mensch wird zu Tode gebracht, von Menschen zu Tode gefoltert. Das ist die Geschichte des Gottesknechtes, wie sie der Prophet Jesaja angekündigt hat.

Auf der anderen Seite sind die Täterinnen und Täter. Eigentlich hat sie das Aussehen des Menschen entsetzt; so entsetzt, dass sie sich nur angeekelt weg wenden können. Wenn sie ihn doch wenigstens in Ruhe gelassen hätten, so krank, so elend, so zerstört wie er war! Er, hilflos und bedürftig, bleibt ohne Fürsorge und ohne jede Unterstützung. Im Gegenteil: Sie plagen ihn erst recht, bedrängen ihn, drangsalieren ihn körperlich und seelisch. Da wird einer, der sich nicht zur Wehr setzt, noch einmal getreten. Und weil Gewalt keine Grenzen kennt, wird er bis in den Tod gequält.

So stehen sie sich gegenüber: Opfer und Täter, Täter und Opfer.

Christof Vetter, Pastor

Liturgische Farbe

Schwarz als Abwesenheit von Farbe, als Trauerfarbe, bestimmt Karfreitag, Karsamstag und Totensonntag

Bild: Klaus Brinkmann/(c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.:Liturgisches Kompendium

Moment mal

NDR Logo
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Thom
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Past
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Thom
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Thom
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autorin: Su
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autorin: Ju
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Juli
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Thom
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Past
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Sula
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Thom
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autorin: Pa
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Juli
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Anne
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet -Eine Reihe z
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Radi
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Juli
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Klau
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Andr
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autorin: An
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autorin: An
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Past
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Andr
Moment mal Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Autor: Klau
Podcast abonnieren

Lied

Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld (EG 83) und Christe, du Schöpfer aller Welt (EG 92)


Video