Kalenderblatt vom 22. März 2017

Losung

Wie groß sind Gottes Zeichen und wie mächtig seine Wunder! Sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft währet für und für.

Daniel 3,33

Lehrtext

Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.

Lukas 12,32

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 19. März 2017 bis Sonntag, 26. März 2017

Wochenspruch

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lk 9, 62)

Feiertag

Okuli (3. Sonntag in der Passionszeit)

Erklärung

Der Sonntag Okuli hat das Thema „Konsequente Nachfolge”, also die Ausrichtung des Lebens am Vorbild Jesu Christi. In diesem Thema klingt alles mit, was zum Thema Nachfolge von Bedeutung ist.

„Oculi” lautet das erste Wort des Introitus (Eingangsgebet der Messe): Oculi mei semper ad Dominum = Meine Augen schauen immer auf zum Herrn) am Sonntag Oculi, dem dritten Fastensonntag. Dieser Tag wird auch benannt: Sexagesima media, medium sexagesime. 

© Copyright Martin Senftleben www.daskirchenjahr.de

 

Thema

Nachfolge

Mk 12, 41-44

41 Und Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein.

42 Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller.

43 Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben.

44 Denn sie haben alle von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte.

Andacht der Woche

Ein ganz besonderer Pfennig

Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert. Wahrscheinlich kennen Sie dieses Sprichwort. 
Als ich noch klein war, habe ich immer und überall meine wenigen Geldstücke mit mir rumgetragen. Das Wort Taschengeld war für mich noch bedeutungslos. Aber ich wusste, um mir eine Bunte-Tüte am Kiosk kaufen zu können, brauche ich Geld. Welches Geldstück wie viel wert war, das machte sich für mich eher an der Farbe fest. Die kleinen roten Pfennige, mit den Blättern auf der Rückseite, waren meine Lieblings-Geldstücke. Klar, davon hatte ich auch am meisten in meiner Sammlung. Wenn man die ordentlich am Pullover rieb, schimmerten sie so schön. 
Das Scherflein der Witwe, ist wohl der berühmteste Pfennig überhaupt. Immerhin kommt dieses Geldstück in einer der wenigen Bibelgeschichten vor, in denen es um Geld geht. Jesus setzt sich neben die Spendenbox im Tempel und beobachtet ganz genau, wer wieviel in den Kasten wirft. Wie ich finde, ein etwas indiskretes Verhalten, aber es hat sicherlich Wirkung gezeigt bei den reichen Herrschaften. Man möchte ja nicht knickerig wirken. Nun kommt eine arme Witwe, kramt in ihren Taschen und wirft ihre beiden letzten Pfennige hinein. Da springt Jesus auf und erklärt lauthals: „Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Denn sie haben alle von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte.“ (Mk 12,43f.)
Wir Christen tun uns ja manchmal etwas schwer, über Geld und seinen Wert zu sprechen, vor allem wenn es um den persönlichen Kontostand geht. Kein Wunder, wenn man solche Bibelverse im Ohr hat, wie: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt. Dabei könnte man das Sprichwort auch mal andersherum betrachten: Wer den Taler spendet, der hat früher bestimmt auch mal den Pfennig geehrt. Wer sagt denn, dass die reichen Spender in dieser Szene schlechtere Menschen sind als die arme Witwe? 
Was Jesus an der Witwe so beeindruckt, ist die Selbstverständlichkeit, mit der sie ihr Erspartes abgibt. Denn Geben, wenn man viel hat, ist leicht. Aber etwas spenden, das man über einen langen Zeitraum liebevoll gesammelt hat, das verdient Respekt!

Medienvikarin Meret Köhne

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Violett - Bild von Erich Grün

Violett  - Mischfarbe von Himmel (blau) und Erde (rot) bestimmt die Bußzeiten als Zeiten aktiven Wartens auf eine neue Zeit und eine bessere Welt (Adventszeit, Passionszeit, Buß- und Bettag)

Bild: Sammlung Erich Grün                  

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe zum kurzen Innehalten im schnellen Lauf der Zeit - Autorin: Pastorin Susanne Bostelmann.

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Morgenandacht

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In der Kirche wird selten von der ersten Person Singular gesprochen. Das „Wir“ ist dafür allgegenwärtig. Dabei ist das „Ich“ entscheidend, denn es muss mit sich auskommen

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Wochenlied

Wenn meine Sünd mich kränken (EG 82) und Du schöner Lebensbaum des Paradieses (EG 96)