Grafik: M. Vogelsang
Kalenderblatt vom 24. Mai 2013
Heute
Freitag
Losung
Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen!
Lehrtext
Jesus sprach: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater! Dein Name werde geheiligt.
Aktuelle Woche
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Kirchliche Woche
Sonntag, 19.05.2013 bis Samstag, 25.05.2013 -
Wochenspruch
Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth. (Sacharja 4, 6)
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Feiertag
Tag der Ausgiessung des Heiligen Geistes (Pfingstsonntag) -
Erklärung
Verstehenshilfe, Beistand, Neuorientierung, das brauchten die Freunde und Freundinnen Jesu. Nicht anders wir heute. Die Freude zu Ostern ist groß, aber kaum zu verstehen. Jesus ist nicht mehr greifbar. Wo sollen wir jetzt wie anfangen? Was fortsetzen? Das Tun braucht immer wieder neue Motivation, weil es manchmal vergeblich scheint.
Gott will Kraft zu all dem geben, Kraft vergleichbar mit einem Wind, der in Bewegung setzt, vergleichbar mit einem Feuer, das entflammt. Die Geschichte, mit der der Evangelist Lukas in seiner Apostelgeschichte das Geschehen am Pfingsttag in Jerusalem schildert, benutzt diese Bilder. Die Freundinnen und Freunde Jesu spüren diese Kraft.
An beiden Pfingsttagen feiern Christen das Ende Osterzeit und bemerken: jetzt sind wir gefragt. Aber nicht ohne Gottes Hilfe, nicht ohne die Kraft seines Geistes.
In vielen Gemeinden erinnert man sich der Einigkeit im Geist und feiert am Pfingstmontag ökumenische Gottesdienst. -
Thema
Ausgiessung des Heiligen Geistes
4. Mose 11,11-12.14-17.24-25
11 Und Mose sprach zu dem HERRN: Warum bekümmerst du deinen Knecht? Und warum finde ich keine Gnade vor deinen Augen, dass du die Last dieses ganzen Volks auf mich legst? 12 Hab ich denn all das Volk empfangen oder geboren, dass du zu mir sagen könntest: Trag es in deinen Armen, wie eine Amme ein Kind trägt, in das Land, das du ihren Vätern zugeschworen hast?
14 Ich vermag all das Volk nicht allein zu tragen, denn es ist mir zu schwer. 15 Willst du aber doch so mit mir tun, so töte mich lieber, wenn anders ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe, damit ich nicht mein Unglück sehen muss. 16 Und der HERR sprach zu Mose: Sammle mir siebzig Männer unter den Ältesten Israels, von denen du weißt, dass sie Älteste im Volk und seine Amtleute sind, und bringe sie vor die Stiftshütte und stelle sie dort vor dich, 17 so will ich herniederkommen und dort mit dir reden und von deinem Geist, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, damit sie mit dir die Last des Volks tragen und du nicht allein tragen musst.
24 Und Mose ging heraus und sagte dem Volk die Worte des HERRN und versammelte siebzig Männer aus den Ältesten des Volks und stellte sie rings um die Stiftshütte. 25 Da kam der HERR hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Ältesten. Und als der Geist auf ihnen ruhte, gerieten sie in Verzückung wie Propheten und hörten nicht auf.
Andacht der Woche
Es soll durch Gottes Geist geschehen
„Es soll nicht durch Heer und Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth“ (Sacharja 4,6) – so lautet der Wochenspruch für das Pfingstfest. Was auch immer unscharf ist (und wohl bleiben wird) am Begriff „Geist“, was auch immer nicht zu definieren, nicht zu sehen, nicht zu greifen ist, so viel kann dann doch über den Geist Gottes gesagt werden: er ist eine Dynamik, eine in Bewegung setzende Energie, er setzt überraschende Kräfte frei, er schenkt Mut und Zuversicht.
So wird es in der Bibel an unzähligen Stellen von unterschiedlichsten Menschen quer durch die Jahrhunderte bezeugt: „Gottes Geist hat uns befähigt. Gottes Geist lässt uns handeln, tanzen, singen, jubeln - und Schwierigkeiten bewältigen.“ So wie zur Zeit des Mose, als die Grundlagen für das gelegt worden sind, was später 'Volk Israel' genannt wird. Da ist soviel zu bedenken, zu organisieren und zu regeln, wenn verschiedene Menschen sich zusammentun, um zukünftig einen gemeinsamen Weg zu gehen. „Alleine schaffe ich das nicht“ lautet die Klage des Mose. „Die Probleme überfordern mich.“
Seine Klage bleibt nicht ungehört. Gott schenkt seinen Geist – aber nicht nur Mose allein, sondern 70 Männern aus dem Volk. Damit wird eine weitere Qualität des Geistes Gottes deutlich, die sich durch alle biblischen Zeugnisse hindurch zieht: Gottes Geist zielt nicht nur auf einen Menschen, Gottes Geist zielt immer auf die Gemeinschaft, auf die Gemeinde, auf die Kirche. Die Gaben des Gottesgeistes sollen die Gemeinschaft stützen, die Gemeinde bauen, die Kirche in Bewegung setzen.
Auch deshalb wird das Pfingstfest 'Fest der Kirche' genannt: nicht nur, weil es christliche Kirche ohne Gottes Geist gar nicht gäbe (davon erzählt die neutestamentliche Pfingstgeschichte), sondern weil auch heutige Kirchengemeinden ohne Gottes Geist 'tot' wären, freudlos, mutlos, hoffnungslos.
Wir haben Grund genug, für Gottes Geist zu danken!
Wir haben Grund genug, um Gottes Geist zu bitten!
Reinhard Fiola, Pastor
Liturgische Farbe
Rot als Farbe der Erde, des Feuers und des Blutes bestimmt die Sonntage des Heiligen Geistes (Pfingsten), der Kirche (z.B. Reformationsfest,(..) Konfirmation) und der Märtyrer (zB. Johannistag oder Peter und Paul)
Bild: Sammlung Erich Grün (c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium
Moment mal
Wochenlied
Komm, Heiliger Geist, Herre Gott (EG 125)