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Kinder entdecken Bücher

Gemeinsam mit Erwachsenen entdecken Kinder Bücher
Geborgenheit und Gespräche helfen Kindern, Bücher zu entdecken. Bild: Damir Cudic/i-stockphoto.com

Bücher und Geschichten helfen, Zusammenhänge erfahrbar zu machen. Sie schenken der Seele Bilder. Diese Bilder geben allem einen guten Grund und Hintergrund, was einem im Leben widerfährt. Gleichzeitig ist das Vorlesen und Erzählen von Geschichten eine besondere Form der Zuwendung.

Dabei sind Kinder nicht bloß passiv Zuhörende. Sie nehmen in einem aktiven Prozess immer das aus einer Geschichte auf und bauen es in ihren eigenen Erfahrungsschatz ein, was sie davon brauchen und in ihrer Weise deuten. Vorlesen und erst recht das freie Nacherzählen ist also mehr als „nur“ eine Weitergabe einer in Sprache gefassten Handlung.

Kindertagesstätten, Kirchengemeinden förden und pflegen eine Vorlese- und Erzählkultur. Sie öffnen somit sozusagen den Vorhang für eine Bühne, auf der alle Gefühle phantastischen Ausdruck finden: Projektionen und Identifikationen helfen, gerade auch mit schwierigen Gefühlen wie Trauer, Angst, Wut, Aggression umzugehen und sie unbeschadet bewältigen zu lernen.

Dabei lässt sich gemeinsam die Erfahrung machen, dass Menschen sich über den Umgang mit Bilderbüchern, Geschichten und Gedichten oft leichter finden und zwischenmenschlich intensiver verbinden als in der Alltagssprache. Gerade dort, wo uns in „Gefühlssachen“ mitunter die passenden Worte und Bilder fehlen, dürfen wir auf die poetische und symbolische Kraft von Geschichten vertrauen - vorausgesetzt, die Vermittlung geschieht in einer guten Atmosphäre der Geborgenheit und Dialogbereitschaft.