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Tauffeste

An besonderen Tauforten gemeinsam feiern

„Riesige Taufgesellschaft versammelt sich an der Weser“; so titelte eine große Tageszeitung über eins der größten Tauffeste im Zusammenhang mit dem „Jahr der Taufe 2011“. Seit 2007 in Loccum das erste Tauffest gefeiert worden war, hat mit weit über 100 solcher Feste im „Jahr der Taufe“ 2011 eine ungeahnte Entwicklung stattgefunden.

Im Grunde genommen ist jede Taufe ein „Tauffest“. Sie ist das Fest der Freude über ein neugeborenes Leben und damit ein Dank an den Schöpfer. Sie ist die Feier dessen, dass auch über diesem Menschen der Name Jesu ausgesprochen wird. Sie ist Ausdruck des Glücks der Gemeinde, dass ein neues Mitglied ihre Gemeinschaft bereichert und stärkt.

Dennoch ist ein Tauffest eine besondere Form der Taufe, in der sich sehr große Chancen verbergen. Neben einer großen Zahl von Taufen gehören besondere Tauforte und eine integrierte gemeinsame Bewirtung (Mittagessen, Kaffeetrinken) zu den Bestandteilen eines Tauffestes. Gerade kirchenfernen Gemeindegliedern kann eine Brücke gebaut werden, um neu an die Kirche beziehungsweise an der. Gemeinde „anzudocken“. Für viele Familien ist es ein Anlass, eine lange verschobene Taufe endlich anzugehen.

Dadurch dass viele Familien gemeinsam feiern, entstehen nicht so hohe Kosten wie bei einem einzelnen Familienfest. Auch stehen die zu Taufenden und die Familien nicht so sehr im Blickpunkt, so dass zum Beispiel Alleinerziehenden, Jugendlichen oder Erwachsenen diese Sorge genommen werden kann. Die Ortsgemeinden wiederum erleben sich als Teil eines größeren Zusammenhangs, eben der „Kirche“. Die Taufe erfährt eine Aufwertung.

Ein so verstandenes Tauffest will Taufe erleichtern. Zielgruppe sind alle nicht getauften Kinder von der Geburt an bis ins Alter von 12 Jahren, die ein evangelisch-lutherisches Elternteil haben und deshalb in der Gemeindegliederkartei geführt werden, sowie Jugendliche und Erwachsene.