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Mach mit im Team der Konfirmandenarbeit

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Jugendliche sitzen in einem bunten Zelt Bild: Evangelische Jugend

Laut bundesweiter Studie bewerten Konfirmandinnen und Konfirmanden die Konfirmandenarbeit in ihrer Gemeinde positiver, wenn ein Team von Haupt- und Ehrenamtlichen die Konfirmandenarbeit gemeinsam durchführt. Je größer und differenzierter das Angebot, desto mehr bietet es sich an, mehrere Personen als Team durchgehend oder punktuell an der Leitung zu beteiligen. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen und Vorteilen: Die Konfirmandenarbeit lässt sich durch die Bündelung von Gaben kreativer (organisatorisch, methodisch, inhaltlich) und vielfältiger planen und gestalten.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden erleben nicht nur einzelne „Berufs-Christen“, sondern auch ältere Jugendliche und/oder Eltern, die sich mit ihrem Glauben auseinander setzen und die Jugendlichen in ihrem Leben und Glauben begleiten wollen. Kirche wird exemplarisch als ein Leib mit vielen Gliedern und vielfältigen Gaben erfahren. Durch die Zusammenarbeit mit jugendlichen Mitarbeitenden wird die Konfirmandenarbeit mit der Jugendarbeit vernetzt. Nur durch die Bündelung von Gaben und Kräften können attraktive Angebote, wie Konfi-Cups, Praktika, Exkursionen und Blocktage mit größeren Gruppen, Übernachtungen oder längere Konfi-Fahrten und Konfi-Camps geschaffen werden.

Ehrenamtlich Mitarbeitende bringen sich mit ihren Gaben ein und sammeln wertvolle Erfahrungen. Sie können sich fortbilden und werden wertgeschätzt. Wenn sich Gemeindeglieder auf diese Weise ehrenamtlich in der Konfirmandenarbeit engagieren, wird „Gemeinde gebaut”. Eine verstärkte Einbindung von Gruppen und Kreisen sowie Ehrenamtlichen führt zu einer “Verwandlung der einen, begrenzten Veranstaltung von Konfirmandenunterricht in ein integrativ verstandenes ‘konfirmierendes Handeln der Gemeinde’” (Glauben entdecken – Konfirmandenarbeit und Konfirmation im Wandel 1998).

Hier finden Sie weitere Informationen zur Teamer-Fortbildung

Formen der Mitarbeit

Es gibt verschiedene Formen der Mitarbeit in der Konfirmandenarbeit. Mitarbeitende sind für eine bestimmte Aufgabe, ein bestimmtes Projekt eingebunden. Dies ist wegen der zeitlichen Begrenzung meistens leicht zu organisieren. Ehrenamtliche können auch kontinuierlich in die Konfirmandenarbeit einbezogen werden. Dies bedeutet für die Hauptverantwortlichen organisatorische und begleitende Arbeit, sowie ein Abgeben-Können von Arbeitsprozessen. Es verspricht andererseits einen verstärkten Effekt der oben genannten Vorteile und lässt eine junge Gemeinde wachsen.

Schulung ehrenamtlicher Teamer

Den in der Regel hauptverantwortlichen Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakonen kommt durch die Arbeit im Team eine zusätzliche Aufgabe zu: Teamaufbau, Teamentwicklung, Teamleitung und die Sorge für eine ausreichende Aus- und Fortbildung der anderen Mitarbeitenden. In diesem Zusammenhang macht die bundesweite Studie zur Konfirmandenarbeit auf ein schwerwiegendes Problem aufmerksam: Nur knapp die Hälfte der Ehrenamtlichen hat eine formale Aus- und Fortbildung im Bereich Jugend- oder Konfirmandenarbeit durchlaufen. Hier fehlt es eindeutig an Qualifizierung. Dies muss ein Schwerpunkt in der zukünftigen Ausrichtung der Konfirmandenarbeit unserer Landeskirche werden. Wichtig wird dies auch in Bezug auf die Vernetzung von Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit. Wichtig ist, dass alle Mitarbeitenden vorbereitet und ausgebildet sind! Hierfür schaffen die Kirchenkreise bzw. die Kirchenkreisjugenddienste in Absprache mit den Kirchengemeinden und Regionen die nötigen Rahmenbedingungen. Die Durchführung von Schulungen geschieht in Zusammenarbeit bzw. in Absprache zwischen Kirchengemeinden und Regionen und den Kirchenkreisjugenddiensten