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Gottesdienste mit Konfirmanden

Jugendgottesdienst mit Kerzenstimmung
 Bild: epd

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem Erleben von Jugendgottesdiensten, der Beteiligung von Konfirmanden und Konfirmandinnen an Gottesdiensten und der Zufriedenheit der Jugendlichen mit dem Gottesdienst. Jugendgottesdienste und Beteiligung an Gottesdiensten führen zu einer positiveren Einschätzung durch die Konfirmanden.

In den neuen Rahmmenrichtlinien zur Konfirmandenarbeit heißt es: 

"Der Gottesdienstbesuch ist in allen Kirchengemeinden Pflicht für die Konfirmandinnen und Konfirmanden.  Wird von den Konfirmandinnen und Konfirmanden ein regelmäßiger Gottesdienstbesuch erwartet, so muss sich jede Gemeinde fragen, wie ansprechend ihre Gottesdienste für die Jugendlichen sind und wie einladend sie auf diese wirken.

Die Ergebnisse der bundesweiten Studie zur Konfirmandenarbeit zeigen hier, dass die Jugendlichen schon zu Beginn der Konfirmandenzeit dem Gottesdienst mit Skepsis begegnen. Fast die Hälfte nimmt ihn als langweilig wahr (49 %). Alamierend ist der Befund, dass sich der Negativeindruck während der Konfirmandenzeit noch einmal deutlich verstärkt. Der Anteil der Jugendlichen, die Gottesdienste langweilig finden, liegt am Ende der Konfirmandenzeit mit 54 % signifikant höher als zu Beginn. Dies zeigt: der Gottesdienst als zentrale Veranstaltung der Kirche ist und bleibt den meisten Konfirmandinnen und Konfirmanden weitgehend fremd.

Es entsteht eine Spannung: Die sonntäglichen Gottesdienste sind für viele Gemeinden ein wichtiger Bestandteil der Konfirmandenarbeit. Denn sie sind ein zentraler Ort der Ausübung christlichen Glaubens. Und die Jugendlichen sollen in die gemeinsame Praxis, die ritualisierten Formen und die Begegnung mit anderen Christen hineingenommen werden. Doch in den seltensten Fällen sind die Gottesdienste auf die Jugendlichen ausgerichtet. Daher fühlen sich die Jugendlichen nicht eingeladen und erleben die Gottesdienste nicht als Ausdruck ihres Glaubens. Sie werden zu passiven Zuschauerinnen und Zuschauern statt zur mitfeiernden jungen Gemeindegliedern. Abhilfe schafft hier eine Beteiligungskultur für Konfirmandinnen und Konfirmanden (sowie für andere Gemeindegruppen ebenfalls) und die behutsame Veränderung der Gottesdienste aus der Milieuverengung heraus. Die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung sowie Erfahrungen mit jugendgemäßen Gottesdiensten wirken sich zudem nachweislich positiv auf die Geamteinschätzung von Gottesdiensten aus. In der Gestaltung der Gottesdienste ist dies zu berücksichtigen, damit folgende Ziele während der Konfirmandenzeit erreicht werden:

  • die Konfirmandinnen und Konfirmanden kennen die Elemente eines Gottesdienstes und seinen Ablauf,
  • sie wirken regelmäßig in sonntäglichen Haupt-Gottesdiensten aktiv mit und sind in der Lage, einzelne Gottesdienstelemente selbst zu gestalten,
  • sie erarbeiten Andachten oder Gottesdienste für Jugendliche und führen diese mit durch."