Bild: Ulrich Ahrensmeier

Lebensfeste

Festlich gedeckter Tisch

  

 

 

Heute sind wir eingeladen,
lassen unsre Arbeit ruhn.
Alles, was wir täglich tun,
lastet nicht so schwer.

Nun ist Festzeit für das Leben,
gute Speisen wird es geben,
und ein Duft vom Paradies
weht im Windhauch her.

 

Susanne Brandt

Das Leben ist reich und vielfältig. Augenblicke, Tage sind gefüllt mit Glück, Freude und Begeisterung. Die Sinne können seine Farben und Formen, seine Bilder und Klänge, seine Gerüche und Geschmäcker wahrnehmen. Begegnungen und Gemeinschaft, die Nähe und der Zuspruch von anderen lassen „das Herz höher schlagen“.

Zur ganzen Fülle des Lebens gehören jedoch genauso das Leid und die Not, die Krankheit und das Unglück, der Abschied und der Tod. Wir fühlen die Schmerzen von Körper und Gemüt, an unserer Seele nagen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, unser Herz verbittert.

Als Christen feiern wir den Reichtum und die Vielfalt des Lebens in all ihren Ausprägungen. Wir freuen und stärken uns an den guten Gaben. Wir stillen unseren Hunger und unseren Durst in bitteren Zeiten. Wir danken und klagen vor und mit anderen und vor Gott.

Das Leben feiern  

Die Feier der Osternacht galt in der frühen Kirche als der Höhepunkt des ganzen Jahres. Noch heute feiert die Gemeinde in besonderer Weise den Aufbruch aus Trauer und Tod ins Leben.

Feiertage im Leben  

Taufe, Konfirmation, Hochzeit, Geburtstage, Schulanfang oder Schulentlassung, besondere Zeitpunkte im Berufsleben, aber auch ein Abschied lassen Spuren Gottes im Leben entdecken.

Miteinander feiern  

Lebensfreude und die Erfahrung, dass Leben bedroht ist, führen Menschen aus verschiedenen Konfessionen und Religionen zusammen. Sie feiern oder schweigen Seite an Seite.