Gleichberechtigung
Gleiche Rechte haben heißt keineswegs gleich sein! Für eine gewisse Zeit tauchte das Missverständnis auf, alle Unterschiede müssten eingeebnet, am besten beseitigt werden. Damit wäre aber nur eine neue Zwangsjacke entstanden, die nicht wahrnehmen will, dass Männer eben Männer und Frauen Frauen sind. Es gibt sie einfach, die Unterschiede, und biblisch betrachtet ist das auch von Gott gewollt. Aber dass die einen über die anderen herrschen oder ihre Lebensmöglichkeiten einengen - das kann einfach nicht sein. Leider ist die Geschichte der Kirche in dieser Hinsicht alles andere als ein Ruhmesblatt.
Geschlechtergerechtigkeit und Mannsein
Das Bemühen um Gleichberechtigung scheint vor allem Frauensache zu sein: um endlich gleichauf mit den Männern zu stehen. Aber inzwischen spüren auch Männer, dass sie zur Gestaltung des Geschlechterverhältnisses selbst beitragen müssen. Wo ist etwa der männliche Anteil in Kindertagesstätten oder in den Grundschulen? Warum fällt es oft schwer, als Mann Elternzeit zu beanspruchen?
Gleichstellungsstellen
Ja, es ist nötig: die Kirchen sind große Arbeitgeber, und es ist ihre Pflicht, direkte und indirekte Benachteiligungen der Männer wie der Frauen zu erkennen, abzustellen und statt dessen Chancengerechtigkeit zu fördern. Die Erfahrung zeigt leider, dass es ohne wachsame Augen nicht geht.
Weiterführende Informationen
Übersicht über den Einsatz für Chancengerechtigkeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)