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Familie & Beruf

Ein Vater schiebt rennend einen Kinderwagen.

Der Mann muß hinaus ins feindliche Leben, muß wirken und streben und pflanzen und schaffen, erlisten, erraffen, muß wetten und wagen das Glück zu erjagen.
Da strömet herbei die unendliche Gabe, es füllt sich der Speicher mit köstlicher Habe, die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus.

Und drinnen waltet die züchtige Hausfrau, die Mutter der Kinder, und herrschet weise im häuslichen Kreise.

Friedrich Schiller

Die Quadratur des Kreises scheint kaum schwieriger als die Verbindung von Familie und Beruf. Denn auf beiden Seiten haben sich Vorstellungen und Anforderungen in den letzten Jahrzehnten so sehr verändert, dass Friedrich Schillers Darstellung im Lied von der Glocke eher zum Lachen reizt. Dennoch: zwar hat sich einerseits die Wochenarbeitszeit auf ein ungeahntes Maß verringert und andererseits wird der Anspruch auf einen Kindergartenplatz gesetzlich verankert. Doch dass Männer und Frauen gleiche Bedingungen vorfinden, ist nach wie vor nicht erreicht.

Familienbildungsstätten  

Die Familienbildungs- stätten machen breit gefächerte Angebote, um gerade in der Vielfalt heutiger Familien- und Lebensformen Bedürfnissen entgegen zu kommen. Ziel: sich miteinander entwickeln.

Arbeitswelt  

„Bete und arbeite“ war den Benediktiner-Mönchen wichtig - und zeigt auf die Würde des Menschen. Heutige Arbeit ist oft weit davon entfernt: Niedriglöhne, Sinnentleerung, zerstörerische Arbeitsbedingungen.

Landwirtschaft  

Die Idylle einer guten Verbindung von Beruf und Privatleben in der Landwirtschaft ist nur selten. Häufig wollen Kinder den elterlichen Betrieb nicht fortführen, denn sie stellen sich ein lebenswertes Leben anders vor.

Der siebte Tag  

Gemeinsame Zeit - zu zweit oder auch mit Kindern oder mit Freunden - wird immer mehr ein kostbarer Schatz. Manchmal lässt er sich ganz unerwartet finden - und manchmal erfordert er richtig Einsatz.

Dorfhelferinnen  

Falle ich für das Einkommen eine Zeit aus, kümmert sich der Betrieb darum, dass es weitergeht. Aber zu Hause? Nicht immer können Partnerin oder Partner einspringen - vor allem, wenn es länger dauert.

Das Kreuz mit der Rolle  

Beim Bewerbungsge-spräch darf eine Frau nicht gefragt werden, ob sie schwanger ist. Dass damit die Chancen-gleichheit tatsächlich erreicht wäre, glaubt natürlich niemand. Denn das ist in der Sache schwieriger.