Partnerschaften

Zwei gewebte Gesichter, eins schwarz und eins weiss.
Zwei gewebte Gesichter, eins schwarz und eins weiss. Bild: Erich Franz 

„Ökumenische Partnerschaften sind eine zentrale Aufgabe der Kirche. Sie sind nicht ein Luxus, den wir uns in wohlhabenden Zeiten leisten, auf den wir aber bei abnehmenden Mitteln verzichten können. Kirchen, zumal Kirchen gleichen Bekenntnisses, sind zur Gemeinschaft verpflichtet, denn Gott hat uns in die Einheit des Leibes Christi hineingestellt.“

So formulierte die 10. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands auf ihrer Tagung in Gera. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers lebt in ökumenischer Partnerschaft mit Kirchen in Übersee, Sibirien und Westeuropa und ist über direkte Partnerschaftsverträge oder durch das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen mit diesen Partnerkirchen verbunden. Als Mitgliedskirche im Lutherischen Weltbund pflegt die Landeskirche zahlreiche Beziehungen innerhalb der lutherischen Gemeinschaft
 

Weltweite Perspektiven

Kirche, die sich lokal als Kirche vor Ort realisiert, braucht die weltweite Perspektive. Im Glauben an den Gott der Bibel gehören die globale und die lokale Dimension von Kirche zusammen. Die Gemeinde am Ort und die Gemeinde in der Welt ergänzen und bedingen einander. Dabei ist Partnerschaft so alt wie die Bibel. Schon der Apostel Paulus pflegte ein breites Netzwerk von Gemeinden, die untereinander in Beziehungen standen, sich besuchten, füreinander beteten, um von einander zu wissen und sich gegenseitig in vielerlei Weise zu helfen.

Partnerschaft ist eine Bewegung und kein statisches Konzept. Sie lebt davon, dass Menschen und Kirchengemeinden sich auf den Weg machen, Gottes Spuren weltweit zu entdecken und für eine gerechtere Welt einzutreten. Im englischsprachigen Raum wird der Begriff Partnerschaft auch gerne durch den Begriff „Accompaniment“ ersetzt, was so viel wie „Weggemeinschaft“ oder „Miteinander auf dem Wege sein“ heißt. Partnerschaftsarbeit schafft Räume interkulturellen bzw. ökumenischen Lerne

Vielfältige Beziehungen

Innerhalb der Landeskirche hat sich ein dichtes Netzwerk von Partnerschaftsbeziehungen von Kirchenkreisen und Kirchengemeinden sowohl in den Süden der Erdhalbkugel (Südafrika, Tansania, Simbabwe, Äthiopien, Botsuana, Malawi, Zentralafrika, Sudan, Indien, Brasilien, San Salvador, Honduras, Chile und Paraguay) als auch nach Mittel- und Osteuropa (Polen, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Russland) entwickelt.

Diese Kirchenkreis- und Gemeindepartnerschaften werden durch ein außerordentlich hohes, ehrenamtliches Engagement in den Gemeinden und Kirchenkreisen getragen, sie tragen den globalen Horizont der Kirche als einer weltweiten Weggemeinschaft in die lokalen Zusammenhänge unserer Kirchengemeinden ein.